Kia Niro (2016): Erste Fahrt

Kia Niro (2016) im Test: Erste Fahrt

— 17.02.2016

Sparfahrt im neuen Kia-SUV

Ein Crossover mit Hybridantrieb – ist der Kia Niro ein Modell für die Zukunft? AUTO BILD überprüft das auf einer Langstreckenfahrt.

Autozüchter haben es nicht leicht. Normale Pkw müssen bald auf die Liste der bedrohten Arten. Deshalb kreuzen sie etwas Neues. Ein bisschen Limo, etwas Geländewagen oder Kombi. Ergebnis: Crossover – die machen derzeit das große Rennen beim Kunden. Und, ganz modern, mit Hybridantrieb. Kia mixt beim Crossover Niro Benziner und Elektromotor. Kaum ist der erste Niro – vom Format her etwa Opel Mokka – in Europa angekommen, muss er auf die Autobahn. 562 Kilometer weit, vom Kia/Hyundai-Technikzentrum in Rüsselsheim nach Genf. Auf geht's. Rüsselsheim im Rückspiegel. Bei Kilometer 19,2 zeigt der Bordcomputer 8,2 Liter Durchschnittsverbrauch an.

Crossover sind Trend. Kia mixt beim Niro nicht nur optisch. Unterm Blech: Benziner und Elektromotor.

Beschleunigung wie am Schnürchen gezogen

Die technische Plattform teilt sich Kia mit dem Hyundai Ioniq. So ähnlich wie dieser fährt er auch. Dank Doppelkupplungsgetriebe heult der Niro beim Beschleunigen nicht so wie frühere Hybride – und er beschleunigt wie am Schnürchen gezogen. Nur manchmal geht ein kleiner Ruck durch den Kia, wenn der Benziner im Hybrid-Duo das Kommando übernimmt. Den Ruck gibt es allerdings nur, wenn man den 141 PS sportlich die Sporen gibt.

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Selbst bei 110 km/h fährt der Niro zwischendurch immer mal einige Hundert Meter elektrisch.

Sportlich um die Kurve

Verbrauch bei Kilometer 86,2: 6,2 Liter. Erfreulich: Kia lernt dazu. Die Lenkung, früher extrem teigig, zielt im Niro viel besser. Und die Fahrwerkabstimmung lässt in Kurven sogar sportliche Gefühle aufkeimen. Nachteil: Der Niro poltert etwas unbeholfen in Schlaglöcher und über Querfugen auf der Autobahn. Bei Kilometer 234 zeigt der Bordcomputer 5,0 Liter Verbrauch an. Bei rund 110 km/h soll die Tachonadel heute pendeln. Erstaunlich: Selbst bei diesem Tempo fährt der Niro zwischendurch immer mal einige Hundert Meter elektrisch.

Ein Lob für die Sitze

Verbrauch bei Kilometer 315: 5,1 Liter. Auch wenn bei diesem Tempo meist der Benziner läuft, bleibt es leise im Niro. Gut gedämmt, arbeitet der Vierzylinder im Verborgenen. Ein Lob für die Sitze: Sie treffen eine prima Mischung aus kuschelig weich und stützend straff. Für Typen mit langen Beinen fehlen längere Sitzflächen. Nach 400 Kilometern, zeigt der Bordcomputer 4,8 l/100 km. Am Ende der 562-Kilometer-Tour nach Genf waren es 4,86 l/100 km. Ordentlich, bei unserer extrem vorsichtigen Fahrweise aber auch keine Sensation.

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Andreas Borchmann

Andreas Borchmann

Fazit

Crossover mit Hybrid – der Niro ist ein spannender Mischling. Hohe Sitzposition, Doppelkupplungsgetriebe, komplette Ausstattung. Wenn der Preis stimmt, werden wir ihn in Zukunft häufiger treffen. Auch wenn der Verbrauch
höher ausfällt als in diesem Versuch.

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Hybrid SUV

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