Mercedes A-Klasse W177 (2018): Alle Infos

Mercedes A-Klasse W177 (2018): Alle Infos

Mercedes A-Klasse W177 (2018): Vorschau, Technik und Erlkönig

— 03.03.2017

So scharf wird die neue A-Klasse

2018 startet die vierte Generation der Mercedes A-Klasse. Der Baby-Benz wird größer – und deutlich stärker: Bis zu 470 PS soll die AMG-Version leisten!

Risiko war die Mercedes-Devise beim Generationswechsel von den ersten beiden A-Klassen zur aktuellen Version. Vom Hochsitz zum schnittigen Kompakten. Und das Risiko hat sich ausgezahlt. Der kleinste Mercedes verkauft sich gut. Deshalb ist es gar nicht nötig, die nächste Auflage komplett neu zu erfinden. Viel wichtiger ist es, die Kritikpunkte zu entschärfen. Deshalb wird die neue A-Klasse (Projektnummer W 177) geräumiger und praktischer. Anhand neuer Erlkönigfotos erkennt man die viel später nach hinten abfallende Dachlinie, die im Idealfall die Kopffreiheit im Fond erhöht und den Einstieg erleichtert. Die künftig geteilten Rückleuchten verbessern in Verbindung mit der breiteren Heckklappe das Beladen. Kameras optimieren die Rundumsicht. Das größere hintere Seitenfenster und die neue Dachkontur lassen den Wagen gestreckter wirken. Von hinten sieht die neue A-Klasse geduckter und bulliger aus, von vorne überrascht sie mit Schlitzaugen-Scheinwerfern und einem Coupé-Grill, dessen Kontur an den bauähnlichen Infiniti Q30 erinnert.

Revolutionärer Innenraum

Revolutionär ist der Innenraum des kleinsten Benz: Zu den Highlights gehören das Lenkrad mit den zwei Multifunktionstasten, das große Touchpad in der Mittelkonsole als Ersatz für den Comand-Controller und der breite Farbbildschirm, der sich auf Wunsch auch dem Beifahrer öffnet. Das innovative Bedienkonzept kennen wir aus der E-Klasse. Weil der Sechsgang-Handschalter bleibt, behält auch der Automatikwählhebel seinen angestammten Platz.

Zahlreiche Ableger

Die A-Klasse wird es weiterhin nicht als Dreitürer geben. Der angedachte Einsteiger ist damit ebenso vom Tisch wie das Coupé und der Roadster. So sehen die Palette und der Zeitplan aus:
• A-Klasse Fünftürer: April 2018
• A-Klasse Limousine (inklusive einer Langversion für China und USA): Oktober 2018
B-Klasse: Februar 2019
CLA: April 2019
CLA Shooting Brake: Juli 2019
GLB (Crossover): September 2019
GLA: April 2019.

Sämtliche Versionen bedienen sich im Teileregal mit dem Kürzel MFA2, der zweiten Generation der modularen Frontantriebsarchitektur. Die ist flexibel genug angelegt, um neben dem Verbrenner alle wesentlichen alternativen Antriebe unterzubringen. Obwohl die Langversion der ersten A-Klasse ein Flop war, sind in Zukunft wieder zwei verschiedene Radstände angesagt – im GLB in Kombination mit drei Sitzreihen.

EQ-A und EQ-B mit 400 Kilometer Reichweite

Die nächste A-Klasse steht fett da, Schlitzaugen und Coupé-Grill stehen ihr gut.

Eine elektrifizierte B-Klasse hat wohl der tödliche Blitz getroffen. Stattdessen soll die E-Technik zunächst im teureren ELC auf Basis des GLC eingeführt werden. Im nächsten Schritt darf dann auch Familie A an die Steckdose. Mit Batterien im Bauch will Mercedes Ende 2020 nur GLB und GLA anbieten, denn die Hochboden-Varianten bieten deutlich mehr Platz für die Akkus. Diese EQ-A und EQ-B teilen sich das 60 kWh/260 Nm starke Batteriepaket und den E-Motor mit circa 150 kW. Die Reichweite soll echte 400 Kilometer erreichen.

Kompaktklasse-Neuheiten bis 2020

VW Golf 8 Illustration Ford Focus Illustration BMW 1er Illustration

AMG-Version mit 470 PS

Trotz Fortschritten in Sachen E-Mobilität fahren Benziner und Diesel auch in der nächsten A-Klasse vorweg. Die von Renault zugelieferten Einsteigsmotoren verteilen ihr Hubvolumen von 1,2 und 1,3 Liter über vier Zylinder, die Leistung liegt mit 109 bis 163 PS leicht über BMW-Niveau. Der 2,0-Liter-Benziner, der im A 250 der laufenden Serie für 218 PS gut ist, soll dem Nachfolger mit 231 PS Beine machen. Zwischen A 250 und dem A 45 AMG will Mercedes den A 40 positionieren, der mit 340 PS dem 1er M Performance - natürlich rein zufällig – ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefert. AMG entwickelt für das A-Klasse-Topmodell derweil einen neuen Vierzylinder, der in seiner extremsten Ausprägung mit 470 PS und 500 Nm in den Ring steigen soll – Midlhybrid und E-Boost-Effekt nicht mitgerechnet. Mercedes pflegt das Kennzeichen D, und zwar in Form einer Leistungsspritze für den A 200 d mit 150 statt 136 PS und für den A 250 d mit 194 statt 177 PS.

Serienmäßig bei allen Benziner- und Dieselantrieben ist der Mildhybrid samt 48-Volt-Bordnetz und Riemenstarter-Generator. Mit 15 kW und 70 Nm kann das System nicht nur Booten und Verbraucher wie Klimaanlage und Sitzheizung mit Strom versorgen, sondern auch elektrisch ein- und ausparken. Ein Leckerbissen könnte auch die optionale elektrifizierte Hinterachse werden, die mit bis zu 70 kW Leistung und einer emissionsfreien Reichweite von knapp 100 km aufhorchen lässt. Ernst machen will Mercedes auch bei der A-Klasse mit Plug-in. Auf B-Klasse-Basis erwarten Branchenkenner eine Kleinserie mit Brennstoffzellenantrieb. Mit 100 kW und 320 Nm gehört der mit Wasserstoff betriebene Stromer allerdings nicht zu den Schnellsten im Lande. Der Preis für die Basis-Version liegt zum Marktstart 2018 bei 25.000 Euro.

Alle Mercedes-Modelle bis 2021

Mercedes-AMG GT4 Illustration Mercedes SL Illustration Mercedes GLA Illustration

Ab 15.000 Euro: Die aktuelle Mercedes A-Klasse als Gebrauchter

Die erste Generation (W176) mit ganz neuen Design wird günstiger.

Auch als Gebrauchter ist die A-Klasse kein Schnäppchen. Seit 2012 ist das aktuelle Modell (Typ W 176) auf dem Markt, Exemplare mit rund 100.000 Kilometern auf dem Tacho starten bei 15.000 Euro. Der Generationswechsel war ein Paukenschlag, der Sandwichboden und die hohe Sitzposition des Vorgängers W169 verschwanden, dafür aber wurde auch dessen typischstes Problem beseitigt: der Türkantenrost. Die Langzeitqualität des W176 stimmt, Fahrwerk und Lenkung sind auf Agilität getrimmt – mit dem Facelift 2015 kamen ein neues Infotainment sowie ein etwas komfortableres (und optional verstellbares) Fahrwerk hinzu. Nur mit der Übersichtlichkeit hapert es in der A-Klasse. Ansonsten nerven nur Kleinigkeiten wie die billige Kofferraumabdeckung, undichte Xenon-Scheinwerfer oder klappernde Glasdächer – gut so, denn Ersatzteile sind teilweise atemberaubend teuer (Generator für 1320 Euro). Bei den Motoren kommen Benziner und Diesel mit einer Leistung zwischen 90 und 360 PS beim sportlichen AMG A 45 zum Einsatz. Für Traditionalisten sind die 160er und 180er Diesel mit Renault-Technik und Zahnriemen (Wartungsintervall: alle 200.000 Kilometer oder alle zehn Jahre) ein Stilbruch, doch das umgearbeitete Aggregat leistet gute Arbeit in der A-Klasse.

A-Klasse (W 176): Gebrauchtwagen-Test

Mercedes A-Klasse (W 176) Mercedes A-Klasse (W 176) Mercedes A-Klasse (W 176)

Autoren: Georg Kacher, , Michael Gebhardt

Stichworte:

Kompaktklasse

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung