BMW Z4 (2018): Test, Erste Infos, Motoren, Marktstart

BMW Z4 (2018): Test, Erste Infos, Motoren, Marktstart

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Das wird der neue BMW Z4

BMW will wieder einen echten Roadster bauen: Der mit Toyota entwickelte Z4 kommt mit klassischem Stoffverdeck. AUTO BILD hat neue Bilder des unverhüllten Z4 und ist ihn schon gefahren!

Vorstellung: Der BMW Z4 ist geleakt

Das ist der ganz neue BMW Z4 – und zwar ungetarnt! Im Internet sind erste inoffizielle Fotos des Roadster auf der Webseite SupraMKV.com aufgetaucht. Die drei Fotos zeigen das voraussichtliche Topmodell Z4 M40i von allen Seiten. Sicher ist: Der neue Z4 wird wieder ein echter Roadster! Im direkten Vergleich zur Studie BMW Concept Z4 hat sich überraschend wenig geändert. Klar, die Speedster-Höcker hinter den Kopfstützen, die filigranen Außenspiegel und der Mattlack wurden nicht übernommen. Dafür ähnelt die Front mit den extra breiten Nieren und den großen Lufteinlässen der Studie. Statt normaler Nierenstäbe setzt BMW ein Gitter ein, das an den 328 Mille Miglia von 1939 erinnern soll. Die Scheinwerfer sind besonders scharf gezeichnet. Erstmals bei einem aktuellen BMW-Modell liegen die Tagfahrlichter nicht neben-, sondern übereinander. Bei der Front spricht BMW von einer Neuinterpretation der hauseigenen Ikonen.
Auch das Heck mit dem integrierten Bürzel und den eckigen Endrohren ist nah dran an der Studie. Die L-förmigen Rückleuchten sind etwas entschärft, dafür sind die vertikalen Luftschlitze rechts und links bekannt. Eine starke Ähnlichkeit zum neuen BMW 8er ist klar vorhanden. Einen deutlichen Unterschied zwischen Showcar und Serienversion scheint es aber dennoch zu geben: Wie schon durch zahlreiche Erlkönig-Sichtungen vermutet, ist der Radstand beim neuen Z4 kürzer als beim Z4 Concept. Das Gewicht des neuen Z4 dürfte durch den Einsatz von Carbon bei rund 1400 Kilo liegen. Das wären rund 150 Kilo weniger als beim 2016 ausgelaufenen Z4 E89. Noch bevor die endgültige Serienversion des Roadster auf dem Pariser Autosalon (2. bis 14. Oktober 2018) präsentiert wird, gibt es Gerüchte, dass BMW eine sehr seriennahe Studie auf der Car Week in Pebble Beach (17. bis 24. August 2018) zeigen wird. Noch Ende 2018 soll der neue Z4 zu den BMW-Händlern rollen. Die Preisliste wird bei rund 35.000 Euro starten.

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BMW Z4 Illustration

Innenraum: Zweifarbiges Interieur für die Studie

Volle Konzentration auf den Fahrer. Das Cockpit ist extrem fahrerorientiert. Die zweifarbige Gestaltung soll das verdeutlichen.

Der Innenraum des Concept Z4 ist zweigeteilt und BMW-typisch fahrerorientiert. Um diese Fokussierung zu verdeutlichen arbeitet BMW bei der Studie mit einem zweifarbigen Interieur. Beifahrersitz, Armaturenbrett und Teile der Mittelkonsole sind orange. Fahrersitz, Instrumententafel und Lenkrad sind schlicht schwarz und sollen eine Art Kanzel darstellen. Die Sitze hat BMW mit einem asymmetrischen Muster versehen. Die Instrumente sind voll digital und das große Display auf der Mittelkonsole ist leicht angeschrägt designt. Dafür sind beide Bildschirme auf einer Höhe und sollen wie eine zusammenhängende Einheit wirken. Das Lenkrad mit roten Schaltwippen ist extrem geschüsselt, hat einen Laptimer in die untere Spange eingearbeitet und wird in dieser Form wohl nicht in Serie kommen. Die Carbon-Einstiegsleisten könnten für die Topversion reserviert sein. Auffällig: Der Gangwahlhebel des Automatikgetriebes schaut auf Fotos so gar nicht nach BMW aus. Ein erster Hinweis auf die Toyota-Kooperation?

Fahren: Der Z4 ist ein waschechter Roadster

Der kommende Z4 ist ein ausgeprägtes Fahrerauto mit einer ordentlichen Alltagstauglichkeit.

Unsere Testfahrt in einem Prototyp des M40i fand auf der BMW-Rennstrecke im südfranzösischen Miramas statt. Dort ist sofort aufgefallen, dass der neue Z4 spurtstark und kurvengierig ist, ohne es zu übertreiben. Das liegt auch an seinem erstklassigen Reihensechser. Es gibt kaum einen Konkurrenzmotor, der Geschwindig- und Geschmeidigkeit so gut verbindet. Dazu passt die Achtstufenautomatik, die als erstes BMW-Automatikgetriebe in Bezug auf Timing und Tempo gleichauf mit dem bislang unerreichten Porsche-PDK liegt. Anders ausgedrückt: Selbst ein guter Fahrer schaltet kaum besser. Im Fahrmodus "Sport Plus" spricht der Sechszylinder noch giftiger an und das Z4-Heck hat deutlich mehr Bewegungsfreiheit. Um bessere Rückmeldung zu geben, erfordert in diesem Modus auch die Lenkung mehr Kraftaufwand. Obwohl das Handling des 1490 Kilo schweren Z4 süchtig macht, hat es auch ein paar kleinere Schwächen: Der Vorderachsgrip beim Einlenken lässt etwas zu wünschen übrig, und beim Bremsen hat der Roadster einen zu starken Hang zum Untersteuern. BMW könnte dem offenen Sportler auch etwas mehr von der aus dem M2 bekannten Zackigkeit spendieren. Trotzdem ist der neue Z4 kein weichgespülter Cruiser, sondern ein echter Roadster.

Motoren: Handschalter nur im Basis-Z4

Mit dem neuen Z4 kehrt BMW wieder zum klassischen Stoffverdeck zurück.

Der intern G29 genannte Z4 kommt mit Vier- und Sechszylinder-Motoren auf den Markt. Der Basismotor (18i) leistet 150 PS und entwickelt 250 Newtonmeter Drehmoment, die über ein Sechsgangschaltgetriebe auf die Hinterräder verteilt werden. Darüber rangiert der 2,0 Liter große 30i mit 265 PS und einem Drehmoment von 390 Newtonmetern. Ab dieser Leistungsstufe aufwärts sind alle Motoren an ein achtstufiges Automatikgetriebe gekoppelt. Die vorläufige Topmotorisierung wird der M40i. Hier setzt BMW auf den markentypischen Reihensechszylinder, der im Top-Z4 360 PS entwickelt und 500 Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmt. Später im Modellzyklus könnte als Spitzenmodell der Z4 M mit über 400 PS folgen.

BMW Z4 (2018): Test, Erste Infos, Motoren, Marktstart

Gebrauchtwagen: Topmodell ist der Z4 sDrive35is mit 340 PS

Anders als die Vorgänger Z3 und Z4 bekam der E89 ein Metallklappdach. Gebraucht starten die Preis für den Z4 bei knapp 15.000 Euro.

Im Gegensatz zu Z3 und Z4 hatte der seit 2009 gebaute Z4 der zweiten Generation erstmals ein Metallklappdach. Der intern E89 genannte Roadster wurde von 2009 bis 2016 gebaut. Nach über 115.000 Stück wurde die Produktion eingestellt. Mit etwas Glück starten gebrauchte BMW Z4 E89 bei knapp 15.000 Euro. 100.000 Kilometer und mehr Laufleistungen sind dabei die Regel. In diesen unteren Preisregionen ist der Z4 sDrive23i die am häufigsten angebotene Motorisierung. Der 2,5-Liter-Sechszylinder leistet im Z4 204 PS, wurde aber 2012 durch den Z4 sDrive20i mit 184 PS starkem Vierzylinder ersetzt. Gleichzeitig wurde der Z4 sDrive30i (258 PS) gestrichen und dafür der Z4 sDrive28i (245 PS) angeboten.

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BMW M145iBMW i20 Illustration
2013 bekam der Roadster nach gut vier Jahren ein Facelift. Dabei wurden die Scheinwerfer um LED-Technik erweitert und die Rückleuchten ummodelliert. Mit der Überarbeitung hat BMW zudem den neuen Einstiegsmotor Z4 sDrive18i mit 156 PS eingeführt. Facelift-Modelle ab Baujahr 2013 oder jünger vom Privatverkäufer starten gebraucht bei gut 20.000 Euro.

Gebrauchter BMW Z4 im Test

Wer einen Z4 mit über 300 PS haben möchte, muss zum sDrive35i mit 306 PS greifen – gebrauchte Exemplare aus den Baujahren 2011 oder 2012 gibt es ab rund 27.000 Euro. Anders als beim ersten Z4 gab es beim E89 keinen Z4 M. Das Topmodell Z4 sDrive35is hat einen Dreiliter-Sechszylinder mit 340 PS. Damit sprintet der Roadster in 4,8 Sekunden auf 100 km/h. Aus zweiter oder dritter Hand ist der Z4 sDrive35is selten. Unter 33.000 Euro geht auch gebraucht gar nichts. Dafür schneidet die zweite Generation des Z4 beim Gebrauchtwagentest überdurchschnittlich gut ab. Allerdings gab es zwei Rückrufaktionen für das Cabrio: Bei den Modelljahren von 2009 bis 2012 konnte im Einzelfall die Servounterstützung ausfallen. Der Grund: ein Fehler in der Steuerelektronik. Z4 mit Vierzylindermotoren der Baujahre 2012 und 2013 hatten vereinzelt Probleme an der Nockenwelle.
Überblick: Gebrauchte BMW Z4

Autoren: Jan Götze, Georg Kacher, Elias Holdenried

Stichworte:

Sportwagen Roadster

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