Bildergalerie BMW Z4 (2018)

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BMW Z4: Test

Das wird der neue BMW Z4

BMW baut wieder einen echten Roadster: Der neue Z4 kommt mit klassischem Stoffverdeck. AUTO BILD hat die Sitzprobe und den Fahrbericht!

Vorstellung: Front und Heck vom 8er inspiriert

Das ist der neue BMW Z4! Zum Auftakt zeigt BMW den Z4 M40i als First Edition, die im Farbton "Frozen Orange metallic" an die Studie von 2017 erinnern soll. Das Sondermodell kommt schon in der Serie mit Ausstattungsdetails, die bei späteren Modellvarianten aufpreispflichtig sein werden (unter anderem Hochglanz Shadow Line und 19-Zoll-Bicolor-Felgen). Insgesamt wird der neue Z4 wieder ein echter Roadster! Im direkten Vergleich zur Studie BMW Concept Z4 hat sich überraschend wenig geändert. Klar, die Speedster-Höcker hinter den Kopfstützen und die filigranen Außenspiegel wurden nicht übernommen. Dafür ähnelt die Front mit den extra breiten Nieren und den großen Lufteinlässen der Studie. Statt normaler Nierenstäbe setzt BMW ein Gitter ein, das an den 328 Mille Miglia von 1939 erinnern soll. Die Scheinwerfer sind besonders scharf gezeichnet. Erstmals bei einem aktuellen BMW-Modell liegen die Tagfahrlichter nicht neben-, sondern übereinander. Bei der Front spricht BMW von einer "Neuinterpretation der hauseigenen Ikonen".

Mit dem neuen Z4 kehrt BMW zum klassischen Stoffverdeck zurück.

Auch das Heck mit dem integrierten Bürzel und den eckigen Endrohren ist nah dran an der Studie. Die L-förmigen Rückleuchten sind etwas entschärft, dafür sind die vertikalen Luftschlitze rechts und links bekannt. Eine starke Ähnlichkeit zum neuen BMW 8er ist klar vorhanden. Einen deutlichen Unterschied zwischen Showcar und Serienversion scheint es aber dennoch zu geben: Wie schon durch zahlreiche Erlkönig-Sichtungen vermutet, ist der Radstand beim neuen Z4 kürzer als beim Vorgänger. Die Achslastverteilung liegt bei 50:50. Das Gewicht des neuen Z4 liegt durch den Carbon-Einsatz vollgetankt bei 1480 Kilo. Sein Debüt wird wird der Z4 auf dem Pariser Autosalon (2. bis 14. Oktober 2018) geben. Noch Ende 2018 könnte der neue Z4 zu den BMW-Händlern rollen. Die Preisliste wird bei rund 35.000 Euro starten.

Neue Cabrios (2018, 2019, 2020 und 2023)

BMW Z4 Illustration

Innenraum: Fahrerorientiert und wertig

Das Cockpit des Z4 nimmt deutliche Anleihen beim neuen BMW 8er.

Das wichtigste Feature im Innenraum des BMW Z4 ist das neue Digital-Cockpit (Live Cockpit Professional), das auch BMW 8er und X5 bekommen. Dabei handelt es sich um ein frei konfigurierbares 10,25-Zoll-Display komplett ohne Schablonen. Daneben sitzt ein weiteres 10,25-Zoll-Display, das optisch mit den Armaturen verbunden und an der Seite leicht angeschrägt ist. Die Temperatur-Anzeige zwischen den mittigen Lüftungsdüsen ist vom BMW 8er bekannt. Darunter befinden sich die Tasten zur Klimabedienung. Alle Bedienelemente sind zum Fahrer geneigt. Der Gangwahlhebel für das Automatikgetriebe wurde vom 8er übernommen und lässt sich jetzt besser mit der ganzen Hand greifen als der alte kantige Schalthebel. Der Startknopf sitzt in der Mittelkonsole und nicht mehr im Armaturenträger – auch hier stand der 8er Pate. Das Sondermodell "First Edition" erhält eine schwarze Lederausstattung mit Dekorsteppung, Ambiente-Licht, ein Harman Kardon Surround-System und elektrisch verstellbare Sitze mit Memory-Funktion, die angenehmen Seitenhalt bieten, ohne zu fest zuzugreifen. Bedienelemente wie die Ausrichtungsregler für die Lüfter sind beim neuen Z4 hochwertiger verarbeitet. Aluminium schmeichelt den Fingern eben mehr als Plastik. Gleiches bei den Schaltpaddeln, die nun nicht mehr nur am Rand eingefasst, sondern komplett aus Metall sind.
Fazit von Redakteur Robin Hornig: BMW hat an den richtigen Stellen nachgebessert. Der neue Z4 ist im Cockpit deutlich wertiger als der Vorgänger. 

Fahren: Der Z4 ist ein waschechter Roadster

Der kommende Z4 ist ein ausgeprägtes Fahrerauto mit einer ordentlichen Alltagstauglichkeit.

AUTO BILD ist den Z4 bereits gefahren. Erster Eindruck: Auf kurvigen Landstraßen lässt sich der Z4 deutlich flotter und agiler durch die Windungen lenken als sein Vorgänger. Der Grund hierfür sind die deutlich größeren Spurweiten vorn (plus 98 mm) und hinten (plus 57 mm), der tiefere Fahrzeugschwerpunkt und die im Verhältnis 50:50 ausbalancierte Achslastverteilung
. Auch sonst haben die Ingenieure einiges getan, um den Fahrspaß zu steigern. Die Steifigkeit der Roadster-Karosserie ist erhöht worden, die neue Konstruktion von Vorder- und Hinterachse sorgt für mehr Komfort – auch im ansonsten eher ruppig ausgelegten Sport-Modus. Das Rezept für richtiges Roadster-Feeling bleibt aber gleich: Fenster runter, Windschott weg, dann wird der Wind wieder zum Friseur. So, wie es sich in einem offenen Zweisitzer gehört.
Im Fahrbetrieb nimmt einem der Z4 aber auch jegliche Zweifel am Stoffverdeck. Geschlossen bläht es bei schneller Fahrt nicht auf, ist ausgezeichnet gedämmt und weist eine sehr gute Wärmeisolierung auf. Wie das geht? Unterm Stoff sind feste Formteile verborgen, die es fast zu einer Mischung aus Hardtop und Stoffverdeck machen.
Der optimale Motor für den Z4 ist ganz klar der Sechszylinder im M40i: Souverän und präzise reagiert er auf jeden Befehl des Gaspedals, zieht so schnurstracks durch, dass Überholen und Kurvenjagden genauso eine Freude sind wie genussvolles Cruisen am Strand oder selbst Fahrten im Feierabendverkehr. Ein wesentlicher Komfortfaktor: die Achtgang-Steptronic. Sie schaltet präzise und kaum merkbar, dem jeweils gewählten Fahrmodus angepasst. Geht man im Sportmodus vom Gas, wird das Abbremsen deutlich vernehmbar von Zwischengas umrahmt. Die variable Sportlenkung ist für exakte Kurvenfahrten bestens ausgelegt.

Ausstattung: Zwei Ausstattungspakete

BMW bietet den Z4 in den Paketen "Sport Line" und "M Sport" an. So verfügt beispielsweise der 30i schon in der Basis über eine Lederausstattung, bei der verschiedene Farben zur Auswahl stehen (Schwarz, Elfenbeinweiß, Cognac und Magmarot). Als M Sport kommen Sportsitze und ein M-Lederlenkrad in den Innenraum des Z4, auch die Pedalerie und die Fahrer-Fußstütze sind mit einem M-Logo versehen. Das Topmodell M40i erhält auch einige Alleinstellungsmerkmale im Innenraum. Dazu zählen die blauen Kontrastnähte, die Sicherheitsgurte mit eingewebten M-Streifen und die Überrollbügel in Ceriumgrau. Der M40i bekommt zudem das adaptive M-Sportfahrwerk, die M-Sportbremsanlage und das M-Sportdifferenzial. Auch eine Reihe an Assistenzystemen gibt's im neuen Z4: darunter die aktive Geschwindigkeitsregelung, die Spurwechsel-Warnung und das Head-up-Display.

Connectivity: Z4 mit neuem Live Cockpit Professional

Das Herzstück der Connectivity im Z4 ist ein Display-Duo bestehend aus zwei 10,25 Zoll großen Displays, die als digitales Kombiinstrument und zentralen Touchscreen dienen. Als Betriebssystem nutzt der Z4 das neue BMW Operating System 7.0, das BMW bereits im neuen X5 und 8er vorgestellt hat. Das neue System soll für mehr Aufmerksamkeit beim Fahren sorgen, weil es Navidaten direkt im Kombiinstrument anzeigt. Die Grafikanzeigen sind individualisierbar. Am iDrive Controller hält BMW trotzdem fest – er sitzt rechts vom Gangwahlhebel. Das Navi ist lernfähig, zusätzlich gibt es den bekannten USB-A- und den neuen USB-C-Anschluss, Bluetooth und eine WLAN-Schnittstelle. Mit Microsoft 365 mit Skype for Business wird er zum rollenden Büro. So lassen sich beispielsweise Emails anzeigen, vorlesen, per Spracheingabe neue Nachrichten schreiben und Termine verwalten. Über eine eingebaute SIM-Karte mit unbegrenztem Datenvolumen hält sich das Infotainment auf dem neuesten Stand und lässt Apps auch ohne Smartphoneanbindung laufen. Via Smartphone-App lässt sich der Z4 öffnen und schließen. Sobald das mit dieser Technik kompaktible Smartphone in der Ablage oder auf der induktiven Ladefläche des Roadsters liegt, kann man sogar den Motor starten. Ist die optionale Rückfahrkamera verbaut, kann man sich die 360-Grad-Anzeige nicht nur im Z4 sondern auch auf dem Smartphone einblenden lassen.

Motoren: Z4 kommt ohne Handschalter

Sechs Zylinder für das Topmodell: Der BMW Z4 M40i leistet 340 PS.

Der intern G29 genannte Z4 kommt mit Vier- und Sechszylinder-Motoren auf den Markt. Der Basismotor 20i leistet 197 PS und entwickelt 320 Newtonmeter Drehmoment, die über eine Achtgangautomatik auf die Hinterräder verteilt werden. Darüber rangiert der ebenfalls 2,0 Liter große 30i mit 258 PS und einem Drehmoment von 400 Newtonmetern. Die vorläufige Topmotorisierung und das einzige Modell zum Marktstart wird der M40i sein. Hier setzt BMW auf den markentypischen Reihensechszylinder, der im Top-Z4 340 PS entwickelt. So motorisiert kommt der Z4 mit Sportfahrwerk, M-Sportbremsanlage und dem elektronsich geregelten M-Sportdifferenzial zum Kunden. Der M40i soll laut BMW den Spurt auf 100 km/h in 4,6 Sekunden meistern. Ob ein M-Modell noch nachgereicht wird, gibt BMW auch auf Nachfrage nicht bekannt.

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Gebrauchtwagen: Topmodell ist der Z4 sDrive35is mit 340 PS

Anders als die Vorgänger Z3 und Z4 bekam der E89 ein Metallklappdach. Gebraucht starten die Z4-Preise bei knapp 15.000 Euro.

Im Gegensatz zu Z3 und Z4 hatte der seit 2009 gebaute Z4 der zweiten Generation erstmals ein Metallklappdach. Der intern E89 genannte Roadster wurde von 2009 bis 2016 gebaut. Nach über 115.000 Stück wurde die Produktion eingestellt. Mit etwas Glück starten gebrauchte BMW Z4 E89 bei knapp 15.000 Euro. 100.000 Kilometer und mehr Laufleistungen sind dabei die Regel. In diesen unteren Preisregionen ist der Z4 sDrive23i die am häufigsten angebotene Motorisierung. Der 2,5-Liter-Sechszylinder leistet im Z4 204 PS, wurde aber 2012 durch den Z4 sDrive20i mit 184 PS starkem Vierzylinder ersetzt. Gleichzeitig wurde der Z4 sDrive30i (258 PS) gestrichen und dafür der Z4 sDrive28i (245 PS) angeboten.

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BMW 1er IllustrationBMW 1er Illustration
2013 bekam der Roadster nach gut vier Jahren ein Facelift. Dabei wurden die Scheinwerfer um LED-Technik erweitert und die Rückleuchten ummodelliert. Mit der Überarbeitung hat BMW zudem den neuen Einstiegsmotor Z4 sDrive18i mit 156 PS eingeführt. Facelift-Modelle ab Baujahr 2013 oder jünger vom Privatverkäufer starten gebraucht bei gut 20.000 Euro.

Gebrauchter BMW Z4 im Test

Wer einen Z4 mit über 300 PS haben möchte, muss zum sDrive35i mit 306 PS greifen – gebrauchte Exemplare aus den Baujahren 2011 oder 2012 gibt es ab rund 27.000 Euro. Anders als beim ersten Z4 gab es beim E89 keinen Z4 M. Das Topmodell Z4 sDrive35is hat einen Dreiliter-Sechszylinder mit 340 PS. Damit sprintet der Roadster in 4,8 Sekunden auf 100 km/h. Aus zweiter oder dritter Hand ist der Z4 sDrive35is selten. Unter 33.000 Euro geht auch gebraucht gar nichts. Dafür schneidet die zweite Generation des Z4 beim Gebrauchtwagentest überdurchschnittlich gut ab. Allerdings gab es zwei Rückrufaktionen für das Cabrio: Bei den Modelljahren von 2009 bis 2012 konnte im Einzelfall die Servounterstützung ausfallen. Der Grund: ein Fehler in der Steuerelektronik. Z4 mit Vierzylindermotoren der Baujahre 2012 und 2013 hatten vereinzelt Probleme an der Nockenwelle.
Überblick: Gebrauchte BMW Z4

Autoren: Andreas Huber, Jan Götze, Jürgen Wolff,

Stichworte:

Sportwagen Roadster

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