Mercedes-AMG GT R (2016) im Test: Fahrbericht
Pisten-Spektakel mit der grünen Mamba
Neue Mercedes und AMG (2024, 2025)
585 PS, 700 Nm Drehmoment: AUTO BILD drehte im Mercedes-AMG GT R eine schnelle Runde. So giftig ist die grüne Mamba auf der Piste!
- Markus Mechnich
Video: Mercedes-AMG GT R (2017)
Echt giftig, dieser GT R
Auf einen Blick: Das ist der AMG GT R
Wer aus der grünen Hölle kommt, den dürfte nichts mehr schrecken. Wie als Markenzeichen dafür hat AMG dem GT R eine Sonderlackierung verpasst. "Green Hell Magno" heißt das matte Grün, das ausschließlich dem GT R vorbehalten bleiben wird. Aber das ist nicht nur Fassade. Entwickelt wurde der Super-GT für die Straße maßgeblich auf der Nordschleife des Nürburgrings. Und: Diese giftgrüne Mamba hat einiges an Technik vom 24-Stunden-Sieger GT3 geerbt. Schon in der Primeira, der ersten Kurve nach der Start-Ziel-Geraden, zeigt uns die giftgrüne Mamba ihre Beweglichkeit. Mit dem Heck leicht schwänzelnd steht der GT R auf der Vorderachse und lässt sich auf der Bremse herrlich feinfühlig ums erste Eck steuern. An unserem Testwagen ist die Keramik-Bremsanlage mit ihren pizzatellergroßen Scheiben (40,2 cm vorne, 36 cm hinten) montiert. Die verleiht dem GT R eine Verzögerung wie Lucky Lukes Pferd Jolly Jumper bei einer Vollbremsung kurz vor der Schlucht.
Der AMG GT R klebt fest am Asphalt

Der Mercedes-AMG GT R gehört zu den Stars des Festival of Speed im britischen Goodwood.
Bild: Werk
Alles zum AMG GT
700 Newtonmeter schieben den GT R an wie einen ICE
Fast zu schnell für die Kamera: In 3,6 Sekunden beschleunigt der GT R von 0 auf 100 km/h.
Bild: Werk (Andreas Lindhlar)
Der Sound im Race-Modus ist infernalisch
Der vier Liter große V8 hat im GT R zwei neue Turbolader mit veränderter Geometrie.
Bild: Werk (Andreas Lindhlar)
Dank Allradlenkung schlängelt sich der GT R um Kurven
AUTO BILD-Redakteur Markus Mechnich heizte im GT R auf der Rennstrecke in Portimao.
Bild: Werk (Andreas Lindhlar)
In 3,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h
Mit Vollgas rennt das Kind der grünen Hölle die Start-Ziel-Gerade hinab. Die 318 km/h Höchstgeschwindigkeit sind hier nicht zu erreichen. Die 3,6 Sekunden, die der GT R für das Erreichen von Landstraßentempo 100 brauchen soll, werden allerdings absolut glaubhaft. Auf knapp 260 km/h bringt es der AMG hier bis zum Bremspunkt. Dann greift wieder Karbon auf Keramik, und der Spaß einer neuen Runde mit der grünen Mamba in Portimao beginnt aufs Neue.
Fazit
Dieser Sportwagen ist wirklich ein Kind der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt, der Nordschleife. Der GT-R bringt alles mit, was es ein Supersportler braucht. Der brachiale Auftritt passt zum infernalischen Orchester des V8 und dazu kommt ein Handling vom Feinsten. Die grüne Mamba aus der grünen Hölle fühlt sich wirklich auf jeder Rennstrecke zu Hause. Ab März 2017 wird sie auch die Showrooms der Händler bereichern. Die Kunden wird der Mercedes-AMG GT-R aber erst mal um mindestens 165.410 Euro ärmer machen.
Service-Links

































































