
Porsche Taycan
Generation 1
: seit 2019Gefällt uns
- Gut funktionierende Schnellladetechnik
- Schnell, agil und luxuriös
- Innen typisch Porsche, neu interpretiert
Gefällt uns nicht
- Zu wenig Platz im Fond
- Künstlicher Sound
- Schlechte Sicht nach hinten

Alle Infos zum Modell

Vorstellung
Vorstellung

Taycan konnte als Erster mit 800 Volt laden
Auch sonst ist der Taycan schnell: Den Rundenrekord auf der Nordschleife des Nürburgrings für serienmäßige E-Autos hat er bereits zweimal geknackt! Interessanterweise ist Porsche bei seinem ersten Elektroauto der bekannten Nomenklatur treu geblieben, auch hier heißen die stärksten Varianten "Turbo", "Turbo S" und "Turbo GT".
Auch als "Sport Turismo" mit mehr Kofferraum
Neben der Sportlimousine gibt es den Taycan auch noch in einer weiteren Karosserieform, die dank ihres Shooting-Brake-Hecks mehr Platz in Fond und Kofferraum bietet. Zunächst gab es diese Version nur als Cross Turismo, bei dem einige Offroad-Elemente – darunter Höherlegung und Rundum-Beplankung – Serie sind. Inzwischen gibt es aber auch einen Sport Turismo in der gleichen Form, aber ohne die Schlechtwege-Ausstattung.
Sondermodelle "Black Edition"
Im Juli 2025 hat Porsche die "Black Edition" verschiedener Cayenne- und Taycan-Varianten vorgestellt. Die Sondermodelle zeichnen sich optisch durch dunkle Akzente aus, etwa schwarze Spiegelkappen sowie schwarze Porsche- und Modellschriftzüge am Heck.

Standard bei der "Black Edition": Das geprägte Porsche-Wappen auf den Kopfstützen der Komfortsitze mit 14-Wege-Verstellung vorne.
Bild: Porsche AG
Dazu kommt eine umfangreichere Serienausstattung, etwa das Sport-Design-Paket, 21-Zoll-Räder und die größere Akku-Variante "Performancebatterie Plus" mit 105 kWh.
Alle Infos zum Modell
- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test

Preis
Preis

Taycan jetzt auch als GTS
Den 2024 gelifteten Porsche Taycan gibt es wieder als GTS. 148.800 Euro stehen auf dem Preisschild der Limousine, die Kombiversion "Sport Turismo" steht ab 149.700 Euro im Konfigurator. Außerdem ist der allradangetriebene Taycan 4 nun auch als Limousine erhältlich. Die Preise beginnen bei 107.300 Euro.
Limousine und Kombi kann man noch einen Tick günstiger bekommen, wenn man das Einstiegsmodell mit Hinterradantrieb nimmt. Das startet bei 102.600 Euro als Limousine. Für den praktischeren "Sport Turismo" muss man mit dem gleichen Antrieb noch mal 900 Euro drauflegen. Den robusteren "Cross Turismo" gibt es ausschließlich mit Allradantrieb, hier geht's bei 114.200 Euro los.
Das Topmodell, der "Turbo GT", ist ausschließlich als Limousine zu haben. Er kostet mehr als doppelt so viel wie die Basis: mindestens 241.100 Euro. Wahlweise und ohne Aufpreis gibt es ihn auch mit Weissach-Paket, das den Turbo GT radikal auf Performance trimmt.
Sondermodelle "Black Edition"
Seit Juli 2025 gibt es den Taycan in der "Black Edition". Damit gibt es den elektrischen Porsche nun in 22 Varianten. Der Aufpreis für eine Black Edition ist immer fünfstellig, allerdings begnügen sich die Sondermodelle nicht nur mit optischen Unterschieden: Serienmäßig ist die größere "Performancebatterie Plus" mit 105 kWh an Bord, die nicht nur mehr Reichweite, sondern auch mehr Leistung verspricht: 435 statt 408 PS.
Aktuelle Listenpreise
Auf einen Blick: Hier finden Sie die Preise für alle neu verfügbaren Fahrzeuge.
Stand: 02. Mai 2026
Aufbauart: Kombi
Elektrischer Strom
Fahrzeug-Variante
Leistung
Listenpreis
Taycan Sport Turismo
408 PS
103.500 €
Taycan 4 Cross Turismo
435 PS
114.200 €
Taycan Sport Turismo, Black Edition
435 PS
120.200 €
Taycan 4S Sport Turismo
544 PS
122.900 €
Taycan 4S Cross Turismo
598 PS
127.500 €
Taycan 4S Sport Turismo, Black Edition
598 PS
137.800 €
Taycan GTS Sport Turismo
700 PS
149.700 €
Taycan Turbo Sport Turismo
884 PS
178.200 €
Taycan Turbo Cross Turismo
884 PS
178.600 €
Taycan Turbo S Sport Turismo
952 PS
211.900 €
Taycan Turbo S Cross Turismo
952 PS
212.400 €
6 weitere Varianten anzeigen
Aufbauart: Limousine
Elektrischer Strom
Fahrzeug-Variante
Leistung
Listenpreis
Taycan
408 PS
102.600 €
Taycan 4
408 PS
107.300 €
Taycan, Black Edition
435 PS
119.300 €
Taycan 4S
544 PS
122.000 €
Taycan 4, Black Edition
435 PS
124.000 €
Taycan 4S, Black Edition
598 PS
136.900 €
Taycan GTS
700 PS
148.800 €
Taycan Turbo
884 PS
177.200 €
Taycan Turbo S
952 PS
211.000 €
Taycan Turbo GT
1034 PS
241.100 €
Taycan Turbo GT mit Weissach Paket
1034 PS
241.100 €
6 weitere Varianten anzeigen
Alle Infos zum Modell
- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test

Design
Design

Der Taycan ist sofort als Porsche erkennbar
Optisch ist der Taycan ganz klar ein Porsche, außerdem übernimmt er viele Elemente der 2015 erstmals gezeigten Studie Mission E. In der Frontansicht wirkt das Elektroauto breit und flach. Zu den Kotflügeln hin wölbt sich die Motorhaube wie bei den Baureihen 718 und 911. Die Scheinwerfer bilden abgerundete Rechtecke, die das Porsche-typische Tagfahrlicht in Vierpunkt-Grafik tragen.
Die Dachlinie erinnert an den Panamera, allerdings ist der Taycan kürzer und besitzt eine steiler abfallende Motorhaube. Wie von Porsche gewohnt, liegt der optische Fokus vor allem auf dem Heck des Taycan. Hier finden sich ein Porsche-Schriftzug aus echtem Glas, ein durchgängiges Leuchtenband und ein dezenter Heckdiffusor.
Die Abmessungen auf einen Blick:
- Länge: 4963 mm
- Breite: 1966 mm
- Höhe: 1378-1395 mm, je nach Modell
- Radstand: 2900 mm
- Kofferraumvolumen Limousine: 366-407 l je nach Modell
- Kofferraumvolumen Sport Turismo: 405-1212 l, je nach Modell
- Kofferraum vorn: 84 l
- Dachlast: max. 75 kg
Cross Turismo: Shooting Brake mit Offroad-Attitüde
Neben der Limousine und dem Sport Turismo bietet Porsche sein Elektroauto auch noch in einer anderen Karosserieform an: als Cross Turismo. Diese Shooting-Brake-Version des Taycan besticht mit leichten Offroad-Ambitionen: Allrad, Luftfederung, Beplankung, spezielle Schürzen und die große 105-kWh-Batterie sind immer Serie.

Mit dem "Offroad Design Paket" wird der Cross Turismo höhergelegt und bekommt Flaps gegen Steinschläge.
Bild: Porsche AG
Je nach Dach gibt es eine Reling und zusätzlich noch das "Offroad Design Paket" inklusive Höherlegung um weitere 10 Millimeter, Flaps an den Ecken, die vor Steinschlägen schützen, sowie einem Kompass auf der Armaturentafel.
Die Abmessungen des Taycan Cross Turismo:
- Länge: 4974 mm
- Breite: 1967 mm
- Höhe: 1409/1412 mm, je nach Modell
- Radstand: 2904 mm
- Kofferraum: 405-446/1171-1212 l, je nach Modell
- Kofferraum vorn: 84 l
- Dachlast: max. 75 kg
Alle Infos zum Modell
- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test

Antrieb
Antrieb

GTS leistet jetzt 700 PS
Nach dem Facelift gibt es den Taycan wieder als GTS. Der hat eine deutliche Leistungssteigerung erfahren: bis zu 515 kW (700 PS) stehen jetzt zur Verfügung. Zuvor waren es 440 kW (598 PS). Beim Standardsprint spart das Elektroauto so ganze 0,4 Sekunden ein, 3,3 Sekunden braucht der GTS von null auf 100 km/h. Dazu bekommt er eine größere Batterie (105 kWh) und kommt damit über 120 Kilometer weiter als das Vorfacelift. Die WLTP-Reichweite liegt bei 628 Kilometern.
Turbo GT: in 2,2 Sekunden auf Tempo 100
Es gibt ein neues Topmodell: den Turbo GT. Die Leistung liegt bei stolzen 789 PS (580 kW), lässt sich aber noch zweimal steigern: bis zu 1034 PS (760 kW) Overboost-Leistung werden mit der Launch Control generiert, für zwei Sekunden lassen sich sogar 1108 PS (815 kW) abrufen! Das maximale Drehmoment liegt bei satten 1340 Nm.
So fliegt der Taycan Turbo GT in 2,3 Sekunden auf 100 km/h, mit Weissach-Paket (mehr dazu hier) sind es sogar nur 2,2 Sekunden. Tempo 200 ist in 6,6 Sekunden erreicht. Mit Weissach-Paket werden noch einmal 0,2 Sekunden eingespart, die Spitzengeschwindigkeit liegt hier bei 305 km/h.

Wer Zeiten jagen will, dürfte beim Turbo GT nicht die WLTP-Reichweite erreichen. Die liegt bei 555 Kilometern.
Bild: Porsche AG
Bis zu 630 Kilometer Reichweite
Den Taycan gibt es mit zwei Batteriegrößen: die schwächere hat eine Brutto-Kapazität von 89 kWh, die stärkere fasst 105 kWh brutto. Den kleineren Akku gibt es allerdings nur für die unteren Modelle bis zum Taycan 4S und hier auch nur für die Sportlimousine und den Sport Turismo. Je nach Akku, Antrieb und Leistung liegt die Reichweite des Porsche bei bis zu 630 Kilometern.
Bei seiner Vorstellung 2019 war der Sportwagen das erste Serienmodell, das 800-Volt-Technik zum Laden nutzt. Damit kann der Akku an einem Schnelllader in 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent gefüllt werden. Für Vortrieb sorgen bei fast allen Varianten zwei Elektromotoren, je einer pro Achse.
Nur das Einstiegsmodell hat lediglich einen Motor und damit Hinterradantrieb, alle anderen Taycan-Versionen kommen mit Allradantrieb. Die Leistung reicht von 408 PS bis 1034 PS bei der stärksten Ausbaustufe, dem Turbo GT.
Technische Daten im Überblick:
Taycan | Taycan 4 | Taycan 4S | Taycan GTS | Taycan Turbo | Taycan Turbo S | Taycan Turbo GT | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Modell | Sportlimousine / Sport Turismo | Sportlimousine / Cross Turismo | Sportlimousine / Sport Turismo / Cross Turismo | Sportlimousine / Cross Turismo | Sportlimousine / Sport Turismo / Cross Turismo | Sportlimousine / Sport Turismo / Cross Turismo | Sportlimousine |
Motor | Elektromotor | Elektromotor | Dual-Elektromotor | Dual-Elektromotor | Dual-Elektromotor | Dual-Elektromotor | Dual-Elektromotor |
Batterie-Kapazität (brutto) | 89 kWh | 89 kWh/105 kWh | 89 kWh / Cross Turismo 105 kWh | 105 kWh | 105 kWh | 105 kWh | 105 kWh |
Antrieb | Hinterradantrieb | Allradantrieb | Allradantrieb | Allradantrieb | Allradantrieb | Allradantrieb | Allradantrieb |
Max. Leistung | 300 kW (408 PS) | 300 kW (408 PS) / 320 kW (435 PS) | 340 kW (462 PS) / Cross Turismo 380 kW (517 PS) | 445 kW (605 PS) | 520 kW (707 PS) | 570 kW (775 PS) | 580 kW (789 PS) |
Max. Leistung (Overboast) | – | – | 400 kW (544 PS) / Cross Turismo 440 kW (598 PS) | 515 kW (700 PS) | 650 kW (884 PS) | 700 kW (952 PS) | 760 kW (1034 PS) |
Max. Drehmoment | 410 Nm | 585 Nm/610 Nm | 695 Nm / Cross Turismo 710 Nm | 790 Nm | 940 Nm | 1100 Nm | 1340 Nm |
0-100 km/h | 4,8 s | 4,6 s / 4,7 s | 3,7 s / Cross Turismo 3,8 s | 3,3 s | 2,7 s / Cross Turismo 2,8 s | 2,4 s / Cross Turismo 2,5 s | 2,3 s (2,2 s mit Weissach-Paket) |
Höchstgeschwindigkeit | 230 km/h | 230 km/h / 220 km/h | 250 km/h / Cross Turismo 240 km/h | 250 km/h | 260 km/h / Cross Turismo 250 km/h | 260 km/h / Cross Turismo 250 km/h | 290 km/h (305 km/h mit Weissach-Paket) |
Reichweite (WLTP)* | 503-590 km / 477-565 km | 478-559 km / 517-613 km | 474-557 km / 449-534 km / 517-610 km | 552-628 km / 525-601 km | 557-630 km / 528-606 km / 515-597 km | 558-630 km / 529-604 km / 516-596 km | 528-544 km (538-555 km mit Weissach-Paket) |
Verbrauch (WLTP)* | 16,7-19,7 kWh/100 km / 17,6-20,6 kWh/100 km | 17,6-20,6 kWh/100 km / 18,7-22 kWh/100 km | 17,7-20,7 kWh/100 km / 18,5-21,6 kWh/100 km / 18,8-22 kWh/100 km | 18,1-20,1 kWh/100 km / 19-21,6 kWh/100 km | 18-20,5 kWh/100 km / 18,8-21,6 kWh/100 km / 19,1-22 kWh/100 km | 17,9-20,5 kWh/100 km / 18,9-21,5 kWh/100 km / 19,1-22 kWh/100 km | 20,7-21, 6 kWh/100 km (20,6-21,3 kWh/100 km mit Weissach-Paket) |
Alle Infos zum Modell
- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test

Ausstattung
Ausstattung

GTS: mit Materialien vom Turbo GT
Der geliftete Taycan ist wieder als GTS verfügbar. Optisch zeichnet der sich durch verschiedene schwarze und anthrazitgraue Details aus. Im Innenraum kommen verschiedene Materialien aus dem Topmodell, dem Turbo GT, zum Einsatz, darunter ein tierfreies Rauleder und Elemente in schwarzem Glattleder. Fahrer und Beifahrer sitzen auf den "Adaptiven Sportsitzen Plus", die sich 18-fach verstellen lassen. Das GT-Sportlenkrad ist beheizbar und das Sport-Chrono-Paket zählt zur Serienausstattung. Das Fahrwerk hat Porsche beim GTS besonders sportlich abgestimmt.
Topmodell orientiert sich am Motorsport
Beim Topmodell, dem Turbo GT, hat Porsche 75 Kilo Gewicht gegenüber dem Turbo S eingespart. Das ermöglichen etliche Carbon-Teile wie die Einleger der Seitenschweller oder die Außenspiegelkappen. Aber auch die elektrische Heckklappe wurde eingespart. Die weiterentwickelten Carbon-Keramik-Bremsen sparen sogar ganze zwei Kilo ein. Für eine weitere Gewichtsersparnis und noch bessere Belüftung sorgen hinterfräste Speichen der exklusiven 21 Zoll großen Turbo-GT-Räder.
Beim Weissach-Paket fliegen sogar die Fußmatten raus
Mit dem Weissach-Paket wird der Turbo GT noch einmal 70 Kilo leichter. Da fliegen zum Beispiel die Rückbank und die analoge Uhr des Sport-Chrono-Pakets (beim Turbo GT Serie) raus, selbst Fuß- und Kofferraummatten sind gestrichen. Ebenso die hinteren Lautsprecher.

Vollschalensitze in Sichtcarbon sind beim Turbo GT Serie. Mit Weissach-Paket kommt er ohne Rückbank.
Bild: Porsche AG
Optisch heben sich die Turbo GT-Modelle vor allem durch verschiedene Aerodynamik-Maßnahmen von den anderen Taycan-Versionen ab. Sie tragen einen eigenen Bugspoiler mit Aeroblades, am Heck entweder einen adaptiven Spoiler oder – mit Weissach-Paket – einen feststehenden Heckflügel in Sichtcarbon.
Neben den zwei neuen Lackfarben "Palebluemetallic" und "Purpleskymetallic", die exklusiv ein Jahr lang den Turbo GT vorbehalten sind, gibt es noch ein Dekorset mit Taycan-Schriftzügen an den Türen und der Fronthaube sowie folierte Streifen für das Modell mit Weissach-Paket.
Vollschalen-Sitze sind Serie
Im Innenraum warten serienmäßig Schalensitze aus Sichtcarbon (lassen sich beim regulären Turbo GT auch abbestellen und durch elektrisch verstellbare Sportsitze ersetzen) sowie eine schwarze Innenausstattung mit Lederumfängen. Ein eigenes GT-Sportlenkrad mit 12-Uhr-Markierung darf nicht fehlen.
Innenraum: viel Touch und bis zu vier Displays im Taycan
Im Innenraum setzt Porsche auf Hightech, konventionelle Knöpfe gibt es lediglich am Lenkrad. Ansonsten wird alles per Touch gesteuert. Das 16,8 Zoll große Kombiinstrument übernimmt die Form klassischer Porsche-Cockpits, und auch die Armaturen sind wie gewohnt rund. Licht und Dämpfer lassen sich links und rechts des Displays über Touchflächen einstellen.

Im Innenraum gibt es konventionelle Knöpfe nur noch am Lenkrad. Den Rest übernehmen Touchscreens und -flächen.
Bild: Porsche AG
Das Zentraldisplay misst 10,9 Zoll, optional erhält auch der Beifahrer einen Bildschirm, über den er die wichtigsten Funktionen bedienen kann. Über einen weiteren Touchscreen auf der Mittelkonsole wird die Klimaanlage eingestellt. Die Besonderheit: Auf dem Display kann auch der Luftstrom der einzelnen Luftausströmer-Düsen gesteuert werden.
Wenig Kopffreiheit in Reihe zwei
Die Verarbeitung ist tadellos. Die Sportsitze bieten nicht nur Halt, sondern auch Langstreckenkomfort – das gilt sogar für die zweite Reihe. Trotz vier Türen gestaltet sich zwar der Einstieg zu den Rücksitzen selbst für Normalgewachsene nicht leicht. Aber wenn man erst mal Platz genommen hat, ergibt sich dank der sogenannten "Fußgaragen" erstaunlich viel Beinfreiheit. Sie entstehen durch Aussparungen in den Akkus. Während die Beine viel Luft zum Vordersitz haben, wird es am Kopf allerdings eng: Mit 1,80 Meter Körperlänge stößt man schon fast ans Dach.
Fazit von Andreas Huber: Das neue Bedienkonzept dürfte für Porsche-Enthusiasten zunächst gewöhnungsbedürftig sein, es passt aber gut zum neuen Weg, den Porsche mit dem Taycan eingeschlagen hat. Trotz viel Beinfreiheit sind die Sitzplätze in der zweiten Reihe wegen des unkomfortablen Einstiegs und der knappen Kopffreiheit allerdings nicht so recht alltagstauglich.
"Black Edition": mehr Serienausstattung und schwarze Details
Im Sommer 2025 hat Porsche seine Taycan-Palette noch einmal erweitert – sage und schreibe 22 Varianten bietet der Konfigurator jetzt. Die Limousine und den Sport Turismo gibt es als Sondermodell mit schwarzen Akzenten und mehr Serienausstattung. Den Offroad-Taycan Cross Turismo hat Porsche hierbei außen vor gelassen.

Schwarz in Schwarz: Die beleuchtete Alu-Türeinstiegsblende der "Black Edition".
Bild: Porsche AG
Serienmäßig bekommt die Black Edition 21-Zoll-Räder, HD-Matrix-LED-Scheinwerfer, ein Surround-Sound-System von Bose und 14-fach verstellbare Komfortsitze in der ersten Reihe. Besonders wichtig beim E-Porsche: In jeder Black Edition ist die größere "Performancebatterie Plus" mit 105 kWh verbaut. Das SportDesign-Paket ist immer an Bord, heißt: Ein sportlicherer Look durch schwarze Bauteile wie spezielle Seitenschweller und Heckdiffusoren, auch das Bugunterteil unterscheidet sich von dem des Basis-Taycan. Eine Black-Edition-Plakette in der Mittelkonsole erinnert auch im Innenraum daran, dass man hier in einem Sondermodell sitzt. Übrigens: Neben schwarz sind auch andere Lackierungen bestellbar.
Alle Infos zum Modell
- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test

Test
Test

Fahren: Der Taycan Turbo S geht brutal nach vorn
Beim Einsteigen in den Taycan Turbo S gibt's eine Kopfnuss von der tiefen A-Säule, nach dem Start noch mal eine vom Motor: Als ich auf eine viel befahrene Straße einfädeln möchte, gebe ich kräftig Gas. Das Resultat ist eine Beschleunigung, die selbst uns als Autotester nachhaltig beeindruckt und meine malträtierte Birne mit Schmackes gegen den Rahmen der Kopfstütze donnert.
Völlig unbeeindruckt zirkelt der Taycan dank Allradlenkung um jedes Hindernis herum und nimmt Kurven so, wie wir es von einem Porsche erwarten.

In 90 Prozent aller Fälle rekuperiert die Bremse nur, statt die Beläge zu pulverisieren. Sie lässt sich sehr exakt dosieren.
Bild: Porsche AG
Selbst echte Drifts sind drin
Selbst echte Drifts genehmigt das System, der Taycan lässt sich spielend um die Ecken tarieren und liegt selbst bei höchstem Tempo noch wie ein Brett auf der Straße. Ein Grund dafür ist neben der übermächtigen Regelelektronik sein tiefer Schwerpunkt, der dank der schweren Akkus im Boden niedriger liegt als beim 911.
Wohl nie zuvor dürften sich 2,3 Tonnen leichtfüßiger angefühlt haben als im Porsche Taycan Turbo S. Der viertürige Sportler geht brutal. Mit ihm zeigen die Entwickler eindrucksvoll, dass ein echter Porsche auch elektrisch fahren kann. Viel besser geht es nicht. So bleibt als größter Kritikpunkt nur der Sound.
Fazit von Malte Büttner: Der Taycan ist bestimmt nicht das vernünftigste E-Auto. Aber er ist die vernünftigste Art, Porsche zu fahren.
Fahren: Der 4S reicht
Bei der Testfahrt macht der Porsche Taycan 4S in allen Fahrmodi einen souveränen Eindruck. Kein Wunder, unser Testwagen ist mit allem vollgestopft, was geht: Wankstabilisierung, Allradlenkung, alles da! So ist der zweitkleinste E-Porsche seinen deutlich potenteren Brüdern in Sachen Fahrdynamik zumindest ebenbürtig.
Entspanntes Gleiten beherrscht er ebenso wie das enthusiastische Gezirkel um enge Kurven. Lediglich die serienmäßigen 19-Zoll-Felgen schmälern den Fahrspaß im Gebirge, geben dafür aber weniger Unebenheiten an die Insassen weiter. Wer sportlich fahren will, der sollte zumindest in die 20-Zöller investieren.
Die Serienbremsen sind ausreichend
Die beiden E-Maschinen leisten zu jeder Zeit ein brachiales Drehmoment und befördern den Taycan ordentlich nach vorne. Dank der enormen Rekuperationsleistung von bis zu 265 kW werden die Scheibenbremsen so selten benutzt, dass die optionalen Carbon-Keramik-Scheiben maximal auf der Rennstrecke vonnöten sind. Der Taycan bremst im Normalfall vollständig mit seinen E-Motoren.
Fazit von Andreas Huber: Der Taycan 4S wird den meisten Ansprüchen gerecht. Selbst mit den Serienfelgen macht der E-Porsche richtig Spaß – allerdings muss man dann aber auch ein paar Optionen fürs Fahrwerk hinzubestellen.
Porsche Taycan Turbo im Test
Im Test beweist der Porsche Taycan Turbo: Wo Porsche draufsteht, ist auch Porsche drin – daran ändert der Elektroantrieb nichts. Der Taycan ist sauschnell, sehr agil, luxuriös und technisch top. Laden geht jedoch nur an ausgewählten Ladestationen richtig flott, und die Sicht nach hinten ist trotz Kameras nicht gut.
Sport Turismo: mehr Alltagstauglichkeit
Als Sport Turismo in Shooting-Brake-Form verbindet der Taycan die Eleganz der Limousine mit der Praxistauglichkeit des Cross Turismo. Die Lenkung ist porschig direkt, das Fahrwerk verbindlich steif mit wenig Seitenneigung und manierlichem Komfort, die Praxistauglichkeit steigt als Sport Turismo nochmals.
Vergleichstests:
Gegen EQE und e-tron GT kommt er nicht an
Wir haben den Taycan gegen den Mercedes EQE 53 und den Audi RS e-tron GT zum Vergleich gebeten. Der Porsche zeigte sich wieder einmal als Spezialist in den typischen Disziplinen: Handling, Bremsen, Fahrgefühl. Gerade Kurven sind sein Revier. Doch der Platz in der zweiten Reihe ist knapp, und der Porsche ist teuer.
Den ausführlichen Vergleich finden Sie hier.
Taycan schlägt den Panamera
Im Duell Elektro gegen Verbrenner hat der Taycan gegenüber dem Panamera die Nase vorn. Er siegt im Fahrvergleich und wird klarer Punktsieger, weil er bei Preis und Unterhalt günstiger wegkommt. Nur emotional kann uns der Elektrosound nicht überzeugen – da liegt der V8 des Panamera unangefochten vorn.
Den ausführlichen Vergleich finden Sie hier.

Der Taycan lässt sich ähnlich wie ein Kart dirigieren – und fährt dem Panamera so den Rang ab.
Bild: Sven Krieger/AUTO BILD
Im Turbo S-Duell hat er das Nachsehen
In einer anderen Elektro-gegen-Verbrenner-Paarung muss der Taycan sich geschlagen geben: Wir lassen den 911 Turbo S und den Taycan Turbo S gegeneinander antreten – und zwar im Beschleunigungsduell. Dort kann der Elektro-Porsche den legendären Verbrenner nicht schlagen.
Den ausführlichen Vergleich finden Sie hier.
Auf der Rennstrecke schneller als der M8
Im Konzeptvergleich gegen den BMW M8 Gran Coupé legt der Taycan eine etwas schnellere Rundenzeit vor. Wer eine entsprechende Lademöglichkeit hat, wird mit dem Porsche glücklich. Doch der hat – mit Blick auf die Reichweite – Nachteile im Alltag. Puristen werden zum BMW greifen.
Den ausführlichen Vergleich finden Sie hier.
Note 2 im Alltagstest
Vorab können wir verraten: Ja, der Porsche Taycan kann Alltag. Das hat er im Test unter Beweis gestellt. Der Kofferraum reicht. Wenn man nur zu zweit fährt, gilt das auch für das Platzangebot. Dank der Schnellladetechnik lässt sich auch die nicht besonders hohe Reichweite in den Alltag integrieren. Dazu punktet er mit vielen Porsche-Tugenden, ist schnell und präzise.
Dauertest: 100.000 Kilometer mit dem Taycan
In unserem Dauertest brilliert der Taycan, kurz vor Testende mit über 95.000 Kilometern auf der Uhr scheint er noch Neuwagen-Qualität zu haben. Nach zwei Jahren und zahlreichen Updates lief dann auch das Infotainment ziemlich rund. Dafür hat das Schnellladen ab Testbeginn exzellent funktioniert, und DEKRA bescheinigt dem Akku nach all den Schnelllade-Exzessen auf unserer Mammutdistanz Neuzustand. Wenn man ihn artgerecht bewegt, säuft der Taycan allerdings auch wie ein 911er – nur eben Strom.
Den ausführlichen Test lesen Sie hier.
Langstreckentest: Der Weg ist das Ziel
Fliegen zum Termin kann jeder. Wir sind mit dem Taycan gefahren, plus Dachzelt. Für die über 500 Kilometer lange Strecke brauchen wir dann drei Stunden um Pause zu machen und zu laden, zehn Stunden sind Fahrzeit inklusive Fotostopps. Auf der schnellsten Route und ohne Bilder zu machen, hätten wir es wohl in sieben netto bzw. zehn Stunden brutto geschafft. Wer Termine hat, nimmt also lieber den Verbrenner, für eine entspannte Reise nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel" ist der Taycan aber genau das richtige Gefährt – und zumindest lokal emissionsfrei.
Den ausführlichen Test finden Sie hier.
Cross Turismo im Geländetest
Wir sind mit dem Taycan Cross Turismo zum Härtetest in den Steinbruch gefahren. Es reicht vielleicht nicht zur Elektroalternative für Defender-Piloten, überraschend talentiert ist er allemal. Und schnell. Nach einer Viertelstunde vorsichtigen Herantastens geht's mit Schwung durch den Schlamm. Herrlich dekadent.
Alle Infos zum Modell
- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test
Der Taycan punktet mit vielen Porsche-Tugenden, ist schnell und präzise.
Fazit
Auch der erste vollelektrische Porsche bleibt den Markentugenden treu. Unabhängig von der Motorisierung macht jede Taycan-Variante Spaß beim Fahren, beschleunigt wie eine Urgewalt, ist dazu sehr agil. Dank 800-Volt-Bordnetz lädt der Taycan mit der passenden Infrastruktur fix. Der Innenraum ist luxuriös, nach mehreren Updates sind wir auch mit dem Infotainment zufrieden.
Technische Daten im Überblick
Listenpreis
- 93.139 – 241.100 €
Leistung
- 326 – 1.034 PS
Höchstgeschwindigkeit
- 220 – 305 km/h
Elektrische Reichweite
- 358 – 579 km
Verbrauch (kombiniert)
- 16,7 – 22,6 kWh/100 km
0 – 100 km/h
- 2,2 – 5,4 s
Kofferraumvolumen
- 326 – 1.212 l
Anhängelast
- –
Technische Daten & Varianten

Porsche Taycan 1, Kombi
Bauzeitraum: seit 03/2021
1 Kraftstoffart
Elektrischer Strom
Fahrzeug-Variante
Leistung
0–100 km/h
Reichweite
Listenpreis
Taycan 4 Cross Turismo 03/2021 – 02/2024
380 PS
5,1 s
416 km
103.254 €
Taycan 4 Cross Turismo 02/2024 – 10/2024
435 PS
4,7 s
517 km
113.100 €
Taycan 4 Cross Turismo seit 01/2025
435 PS
4,7 s
531 km
114.200 €
29 weitere Varianten anzeigen

Porsche Taycan 1, Limousine
Bauzeitraum: seit 09/2019
1 Kraftstoffart
Porsche Taycan Bilder
Porsche Taycan Alternativen
Porsche Taycan

2/12
Auch sonst ist der Taycan schnell: Den Rundenrekord auf der Nordschleife des Nürburgrings für serienmäßige E-Autos hat er bereits zweimal geknackt! Interessanterweise ist Porsche bei seinem ersten Elektroauto der bekannten Nomenklatur treu geblieben, auch hier heißen die stärksten Varianten "Turbo", "Turbo S" und "Turbo GT".
Bild: AUTO BILD

3/12
Neben der Sportlimousine gibt es den Taycan auch noch in einer weiteren Karosserieform, die dank ihres Shooting-Brake-Hecks mehr Platz in Fond und Kofferraum bietet. Zunächst gab es diese Version nur als Cross Turismo, bei dem einige Offroad-Elemente – darunter Höherlegung und Rundum-Beplankung – Serie sind.
Bild: Porsche AG

4/12
Inzwischen gibt es aber auch einen Sport Turismo in der gleichen Form, aber ohne die Schlechtwege-Ausstattung.
Bild: Porsche AG

5/12
Optisch ist der Taycan ganz klar ein Porsche, außerdem übernimmt er viele Elemente der 2015 erstmals gezeigten Studie Mission E. In der Frontansicht wirkt das Elektroauto breit und flach.
Bild: Porsche AG

6/12
Zu den Kotflügeln hin wölbt sich die Motorhaube wie bei den Baureihen 718 und 911. Die Scheinwerfer bilden abgerundete Rechtecke, die das Porsche-typische Tagfahrlicht in Vierpunkt-Grafik tragen. Die Dachlinie erinnert an den Panamera, allerdings ist der Taycan kürzer, und er besitzt eine steiler abfallende Motorhaube.
Bild: Porsche AG

7/12
Wie von Porsche gewohnt, liegt der optische Fokus vor allem auf dem Heck des Taycan. Hier finden sich ein Porsche-Schriftzug aus echtem Glas, ein durchgängiges Leuchtenband und ein dezenter Heckdiffusor.
Bild: Porsche AG

8/12
Im Innenraum setzt Porsche auf Hightech, konventionelle Knöpfe gibt es lediglich am Lenkrad. Ansonsten wird alles per Touch gesteuert. Das 16,8 Zoll große Kombiinstrument übernimmt die Form klassischer Porsche-Cockpits und auch die Armaturen sind wie gewohnt rund.
Bild: Porsche AG

9/12
Alles in allem wirkt das modern, ohne übertriebenen Futurismus. Licht und Dämpfer lassen sich links und rechts des Displays über Touchflächen einstellen. Das Zentraldisplay misst 10,9 Zoll, optional erhält auch der Beifahrer einen Bildschirm, über den er die wichtigsten Funktionen bedienen kann.
Bild: Porsche AG

10/12
Über einen weiteren Touchscreen auf der Mittelkonsole wird die Klimaanlage eingestellt. Die Besonderheit: Auf dem Display kann auch der Luftstrom der einzelnen Luftausströmer-Düsen gesteuert werden.
Bild: Porsche AG

11/12
Die Verarbeitung ist tadellos. Die Sportsitze bieten nicht nur Halt, sondern auch Langstreckenkomfort – das gilt sogar in der zweiten Reihe. Trotz vier Türen gestaltet sich zwar der Einstieg zu den Rücksitzen selbst für Normalgewachsene nicht leicht.
Bild: Porsche AG

12/12
Bild: Porsche AG
Service-Links






























