Mercedes A-Klasse W177 (2018): Alle Infos

Mercedes A-Klasse W177 (2018): Vorschau

— 29.07.2016

Die A-Klasse will auf den Golf-Platz

Im April 2018 startet die vierte Generation der A-Klasse von Mercedes. Der Baby-Benz wird geräumiger und praktischer, um in der Golf-Klasse noch mehr zu punkten.

Risiko war die Mercedes-Devise beim Generationswechsel von den ersten beiden A-Klassen zur aktuellen Version. Vom Hochsitz zum schnittigen Kompakten. Und das Risiko hat sich ausgezahlt. Der kleinste Mercedes verkauft sich gut. Deshalb ist es gar nicht nötig, die nächste Auflage komplett neu zu erfinden. Viel wichtiger ist es, die Kritikpunkte zu entschärfen. Deshalb wird die neue A-Klasse (Projektnummer W 177) geräumiger und praktischer – und entdeckt den Golf-Platz!
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Video: Mercedes A-Klasse (2018)

Die neue A-Klasse

Wie die Designer und Techniker das angestellt haben? Die viel später nach hinten abfallende Dachlinie erhöht die Kopffreiheit im Fond und erleichtert den Einstieg. Die künftig geteilten Rückleuchten verbessern in Verbindung mit der breiteren Heckklappe das Beladen. Kameras optimieren die Rundumsicht. Das größere hintere Seitenfenster und die neue Dachkontur lassen den Wagen gestreckter wirken. Von hinten sieht die neue A-Klasse geduckter und bulliger aus, von vorne überrascht sie mit Schlitzaugen-Scheinwerfern und einem Coupé-Grill, dessen Kontur an den bauähnlichen Infiniti Q30 erinnert.

Revolutionärer Innenraum

Revolutionär ist der Innenraum des kleinsten Benz: Zu den Highlights gehören das Lenkrad mit den zwei Multifunktionstasten, das große Touchpad in der Mittelkonsole als Ersatz für den Comand-Controller und der breite Farbbildschirm, der sich auf Wunsch auch dem Beifahrer öffnet. Das innovative Bedienkonzept kennen wir aus der E-Klasse. Weil der Sechsgang-Handschalter bleibt, behält auch der Automatikwählhebel seinen angestammten Platz. Obwohl die Ausstattungsvielfalt reduziert werden muss, denken die Schwaben über ein AMG-Paket nach Art der Audi-S-Modelle und BMW M Performance nach.

Zahlreiche Ableger

Die A-Klasse wird es weiterhin nicht als Dreitürer geben. Der angedachte Einsteiger ist damit ebenso vom Tisch wie das Coupé und der Roadster. So sehen die Palette und der Zeitplan aus:
• A-Klasse Fünftürer: April 2018
• A-Klasse Limousine: Oktober 2018
B-Klasse: Februar 2019
CLA: April 2019
CLA Shooting Brake: Juli 2019
GLB (Crossover): September 2019
GLA: April 2019.

Sämtliche Versionen bedienen sich im Teileregal mit dem Kürzel MFA2, der zweiten Generation der modularen Frontantriebsarchitektur. Die ist flexibel genug angelegt, um neben dem Verbrenner alle wesentlichen alternativen Antriebe unterzubringen. Nur die Brennstoffzelle gibt wohl erst 2025 ihren Einstand. Obwohl die Langversion der ersten A-Klasse ein Flop war, sind in Zukunft wieder zwei verschiedene Radstände angesagt – im GLB in Kombination mit drei Sitzreihen.

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Plug-in-Hybride mit 100 Kilometer Reichweite

Die nächste A-Klasse steht fett da, Schlitzaugen und Coupé-Grill stehen ihr gut.

Eine elektrifizierte B-Klasse hat nach übereinstimmenden Aussagen im Frühjahr der tödliche Blitz getroffen. Stattdessen soll die E-Technik zunächst im teureren ELC auf Basis des GLC eingeführt werden. Im nächsten Schritt darf dann auch Familie A an die Steckdose. Mit Batterien im Bauch will Mercedes nur GLB und GLA anbieten, denn die Hochboden-Varianten bieten deutlich mehr Platz für die Akkus. Ein Leckerbissen ist die optionale elektrifizierte Hinterachse, die mit bis zu 70 kW Leistung und einer emissionsfreien Reichweite von knapp 100 km aufhorchen lässt. Ernst machen will Mercedes auch bei der A-Klasse mit Plug-in. Das Funktionsprinzip hat drei Komponenten: quer eingebauter Verbrenner, neues Neungang-Doppelkupplungsgetriebe und dazwischen ein Generator mit rund 50 kW.

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AMG-Version mit über 400 PS

Trotz Fortschritten in Sachen E-Mobilität fahren Benziner und Diesel auch in der nächsten A-Klasse vorweg. Die kleinen 1,5-Liter-Selbstzünder mit 95 und 122 PS werden von Renault zugeliefert. Der 2,2-Liter-Diesel muss einer neu konstruierten 2,0-Liter-Maschine weichen, die mit 163 und 194 PS die Messlatte wieder ein paar kW höher hängt. In Verbindung mit dem bis zu 75 kW starken E-Baustein gibt es so viel Leistung und Drehmoment, dass Allrad Pflicht wird. Ein Dreizylinder ist nicht vorgesehen, wohl aber ein neuer 2,0-Liter-Benziner. Wir erwarten drei Versionen mit 129, 156 und 211 PS. Auch hier kann mit E-Power relativ problemlos aufgerüstet werden. Noch schärfer sind der A 40 AMG mit 306 PS und der A 45 AMG, dessen Sportmotor selbst mit 408 PS nicht ausgereizt ist. In Affalterbach denkt man bereits über einen von 75 auf 115 kW leistungsgesteigerten Performance-Plug-in-Hybriden nach.

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Ab 15.000 Euro: Die aktuelle Mercedes A-Klasse als Gebrauchter

Die erste Generation (W176) mit ganz neuen Design wird günstiger.

Auch als Gebrauchter ist die A-Klasse kein Schnäppchen. Seit 2012 ist das aktuelle Modell (Typ W 176) auf dem Markt, Exemplare mit rund 100.000 Kilometern auf dem Tacho starten bei 15.000 Euro. Der Generationswechsel war ein Paukenschlag, der Sandwichboden und die hohe Sitzposition des Vorgängers W169 verschwanden, dafür aber wurde auch dessen typischstes Problem beseitigt: der Türkantenrost. Die Langzeitqualität des W176 stimmt, Fahrwerk und Lenkung sind auf Agilität getrimmt – mit dem Facelift 2015 kamen ein neues Infotainment sowie ein etwas komfortableres (und optional verstellbares) Fahrwerk hinzu. Nur mit der Übersichtlichkeit hapert es in der A-Klasse. Ansonsten nerven nur Kleinigkeiten wie die billige Kofferraumabdeckung, undichte Xenon-Scheinwerfer oder klappernde Glasdächer – gut so, denn Ersatzteile sind teilweise atemberaubend teuer (Generator für 1320 Euro). Bei den Motoren kommen Benziner und Diesel mit einer Leistung zwischen 90 und 360 PS beim sportlichen AMG A 45 zum Einsatz. Für Traditionalisten sind die 160er und 180er Diesel mit Renault-Technik und Zahnriemen (Wartungsintervall: alle 200.000 Kilometer oder alle zehn Jahre) ein Stilbruch, doch das umgearbeitete Aggregat leistet gute Arbeit in der A-Klasse.

A-Klasse (W 176): Gebrauchtwagen-Test

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Autoren: Georg Kacher,

Stichworte:

Kompaktklasse

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