Plug-in-Hybridmodelle sind auf dem Vormarsch – auch weil sie aktuell massiv von der Umweltprämie profitieren. Aktuell gibt es noch bis zu 6750 Euro geschenkt. Doch nun überarbeitet das Bundeswirtschaftsministerium die deutsche Elektroauto-Förderrichtlinie. Die Bedingungen für Plug-in-Hybride, die laut Förderrichtlinie schon am 1.1.2022 verschärft werden, sollen im Herbst 2022 weiter anziehen. Bis zum 31. Dezember 2021 genügen noch 40 Kilometer rein elektrische Reichweite oder maximal 50 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer.
Schon bei Zulassung und Antragstellung ab dem 1.1.2022 steigt die Anforderung zur Förderfähigkeit auf eine elektrische Mindestreichweite von 60 km, ab 1.1.2025 auf 80 km. Dem neuen Entwurf zufolge würde ab 1. Oktober 2022 die zweite Bedingung einer Förderfähigkeit enfallen, die 50g-CO2/km--Regel. Dann soll für die Förderung von Plug-in-Hybridmodellen nur noch die Reichweite maßgeblich sein, schon ab dem 1. Januar 2024 wären 80 km erforderlich. Die CO2-Grenze würde im Oktober 2022 entfallen. Damit würden Verbrauch und CO2-Ausstoß keine Rolle mehr spielen – und Autos mit geringerer elektrischer Reichweite aus der Förderung fallen, sollten die Hersteller die Modelle bis dahin nicht ändern.
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Lieferschwierigkeiten können den Anspruch auf Prämie gefährden

Entscheidend für ein Bewilligen der Förderung ist das Datum der Zulassung, denn der Antrag auf Förderung kann erst danach erfolgen. Wird der Antrag vor der Zulassung gestellt, lehnt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ihn ab! Wer also noch die Förderung für ein Modell mit weniger Reichweite erhalten möchte, der sollte nicht zu lange mit der Bestellung warten. Käufer von Plug-in-Hybriden sollten also die teilweise monatelangen Lieferfristen der Hersteller bedenken und den Kauf sorgfältig abwägen.
Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Dacia Spring Electric
UVP ab 20.490 EUR, Ersparnis: bis zu 9614 EUR
2.
Smart fortwo Coupé EQ
UVP ab 21.940 EUR, Ersparnis: bis zu 12.051 EUR
3.
Renault Twingo Electric
UVP ab 23.790 EUR, Ersparnis: bis zu 11.961 EUR
4.
Fiat 500e bei
UVP ab 26.790 EUR, Ersparnis: bis zu 11.470 EUR
5.
E.Go Mobile Life
UVP ab 26.560,00 EUR
6.
Opel Corsa-e
UVP ab 30.400 EUR, Ersparnis: bis zu 13.546 EUR
7.
Renault Zoe
UVP ab 29.990 EUR, Ersparnis: bis zu 13.026 EUR
8.
Mini Cooper SE 3-Türer
UVP ab 32.500 EUR, Ersparnis: bis zu 13.164 EUR
9.
Peugeot e-208
UVP ab 32.450 EUR, Ersparnis: bis zu 11.265 EUR
10.
Nissan Leaf
UVP ab 29.990 EUR, Ersparnis: bis zu 13.355 EUR
11.
VW ID.3
UVP ab 36.960 EUR, Ersparnis: bis zu 10.210 EUR
12.
Peugeot e-2008
UVP ab 35.450 EUR, Ersparnis: bis zu 12.444 EUR
13.
Hyundai Kona Elektro
UVP ab 35.650 EUR, Ersparnis: bis zu 13.689 EUR
14.
Opel Mokka-e
UVP ab 34.110 EUR, Ersparnis: bis zu 15.341 EUR
15.
Citroën e-C4
UVP ab 34.640 EUR, Ersparnis: bis zu 12.931 EUR

Hier einige Beispiele von Fahrzeugen, die nach aktuellem Stand am 1. Oktober 2022 aus der Förderung fallen würden, denn sie schaffen rein elektrisch weniger als 60 Kilometer Reichweite. Die Liste ist nicht abschließend:
Audi Q8 TFSI e (46 Kilometer E-Reichweite)
Ford Explorer (42 km)
Ford Tourneo Custom PHEV (50 km)
Ford Transit Custom Kombi PHEV (50 km)
Jeep Renegade 4xe (50 km)
Jeep Wrangler 4xe (53 km)
Jaguar F-Pace Plug-in-Hybrid (53 km)
Land Rover Defender PHEV (43 km)
Mitsubishi Outlander PHEV (54 km)
Range Rover Velar PHEV (53 km)
Toyota Prius PHEV (59 km)
VW Touareg eHybrid (57 km)

Noch schärfere Regeln für Plug-in-Hybride ab 2024

Ab 2024 muss die elektrische Reichweite dem Entwurf zufolge dann sogar mindestens 80 Kilometer betragen. (Überblick: alle Infos zur aktuellen Umweltprämie für E-Autos und Plug-in-Hybride)

Von

Roland Wildberg