Chevrolet Bolt EV: Fahrbericht

Chevrolet Bolt EV (CES 2016): Fahrbericht

— 07.01.2016

Ist das der neue E-Opel?

Chevrolet feiert auf der CES in Las Vegas mit den Bolt EV Weltpremiere. Der kleine Bruder des Volt soll mehr als 300 Kilometer weit kommen. Ein Ausblick auf einen kommenden E-Opel? Erster Fahrbericht!

Video: Chevrolet Bolt EV (CES 2016)

Neuer Chevy mit Potenzial

Als GM-Chefin Mary Barra im Rahmen ihrer Keynote auf der CES 2016 in Las Vegas dem Messepublikum erstmals den neuen Bolt EV in der Serienversion vorstellt, ist der Applaus riesig. Zu Recht. Der kleine Volt-Bruder macht sowohl optisch als auch technisch ordentlich was her. In den USA rollt der Bolt EV Ende 2016 rein elektrisch los und soll mit einer Batterieladung laut Chevrolet locker mehr als 300 Kilometer weit kommen. Die Preisliste beginnt bei knapp unter 30.000 Dollar. Wenn wir ernstzunehmenden Gerüchten Glauben schenken wollen (was wir hier sehr gern tun), ist das der kommende Elektro-Kompakte von Opel. Was der kleine Stromer auf der Piste drauf hat, hat AUTO BILD bei einer ersten Ausfahrt mit einem Vorserienfahrzeug in Las Vegas überprüft.
Alles zur Messe CES in Las Vegas

Beim Pylonentest verliert der Bolt EV im Sportmodus teilweise komplett die Bodenhaftung.

Sssssssss – schon bei leichtem Gasstoß surrt der Bolt fast geräuschlos mit Schmackes los, das unmittelbar anliegende Drehmoment peitscht den kompakten Elektriker auf der kleinen Testrunde auf dem Messegelände in Las Vegas kraftvoll durch die engen Kurven. Die Pylonen am Streckenrand leben gefährlich. Im Sportmodus (ungewöhnlich sowohl für ein E-Auto als auch in dieser Fahrzeugklasse) verliert der Bolt komplett die Bodenhaftung. Die kleinen, schmalen Räder sind leicht überfordert, das Auto droht auszubrechen. Obwohl Chevrolet die technischen Daten erst auf der Detroit Auto Show verrät, lässt ein Techniker durchblicken, dass der kleine Bruder des Volt in unter sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h spurtet. Wow! So viel Agilität hätte ich nicht erwartet.

CES 2016: Rundgang

Das Fahrwerk ist ordentlich abgestimmt, der Bolt liegt, wenn man es nicht allzu stürmisch angeht und mit moderatem Gasfuß unterwegs ist, gut auf der Straße. Die (beheizbaren) Sitze sind bequem, erstaunlich ist die Beinfreiheit im Fond. Die verdanken wir sehr kurzen Überhängen und einem daraus resultierenden langen Radstand. Der kleine, knackige Heckspoiler verleiht dem Bolt auch optisch ein wenig Sportlichkeit, von hinten sieht er den kleinen Opel-Modellen recht ähnlich. Nicht optimal ist die Rundumsicht: Die hinteren Fenster sind ziemlich klein, die C-Säule sehr breit. Lenkung und Bremse arbeiten, so weit das auf dem kleinen Testkurs zu erproben ist, solide.

CES 2016: Gefällt uns, gefällt uns nicht

An einer Schnellladestation soll die Batterie, die platzsparend im Fahrzeugboden untergebracht ist, nach rund eineinhalb Stunden aufgeladen sein. An der Haushaltssteckdose ist der Bolt über Nacht wieder voll einsatzbereit. Die Ladebuchse befindet sich vorn links am Fahrzeug. Alle Info- und Entertainment-Daten (Chevy MyLink) können über ein 10,2 Zoll großes Touchscreen-Display bedient und abgerufen werden. Das digitale Rundinstrument hält ebenfalls diverse Fahrdaten bereit. Und eine digitale Stoppuhr zum Aufzeichnen von Rundenzeiten. Das ist dann doch zu viel des Guten. Mit an Bord an technischen Features: OnStar, Android Auto sowie Apple CarPlay, 4G LTE, WiFi-Hotspot und kabelloses Laden von Smartphones. In der Mittelkonsole sind zwei USB-Buchsen sowie ein großes Staufach verbaut.

BMW i8 Mirrorless (CES 2016)

Durch den Sitz der Batterie unter dem Fahrzeug ist der Kofferraum recht groß, hier haben BMW i3 und Nissan Leaf das Nachsehen. Zwei Kameras am Heck erlauben eine Weitwinkelsicht über den Monitor beim Rückwärtsfahren, außerdem erhält der Fahrer per Knopfdruck eine 360-Grad-Rumdumsicht seines Fahrzeugs aus der Vogelperspektive (bei Schrittgeschwindigkeit und im Stand). Technische Daten veröffentlicht Chevrolet auf der Detroit Auto Show (11 bis 24. Januar 2016). Über potenzielle Verkaufszahlen wollten sich die Chevrolet-Verantwortlichen nicht äußern. Die 2015 zugelassenen 23.000 Volt sollten aber machbar sein, so ein Sprecher.

Chevrolet Bolt EV: Fahrbericht

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