Honda e (2020)

Honda e (2020)

Honda e Prototype (2020): Test, Preis, Interieur, reservieren, Auslieferung

Erste Infos zum Honda e

Der voll elektrische Honda e im Retro-Design kommt 2020 mit einem futuristischen Innenraum. AUTO BILD hat alle Infos und ist einen Prototyp gefahren!

Vorstellung und Marktstart: Serienversion kommt 2020

Hier kommt Hondas kleines Elektroauto: der Honda e. Zwar trägt der kleine Elektro-Honda noch den Beinamen "Prototype" – ist aber schon sehr seriennah. Doch bis der Kleine im Retrodesign (angelehnt an den ersten Honda Civic) beim Händler steht, wird noch etwas Zeit vergehen. Denn der Marktstart ist für 2020 angepeilt, Bestellstart ist im September 2019. Gegen eine Gebühr von 800 Euro kann man den Honda e bereits reservieren. Im Vergleich zur IAA-Studie Urban EV von 2017 ist der Prototyp des Honda e etwas rundlicher geraten. Trotzdem übernimmt die Serienversion größtenteils die Formensprache des Urban EV. Runde Scheinwerfer, glatte Karosserie und anstelle konventioneller Außenspiegel kleine Kameras. Um ein Verschmutzen und Trüben des Objektivs – etwa durch Wasser – zu verhindern, haben die Japaner an den Kameras Rinnen und Kanten installiert. Bei der Anzahl der Türen legt der Honda e gegenüber der ersten Studie zu: Statt der hinten angeschlagenen Türen wird die Produktionsversion vier Türen haben. Verheißungsvoll: Der Honda e steht auf einer neuen Plattform, die eigens für das Elektroauto entwickelt wurde und die Basis für weitere Stromer sein wird. Möglich ist alles im Rahmen des unteren A-Segments bis hin zum oberen B-Segment.

Innenraum: Auch innen retro

Das Cockpit der seriennahen Studie: Alle Informationen landen auf dem breiten Panorama-Bildschirm.

Der Einstieg ist sehr bequem, es fehlen nämlich die Schweller, über die man in anderen Autos die Beine wuchten muss. Im Innenraum finden sich nur so viele Knöpfe wie nötig, in der Mitte für die Klimaanlage, zwischen den Sitzen Tasten für Fahrmodi und Feststellbremse. Das Armaturenbrett trägt seinen Namen zu Recht, eine Tafel im Holz-Look, die sich über die gesamte Fahrzeugbreite zieht – so wie in den 70ern beim Civic. Darauf hat Honda eine Monitor-Landschaft gepackt. Links und rechts gucken wir "Hinten-TV"; zwei serienmäßige Kameras, die statt Spiegeln an den Türen montiert sind, projizieren ihre Bilder permanent. Zwei Smartphones können an das Infotainment gekoppelt und über den breiten Touchscreen bedient werden. Der Türgriff für die hintere Reihe liegt in der C-Säule, ist ein bisschen fummelig. Wenn man den Vordersitz auf 1,80 Meter eingestellt hat, sitzt man dahinter gut, muss die Beine aber anwinkeln, weil die Bank sehr flach eingebaut ist.

Fahren: Agil und dynmaisch unterwegs

Die Serienversion wird 150 PS und 300 Newtonmeter Drehmoment haben.

AUTO BILD ist bereits einen seriennahen Prototyp des Honda e gefahren. Viele Daten gibt Honda noch nicht raus, diese hier sind bekannt: Der E-Flitzer ist 3,90 Meter lang, 1500 Kilo schwer, er hat 150 PS und 300 Nm Drehmoment. In der Praxis bedeutet das: Er stürmt nach vorn wie ein Kettenhund, dann tritt man auf die Bremse und denkt wieder an den Hund, wenn die Kette zu Ende ist. Mit anderen Worten: Dieses Elektroauto geht wie die Sau und steht wie ein Bock, also im Rahmen seiner Möglichkeiten. Ist ja kein Supersportler. Honda hat da einen straffen, einen agilen Kleinen auf die Straße gestellt, der in seinen Fahreigenschaften an den Mini erinnert. So agil, so dynamisch ist er.
Die Gewichtsverteilung ist genau 50:50, das lässt den Honda e kurvengierig sein. Die Lenkung haben sie direkt ausgelegt, so fühlt er sich eher an wie ein Kart. Mit der 35,5 kWh großen Batterie soll das Auto laut WLTP-Norm über 200 Kilometer Reichweite haben. Klappt natürlich nicht, wenn man so fährt wie AUTO BILD auf dem Rundkurs. Mit Tempo 70 durch die Pylonengasse zu rasen, kann aber auch mit einem E-Auto Spaß machen. Erst recht, weil der Fahrzeugschwerpunkt ganz weit unten liegt, 50 Zentimeter über dem Asphalt, um genau zu sein. Und dazu dieser Wendekreis: 8,60 Meter, das sind 50 Zentimeter weniger als beim Twingo mit Heckmotor und nur 1,30 Meter mehr als beim Smart Fortwo, aber der hat ja auch zwei Sitze weniger.

Reichweite und Batterie: Rund 200 Elektro-Kilometer

Vier Türen statt zwei: Die Studie Urban EV hatte noch hinten angeschlagene Türen.

Um dem Trend zu immer höheren Gewicht als Folge maximierter Reichweite entgegenzuwirken, haben die Entwickler zugunsten des Fahrzeuggewichts die Reichweite mit der 35,5-kWh-Batterie auf rund 200 Kilometer angesetzt. Umso wichtiger wird eine schnelle Ladezeit: Die Batterie lädt innerhalb von 30 Minuten zu 80 Prozent auf. Das Laden geschieht per CCS2-Stecker, die Buchse versteckt sich hinter einer schwarzen Klappe auf der Fronthaube. Ungewöhnlich, aber der unkomplizierte Zugang zur Buchse stand oben im Lastenheft. Das Laden wird auch an einer haushaltsüblichen Schuko-Steckdose möglich sein.

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Technische Daten und Preis: 150 PS und 300 Nm

Die Serienversion wird 150 PS und 300 Newtonmeter Drehmoment haben.

Über die genauen Leistungsdaten schweigen sich die Japaner noch aus, lassen sich aber dann doch entlocken, dass die Serienversion 150 PS und 300 Newtonmeter Drehmoment haben wird. Bei einem Gewicht von etwa 1,5 Tonnen verspricht das vernünftige Fahrleistungen. Zumal der E-Honda Heckantrieb hat und damit genug Traktion. Allerdings wird der kleine Honda kein Schnäppchen sein. Die Japaner vergleichen das Auto und das zugehörige Preiskonzept mit Apples iPhone und iPad. Ob dieser Winkelzug aufgeht, wird sich zeigen. Mehr als 30.000 Euro sollte der Preis nicht betragen. Voraussichtlich wird es nur zwei Ausstattungslinien geben. Helfer wie der Totwinkel-Assistent und LED-Scheinwerfer sind serienmäßig.

Autoren: Wolfgang Gomoll,

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