● Neue Mercedes C-Klasse startet bei über 40.000 Euro
Limousine und T-Modell nur noch mit Vierzylinder-Motoren
● Connectivity (MBUX) und Hinterachslenkung wie in der S-Klasse

Neue Mercedes C-Klasse kostet über 40.000 Euro

Die Mercedes C-Klasse ist der Bestseller in Daimlers Pkw-Sparte. Mit der Baureihe W 206 startet der Mittelklasse-Mercedes in seine fünfte Modellgeneration. Die 2021er C-Klasse wird größer, im Styling sportlicher und fährt in Zukunft immer als Mildhybrid mit vier Zylindern vor. Die Erwartungen sind hoch, denn der Vorgänger verkaufte sich weltweit 2,5 Millionen Mal und war damit das wichtigste Volumenmodell von Mercedes. Natürlich wird es die neue Generation neben der Limousinen-Variante auch wieder als T-Modell (Kombi) geben – in Deutschland sind zwei Drittel der C-Klassen Kombis. Seit Marktstart im Juni 2021 muss sich die neue C-Klasse an den traditionellen Konkurrenten Audi A4 und BMW 3er messen lassen.
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Durch die verbaute Technik steigt der Preis im Vergleich zum Vorgänger: Das Basismodell C 180 knackt die 40.000-Euro-Marke und ist ab 41.138 Euro zu haben. Das bei den Deutschen beliebte T-Modell  startet als C 180 bei 43.316 Euro. Wer es teurer und schneller möchte, der darf gegen Jahreswechsel 2021/2022 mit dem AMG-Ableger der C-Klasse planen – der Mercedes-AMG C 63 soll allerdings keinen V8 mehr unter der Haube haben. Preislich dürfte es auch hier eine Aufwärtsbewegung geben. Und: Zusätzlich gibt es erstmals für die C-Klasse eine robustere All-Terrain-Variante mit Höherlegung und Allradantrieb.
Die Preise der neuen C-Klasse auf einen Blick:
Benziner
● Mercedes C 180 ab 41.138 Euro (T-Modell ab 43.316 Euro)
● Mercedes C 200 ab 44.798 Euro (T-Modell ab 46.975 Euro)
● Mercedes C 200 4Matic ab 47.178 Euro
● Mercedes C 300 ab 47.892 Euro
● Mercedes C 300 4Matic ab 50.272 Euro
Diesel
● Mercedes C 200 d ab 44.173 Euro (T-Modell ab 46.351 Euro
● Mercedes C 220 d ab 47.178 Euro (T-Modell ab 49.355 Euro)
● Mercedes C 220 d 4Matic ab 49.558 Euro (T-Modell ab 51.735 Euro)
● Mercedes C 300 d ab 51.789 Euro (T-Modell ab 53.967 Euro)
● Mercedes C 300 d 4Matic ab 54.169 Euro

Mercedes C-Klasse Limousine
Die C-Klasse leuchtet nach dem Modellwechsel immer per LED-Technik.

W 206 wächst für mehr Platz im Innenraum

Die C-Klasse wächst. Sowohl Limousine als auch T-Modell strecken sich jetzt auf rund 4,75 Meter Länge – im Fall der Limousine bedeutet das einen Zuwachs von 6,5 cm. Auch der Radstand wird größer. Die Entwickler spendieren 2,5 cm mehr Platz zwischen den Achsen, sodass sich deren Abstand jetzt auf rund 2,87 Meter summiert.
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Auch in der Breite gibt es ein Plus zu verzeichnen: Mit 1,82 Metern ist die neue C-Klasse einen Zentimeter breiter als bislang. Die Verlängerung des Radstands und die Verbreiterung der Karosserie sollen den Platzverhältnissen im Innenraum zugutekommen. Das Kofferraumvolumen im Kombi nimmt um 30 Liter zu. Die Abmessungen im Überblick:
Mercedes C-Klasse Limousine (W 206)
Länge: 4751 mm (+65 mm)
Breite: 1820 mm (+10 mm)
Höhe: 1438 mm (-9 mm)
Radstand: 2865 mm (+25 mm)
Kofferraumvolumen: 455 l

Kein Mercedes-Stern mehr auf der Haube

Formensprache und Proportionen der C-Klasse werden merklich sportiver. Der vordere Überhang ist knackig kurz, auf der Motorhaube repräsentieren zwei Powerdomes in Blech gestanzte Muskeln, und die Scheinwerfer sind schmaler ausgeformt. Auch der tief platzierte Grill bekommt eine neue Kontur und trägt mittig stets einen Stern. Muss er auch, denn den klassischen, aufgesetzten Stern auf der Haube wird es nicht mehr geben. Für den gestreckt-sportlichen Look haben die Designer das Greenhouse nach hinten gezogen und die Chromleiste über dem Nummernschild entfernt. Stattdessen sollen die zweigeteilten Rückleuchten für Wiedererkennungswert sorgen und dem C-Heck optisch mehr Stämmigkeit verleihen. Woran man die Neuauflage sonst noch erkennt, zeigt AUTO BILD im Vergleich Alt gegen Neu.

Für Kombi-Fans bleibt das T-Modell im Programm

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Mercedes C-Klasse T-Modell (2021): Neuvorstellung - Preis - Info - Kombi

So kommt die neue C-Klasse als Kombi


Natürlich gibt es die neue C-Klasse auch wieder als Kombi. Optisch ist das T-Modell (S 206) mit der Limousine (W 206) bis zur B-Säule identisch. Auch der Kombi wird länger – 49 Millimeter mehr gibt es beim S 206. Analog zur Limousine wachsen der Radstand um 25 Millimeter und die Breite um 10 Millimeter. Der Kombi verliert zugunsten der sportlichen Linie ebenfalls an Höhe, allerdings fällt der Verlust einen Hauch geringer aus; im Innenraum-Kapitel klären wir, ob das Auswirkungen auf die Platzverhältnisse hat. Ein ordentliches Plus gibt es beim Kofferraumvolumen zu verzeichnen: Sowohl mit aufgestellter als auch mit umgelegter Rücksitzbank bietet die neue Generation 30 Liter mehr Stauraum.

Die Abmessungen des T-Modells im Überblick:

Länge: 4751 mm (+49 mm)
Breite: 1820 mm (+10 mm)
Höhe: 1455 mm (-7 mm)
Radstand: 2865 mm (+25 mm)
Kofferraumvolumen: 490 l/1510 l (+30 l/+30 l)

Innenraum wie in der Mercedes S-Klasse

Ein Highlight der neuen C-Klasse ist eindeutig der Innenraum. Die Cockpit-Architektur ist derart neu, dass sie den Widescreen der E-Klasse einfach überspringt und direkt zum Layout der neuen S-Klasse übergeht. Das heißt: Analoge Instrumente gibt es nicht mehr, dafür einen Bildschirm vorm Lenkrad (10,25 sind Serie; optional 12,3 Zoll). Dieser dient als Kombiinstrument – mitsamt den bekannten Anzeigeoptionen. Für die Bedienung von Infotainment und Klimafunktionen gibt es ein hochkant stehendes Riesendisplay, das sich praktisch nahtlos aus der Mittelkonsole emporhebt. Anders als bei der S-Klasse ist dieses Zentraldisplay (Serie 9,5 Zoll, optional 11,9 Zoll) aber um sechs Grad zum Fahrersitz geneigt. Das verleiht der C-Klasse ein sportlicheres Raumgefühl. Passend dazu ist der Armaturenträger schlanker gestaltet als bisher.
Mercedes C-Klasse Limousine
Das Cockpit-Layout entspricht dem der S-Klasse, nur dass das Zentraldisplay zum Fahrer geneigt ist.
Alles wirkt leichter und moderner in der neuen C-Klasse. Aber auch ein Blick nach rechts und links lohnt sich: Die Armauflagen stehen nach vorne hin frei wie Sprungbretter im Freibad und können so als Zuziehhilfe dienen. Es mag übertrieben klingen, aber sie tragen viel zum luftigen Raumgefühl auf den vorderen Sitzen bei. Die Zahlen bestätigen diesen Eindruck: Mercedes gibt für die vorderen Plätze 26 mm mehr Schulterfreiheit an. Hinten können sich auch Großgewachsene entspannt auf Reisen begeben, denn hier weist das Datenblatt bis 35 Millimeter mehr Kniefreiheit aus – passt wunderbar.

Technik-Feuerwerk für die C-Klasse W 206

Analog zur neuen S-Klasse wartet auch die C-Klasse mit einem wahren Technik-Feuerwerk auf. Das zentrale MBUX-Display haben wir bereits kennengelernt. Die Funktionen des Infotainments allerdings noch nicht – sie entsprechen in weiten Teilen denen der S-Klasse (hier geht's zum Connectivity-Check). So kann die neue C-Klasse neben den Standardfunktionen Sprachbefehle erlernen, den Zugriff aufs Smarthome ermöglichen und Augmented-Reality-Inhalte in den Zentralmonitor spiegeln. Neue Infotainment-Funktionen kommen per Over-the-air-Update ins Fahrzeug. Optional gibt es darüber hinaus ein Head-up-Display (9x3 Zoll).
Mercedes C-Klasse T-Modell
Die Anmeldung im MBUX-System erfolgt über einen Fingerabdrucksensor – so simpel wie beim Smartphone.

Der Regeltempomat "Distronic" leitet jetzt bis 100 km/h (vorher 60 km/h) eine Bremsung ein. Für den Lenkassistenten verspricht Mercedes eine verbesserte Spurerkennung mithilfe der 360-Grad-Kamera. Die Verkehrszeichenerkennung liest auch Einschränkungen oder Ergänzungen – zum Beispiel, ob ein Tempolimit nur "bei Nässe" gilt. Zudem gibt es eine Stoppschild- und eine Rote-Ampel-Erkennung.
Neben der modernisierten und erweiterten Software hat sich Mercedes auch um die Hardware in der C-Klasse gekümmert: So verkleinert die optionale Hinterachslenkung den Wendekreis der neuen C-Klasse auf 10,64 Meter (minus 43 cm), und die Lenkübersetzung ist direkter ausgelegt als bislang. Passend dazu spendieren die Ingenieure eine neue Vierlenkerachse vorne und legen das Fahrwerk grundsätzlich dynamischer aus. Auf Wunsch und gegen Aufpreis gibt es adaptive Dämpfer und ein Sportfahrwerk.

Erste Fahrt mit der neuen C-Klasse

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Mercedes C-Klasse (2021): Test - erste Fahrt - Motor - Preis - Info

So fährt die neue Mercedes C-Klasse


Bei der ersten Fahrt kann die neue C-Klasse als C 300 d punkten. Nicht nur mit seinen beiden Turboladern ist der Diesel um fixes Ansprechverhalten bemüht. Das Ganze ist auch als Mildhybrid mit 48-Volt-Technik ausgelegt. In die Neunstufenautomatik ist ein Startergenerator integriert, der bei Bedarf zusätzliche 20 PS zu den 265-Diesel-PS beisteuert. Ein Luftfahrwerk gibt es optional nicht mehr für die C-Klasse, nur die Plug-in-Version kommt noch mit einer Luftfeder an der Hinterachse. Trotz allem ist das verbaute Stahlfahrwerk komfortabel, neigt aber bei schnellen Geschwindigkeiten etwas zum Schaukeln. Den vollständigen Fahrbericht zur C-Klasse finden sie hier!

Fazit von Stefan Novitski: Die neue C-Klasse begeistert mit S-Klasse-Bedienung, Komfort und herausragendem Fahrverhalten dank Hinterachslenkung.

C-Klasse nur noch mit vier Zylindern und Automatik

Die große Revolution findet in der C-Klasse im Motorraum statt: Hier arbeiten in Zukunft nur noch Vierzylinder-Motoren. Alle Motorisierungen kombinieren ein 48-V-Bordnetz mit einem integrierten Starter Generator (ISG), der seine Kraft direkt auf die Kurbelwelle gibt. So ausgerüstet kann die C-Klasse segeln, beim Sprint gibt's einen Boost von 15 kW und 200 Nm Drehmoment, und beim Bremsen wird automatisch rekuperiert. Immer an Bord ist auch das Automatikgetriebe 9G-Tronic. Als Handschalter gibt es die C-Klasse nicht mehr.
Der OM 654 M genannte Diesel bekommt eine neue Kurbelwelle, wodurch der Hubraum von 1950 ccm auf 1992 ccm steigt. Zwei wassergekühlte Turbolader mit variabler Turbinengeometrie machen dem Selbstzünder Druck, der sich in drei Leistungsstufen niederschlägt: 163 PS (C 200 d), 200 PS (C 220 d) und 265 PS (C 300 d) leisten die Dieselversionen der C-Klasse. Für den C 220 d bietet Mercedes auf Wunsch Allrad an.
Mercedes C-Klasse Limousine
Die Felgen der neuen C-Klassen haben Durchmesser von 17 bis 19 Zoll.

Bei den Benzinern stehen zwei Vierzylinder mit 1,5 bzw. 2,0 Liter Hubraum zur Wahl. Die Leistungsspanne reicht von 170 PS im C 180 über 204 PS im C 200 bis hin zu 258 PS im C 300. Die beiden letztgenannten Motorisierungen gibt es auch mit Allradantrieb. Neben den klassischen Verbrennern wird es den W 206 auch mit einem Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang geben. Mit 95 kW (129 PS) rein elektrischer Antriebsleistung soll die C-Klasse dann 100 Kilometer WLTP-Reichweite schaffen. Bis zu einer Geschwindigkeit von 140 km/h kann der elektrische Antrieb genutzt werden. Der 25,4-kWh-Akku kann per Gleichstrom geladen werden und soll mit einem 55-kW-DC-Lader rund 30 min für eine vollständige Ladung brauchen. Als Verbrenner ist der 204 PS starke M 254-Benziner verbaut, was eine Systemleistung von 313 PS und ein Systemdrehmoment von 550 Nm ergibt.

Als Gebrauchtwagen ist die C-Klasse in der Regel solide

Als Gebrauchtwagen gibt es in der Regel wenig Fallstricke bei der Mercedes C-Klasse. Die beiden Vorgänger-Generationen schneiden beim TÜV eigentlich immer ziemlich gut ab. Vor allem der direkte Vorgänger W 205 hat keine Probleme eine Plakette zu bekommen.
Hinweis
Gebrauchte Mercedes C-Klassen mit Garantie
Kehrseite der Medaille sind für Gebrauchtkäufer die hohen Preise. Beim W 204 sollte man einen genauen Blick auf die Achsen werfen, dann erhält man ein solides Fahrzeug zu mittlerweile vertretbaren Preisen. Ausführliche Infos gibt es in unserem Gebrauchtwagen-Check zur Mercedes C-Klasse!