Die besten Kompakt-SUV im Test 2025
Ein Modell belegt Platz eins UND zwei

Günstig, praktisch, gut ausgestattet – Kompakt-SUV sollen das alles abdecken. Das sind die besten Exemplare im AUTO BILD-Test 2025.
Bild: Skoda Auto, AUTO BILD /Olaf Itrich, Christoph Börries; Montage: AUTO BILD
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In den 1990er-Jahren erlebten Kompaktwagen einen wahren Boom – inzwischen setzen die Hersteller verstärkt auf kompakte SUV.
Diese gelten als wahre Allrounder: Sie bieten handliche Abmessungen, mit denen sich Parkplätze noch relativ leicht finden lassen, ausreichend Platz im Innenraum sowie eine erhöhte Sitzposition, was ein einfacheres Ein- und Aussteigen ermöglicht. Mittlerweile sind sie mit unterschiedlichsten Antriebsarten erhältlich – als klassische Verbrenner, Hybride oder vollelektrische Modelle.
Wir zeigen hier die besten Kompakt-SUV im AUTO BILD-Test 2025.
- Zwei Sieger: Skoda räumt doppelt ab – der Elroq gewinnt vor dem sportlichen Elroq RS. Dahinter teilen sich Kia EV3, BMW iX1 und BYD Atto 2 den dritten Platz.
- Elektro-Dominanz: Alle Modelle auf dem Treppchen fahren vollelektrisch, punkten mit hohem Komfort und moderner Technik, unterscheiden sich aber stark bei Reichweite und Preis.
- Das Segment: Im harten Test liegt der Fokus auf niedrigen Test-Verbräuchen und Preisen. Das Fahrwerk soll einen ausgewogenen Grundkomfort bieten.
Ganz vorn in den AUTO BILD-Tests des Jahres 2025 ist ein Elektro-Skoda: Der Elroq belegt den ersten und den zweiten Platz. Wie das geht? Ganz einfach: Das reguläre Modell und die Sportvariante RS konnten im Test überzeugen.
Platz 1: Skoda Elroq hat kaum Schwächen
Der Elroq sieht seinem großen Bruder, dem Skoda Enyaq, vorn und hinten zum Verwechseln ähnlich – auch technisch ist er eine geschrumpfte Version. Trotz kompakterer Maße bleibt mit einem Radstand von 2,77 Metern viel Platz im Innenraum.

Zu viert sitzt man sehr bequem im Elroq, der Kofferraum schluckt 470 bis 1580 Liter.
Bild: AUTO BILD / Tom Salt
Das Infotainment arbeitet flüssig; die zahlreichen Untermenüs sind logisch aufgebaut. Auch die Assistenzsysteme agieren vorausschauend: Der Elroq rekuperiert automatisch, wenn ein Kreisverkehr oder Tempolimit naht, und bietet diverse Parkassistenten – per App, per Einparkmodus oder autonom mit Fahrer im Fahrzeug.
Den Elroq haben wir mit dem 85 kWh großen Akku (286 PS und Hinterradantrieb) unter die Lupe genommen. Skoda-Piloten surfen hier auf einer gewaltigen Drehmomentwelle von 545 Nm. Über das adaptive Fahrwerk (kostet Aufpreis) lässt er sich flexibel an die gewünschte Gangart anpassen. Nur ein One-Pedal-Modus fehlt.
Platz 2: Skoda Elroq RS – der Dynamiker
Die sportliche RS-Variante des Elektro-SUV ist ein bisschen schärfer designt und hat mehr Leistung. 340 PS werden an alle vier Räder weitergegeben. Der Antrieb schiebt den Skoda jederzeit souverän an.

In 5,4 Sekunden sprintet der Sport-Elroq aus dem Stand auf Tempo 100.
Bild: Skoda Auto
Hier sind standesgemäß sportliche Vordersitze mit integrierten Kopfstützen und höheren Seitenwangen verbaut, die guten Seitenhalt bieten. Was fehlt, ist eine verlängerbare Sitzfläche. Und das Budget muss bei Preisen ab 53.710 Euro ein bisschen größer ausfallen.
Den dritten Platz unter den 2025 getesteten Kompakt-SUV teilen sich gleich drei Autos. Und es sind auch noch drei vollkommen unterschiedliche Typen. Alle drei haben jedoch eines gemeinsam: einen vollelektrischen Antrieb.

Der elektrische Kia EV3 gefällt mit ordentlichen Fahrleistungen.
Bild: AUTO BILD / Christoph Börries
Platz 3: Kia EV3 ist elektrisch und praktisch
Da wäre der Kia EV3, getestet mit 81,4 kWh großem Akku. Das 204 PS starke Elektro-SUV gefällt mit ordentlichen Fahrleistungen, gutem Platzangebot vorn wie hinten, und er ist einfach sehr variabel.
Das Bediensystem hat ein paar kleine Schrullen. Dazu gehört, dass die Sprachbedienung im Test unseren Wunsch nach einem anderen Radiosender zwar verstand – ihn aber nicht umsetzte. Unser Testwagen hatte die höchste Ausstattung "GT-Line". Dann hat der Kia zwar fast alles, was das Herz begehrt an Bord, wird aber recht teuer.
Platz 3: BYD Atto 2 für Budgetorientierte

Die Konnektivität des Atto 2 stimmt. Ein Handyschlüssel lässt sich einrichten, die Sprachsteuerung ist gut.
Bild: AUTO BILD / Olaf Itrich
Allerdings ist der Atto 2 auf Dauer nur für die Kurz- oder Mittelstrecke geeignet. Das Elektroauto hat mit knapp 45 kWh einen eher kleinen Akku, der reichte im Test nur für 238 Kilometer Reichweite. Und: Besonders fahraktiv ist der BYD nicht.
Platz 3: BMW iX1
Der Dritte im Bunde ist der BMW iX1: Wir haben das SUV als xDrive30, mit 314 PS, Allrad und feinen Extras wie z. B. dem M Sportpaket unter gecheckt. So liegt der iX3 satt auf der Straße, federt äußerst verbindlich, mit genügend Restkomfort.

Knackig: Mit den optionalen 19-Zöllern liegt der BMW iX1 stramm auf der Straße. Seine Lenkung ist aus der Mittellage etwas zu leichtgängig.
Bild: AUTO BILD / Olaf Itrich
Die Aktivsitze (aufpreispflichtig) unseres Testwagens halten Fahrer und Beifahrer fest. Auf der Rückbank sitzt man eher auf als in den Polstern.
Hinter dem BMW sortiert sich der bayrische Konzernbruder mit gleicher Plattform, der Mini Countryman D, mit der Note zwei ein. Dessen Premium-Qualität gefällt uns, der kleine Kofferraum weniger. Den Rang dahinter teilen sich erneut mehrere Fahrzeuge. Gleich viermal konnten wir unter den Kompakt-SUV die Note 2,1 vergeben: an den vollelektrischen Volvo EX40 mit 1,5 Tonnen Anhängelast, den Renault Symbioz mit feiner Abstimmung, dessen kleinerer und sparsamer Bruder Captur sowie den Cupra Formentor, der uns besonders durch seinen Komfort überzeugte.
Die Note 2,3 vergaben wir dreimal: an den günstigen und bequemen Opel Frontera, den Ford Puma, der sich dynamisch bewegen lässt und den Lynk & Co 01, mit seinem sicheren Fahrverhalten. Mit einem befriedigenden Ergebnis haben der wertstarke Dacia Duster und der solide Toyota Yaris Cross abgeschnitten – beide erhielten die Note 2,5. Gute Qualität bescheinigten wir dem MG ZS (Note 2,6) im Test.
Ob klassischer Benziner, sparsamer Hybrid oder vollelektrisches SUV: Wirklich schwach ist in diesem Segment kaum ein Modell.
Bei kompakten SUV kommt es nicht auf den schnellsten Sprintwert oder die hochwertigste Ausstattung an. Hier geht es um Alltagstauglichkeit – das heißt: Solide Fahrleistungen, gute Platzverhältnisse, ordentliches Infotainment und ein fairer Preis führen am ehesten zum Sieg in dieser Kategorie.
Im Fahrzeugtest kombiniert die Redaktion knallharte Messwerte mit ehrlichen Eindrücken aus der Praxis. Denn nur wer beides verbindet, kann wirklich sagen, wie gut ein Auto ist.
Bewertet wird nach einem festen Schema mit sieben Hauptkategorien: Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten. Dabei fließen sowohl objektive Größen wie Beschleunigung, Verbrauch oder Bremsweg als auch subjektive Faktoren wie Federungskomfort oder Bedienfreundlichkeit ein.
Wer vorne landen will, muss also mehr können, als nur schnell oder sparsam sein – entscheidend ist der beste Gesamteindruck.
Häufige Fragen zu kompakten SUV
Was ist ein kompaktes SUV?
Ein Kompakt-SUV verbindet die Vorteile eines SUV – etwa erhöhte Sitzposition, größere Bodenfreiheit und guten Überblick – mit den alltagstauglichen Abmessungen eines Kompaktwagens. In der Regel handelt es sich dabei jedoch nicht einfach um höhergelegte Kompakte: Kompakt-SUV verfügen meist über ein eigenständiges Design und setzen je nach Modell auf robustere Elemente wie markante Beplankungen oder sportliche Akzente.
Merkmale:
- Citytaugliche Maße: wendig, passt auf Standardparkplätze
- Variabler Innenraum: trotz kompakter Außenmaße ausreichend Kofferraumvolumen
- Vielseitiger Einsatz: alltags- und reisetauglich
- Antriebe: große Vielfalt
Kurz: Ein Kompakt-SUV ist ein vielseitiger Allrounder mit höherem Nutzwert als viele klassische Kompaktwagen. Die Länge bleibt in der Regel unter 4,60 Metern.
Was kosten kompakte SUV?
Die Preisspanne fällt je nach Marke, Ausstattung und Antrieb recht breit aus. Vollelektrische Modelle sind in der Regel teurer. Die Basispreise starten meist zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Eine Ausnahme bildet der Dacia Duster, dessen Preisliste bereits bei rund 20.000 Euro beginnt.
Für wen lohnt sich ein kompaktes SUV?
Kompakt-SUV eignen sich grundsätzlich für alle, die ein vielseitiges Auto mit viel Platz und hoher Sitzposition suchen. Das Angebot ist sehr breit gefächert – von sportlichen bis edlen Modellen ist alles dabei.
Welche Antriebe gibt es?
Kompakt-SUV gibt es mit allen wichtigen Antriebsvarianten. Einige Modelle bieten zudem eine Allradoption.
- Benziner: weit verbreitet, Mildhybrid-Unterstützung senkt den Verbrauch.
- Diesel: Angebot wird kleiner, für Vielfahrer aber weiterhin interessant – teils ebenfalls mit Mildhybrid-Technik
- Vollhybride: niedriger Verbrauch dank Elektrounterstützung, ganz ohne Ladestopps
- Plug-in-Hybrid: kurze Strecken elektrisch, auf der Langstrecke effizient unterwegs
- Elektro: zunehmend beliebt, inzwischen oft mit Reichweiten von über 400 Kilometern
Fazit
Kompakt-SUV kombinieren City-taugliche Abmessungen mit viel Platz im Innenraum, moderner Technik und einer großen Antriebsvielfalt. Dabei differenzieren sich die Modelle zunehmend – vom sportlichen Elroq RS über den preisbewussten Duster bis hin zum Mini Countryman mit Lifestyle-Anspruch. Wer hier fündig werden will, sollte also genau wissen, worauf er Wert legt: Komfort, Dynamik, Design oder Platzangebot.
Auf den vorderen Plätzen der besten Kompakt-SUV 2025 finden sich hauptsächlich Elektro-Modelle. Aber auch Verbrenner bieten starke Gesamtpakete. Insgesamt bewegen sich alle Kandidaten auf hohem Niveau – sicher im Fahrverhalten, mit überzeugenden Bremsen und vielen Assistenten. Das macht die Klasse so vielseitig und attraktiv wie nie.
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