SUV sind seit Jahren auf der Beliebtheitsskala der deutschen Autokäufer ganz oben zu finden. Kein Wunder, schließlich sitzt man angenehm hoch über dem Verkehr, reist komfortabel und kann in den meisten Fällen Anhänger hinter sich herziehen und sogar leichtes Gelände meistern. Nur so richtig umweltfreundlich sind viele der dicken Brummer nicht, Hybrid-Versionen hin oder her.

Die neun günstigsten Elektro-SUV

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Dacia Spring
UVP ab 22.550 EUR/Ersparnis bis zu 7403,00 EUR
Peugeot e-2008
UVP ab 27.200 EUR/Ersparnis bis zu 10.452,00 EUR
Mazda MX-30
UVP ab 35.990 EUR/Ersparnis bis zu 10.835,00 EUR
Citroën ë-C4 Electric
UVP ab 34.040 EUR/Ersparnis bis zu 10.207,00 EUR
Hyundai Kona Elektro
UVP ab 36.400 EUR/Ersparnis bis zu 11.892,00 EUR
Opel Mokka-e
UVP ab 37.650 EUR/Ersparnis bis zu 10.711,00 EUR
Skoda Enyaq iV
UVP ab 42.100 EUR/Ersparnis bis zu 9474,00 EUR
Hyundai Ioniq 5
UVP ab 43.900 EUR/Ersparnis bis zu 11.408,00 EUR
VW ID.4
UVP ab 46.335/Ersparnis bis zu 8534,00 EUR

Elektro-SUV bieten genau das. Sie sind mit den typischen Qualitäten ihrer Fahrzeugklasse ausgestattet und fahren dazu lokal emissionsfrei. Hier kommen neun auf dem deutschen Markt aktuell günstige Modelle. Die folgende Bestenliste zeigt zudem, welche der neun Kandidaten es bei carwow.de (AUTO-BILD-Kooperationspartner) zu welchen Konditionen zu kaufen gibt (Stand: 29. September 2022).

1. Dacia Spring

Wir fangen sehr preiswert an: Mit dem Spring hat Dacia sein erstes Elektroauto auf den Markt gebracht. Wie zu erwarten, ist der E-Rumäne vor allem günstig. Dacia gibt die unverbindliche Preisempfehlung auf der deutschen Internetseite mit 20.490 Euro an. Werden 9570 Euro Elektrobonus davon abgezogen, bleiben 10.920 Euro übrig.
Dacia Spring Electric 45
Dacia hat den Spring markentypisch auf günstig getrimmt. 230 Kilometer Reichweite werden versprochen.
Dafür bekommt der potenzielle Interessent ein 45 PS starkes Elektroautochen mit 230 Kilometer Reichweite. Die Abmessungen des als Stadtauto konzipierten Spring sind erfreulich kompakt. Optisch sieht der Rumäne ein wenig wie der kleine Bruder des Dacia Sandero Stepway aus. Beim Fahren lässt man es am besten ruhig angehen. Das schont die Reichweite.

2. Peugeot e-2008

Der Peugeot e-2008 fährt wie seine beiden Konzernbrüder in dieser Liste mit 136 PS vor. Die lassen den Franzosen flink durch die Stadt wuseln und erlauben ihm außerhalb, entspannt im Verkehr mitzuschwimmen. Im Eco-Modus zieht die Elektronik bei 150 km/h mit Rücksicht auf die Reichweite den Stecker. Dann braucht der e-2008 aber auch weniger Ladestopps. An einer 100-kW-Ladesäule dauert der Stopp im besten Fall nur 30 Minuten. Der Peugeot e-2008 fährt so gut wie die Verbrenner und hat genauso viel Platz. Die Reichweite eignet sich gut für den Alltag zwischen Heim, Büro und Supermarkt. Dieses SUV passt super in die Stadt. Listenpreis: ab 35.450 Euro.

3. Mazda MX-30

Mazda bleibt dem firmeneigenen Credo der erfrischenden Andersartigkeit mit dem MX-30 treu. Der Name ist höchstens eine Hommage an den Bestseller-Roadster. Konzeptionell haben die beiden Fahrzeuge nichts gemeinsam. Der MX-30 sieht gut aus und glänzt mit der Wertigkeit, die Kenner von der japanischen Marke gewöhnt sind.
Mazda MX-30
Kleiner Akku, geringe Reichweite. Mazda vermarktet den MX-30 deshalb als Zweitwagen.

Aber er verlangt nach Abstrichen. Der Japaner hat mit 35,5 kWh einen relativ kleinen Akku und schafft nur rund 200 Kilometer Reichweite. Mazda vermarktet ihn deshalb als Zweitwagen. Das Platzangebot ist überschaubar. Wer in den Fond einsteigen will, muss relativ schnell den Kopf einziehen. Listenpreis: ab 34.490 Euro.

4. Citroën e-C4 Electric

Der Citroën e-C4 Electric ist ein bequemes Auto ohne nennenswerte Schrullen oder Fehler. Beim Blick ins Datenblatt zeigt er sich universell einsetzbar, und er wirkt sehr familienfreundlich. Auf der Straße überzeugt der Franzose vor allem mit seinem komfortablen Fahrverhalten und einer Bedienung, die keine Fragen offen lässt. Die Coupé-Dachlinie steht dem e-C4 gut, aber sie kostet Platz. Auch die Zuladung ist überschaubarer als gedacht. Die 136 PS des Franzosen sind nicht spektakulär, aber sie reichen aus. Listenpreis: ab 34.640 Euro.

5. Hyundai Kona Elektro

Der Hyundai Kona Elektro zeigt der Redaktion von AUTO BILD gerade beim Dauertest, was er kann. Dieser beinharte Langzeittest sieht vor, dass Autos 100.000 Kilometer im täglichen Einsatz bei Wind und Wetter abspulen müssen und dabei auf Herz und Nieren geprüft werden. Der Kona hat bereits die 30.000-Kilometer-Marke überschritten und wird für seine Langstreckenqualitäten gelobt.
Hyundai Kona Elektro
Der Hyundai Kona Elektro zeigt sich als E-Auto für die Langstrecke. 300 Kilometer am Stück sind problemlos drin.
Er schafft bei moderatem Tempo 300 Kilometer am Stück. Für weitere 250 Kilometer Strecke lädt der Koreaner eine halbe Stunde. Das Fahren entspannt, weil es keine Fragen offen lässt. Der Komfort ist gut und die Ausstattung für die Fahrzeugklasse umfassend. Listenpreis: ab 35.650 Euro.

6. Opel Mokka-e

Der Opel Mokka-e macht seine Sache als Begleiter für den Alltag gut. Er fährt sehr ordentlich und erfreut die Passagiere mit guten Sitzen. 1060 Liter Gepäck passen in den Kofferraum. Das ist der Tatsache geschuldet, dass die Akkupakete intelligent im Auto verteilt wurden. Im Rangierbetrieb lässt sich der Opel fein dosieren und er rekuperiert merklich Energie. Typisch Elektroauto!
Opel Mokka-e
Im Opel Mokka-e wurden die Akku-Pakete clever verteilt. Das bietet Passagieren und Gepäck ordentlich Platz.
Oberhalb der 100 km/h nimmt er dafür nur sehr verhalten Fahrt auf. So verhalten, dass man seine 136 PS gar nicht sofort als solche erkennt. Die versprochene Reichweite von 324 Kilometern hat der Mokka-e im AUTO BILD-Test nicht erreicht. Da schaffte er nur 210. Listenpreis: ab 34.110 Euro.

7. Skoda Enyaq iV

Der Skoda Enyaq iV ist ein gutes Elektro-SUV. Der Tscheche trumpft gleich auf den ersten Blick mit seiner Größe auf. Aber auch mit seinem Gewicht. Abhängig von der Version kann das bei bis zu 2,1 Tonnen liegen. Und die merkt man während der Fahrt. Im Stadtverkehr ist der Fahrer mit dem reichweitenoptimierten Eco-Modus am besten dran.
Skoda Enyaq iV 80
Der Skoda Enyaq iV beeindruckt schon allein mit seiner Größe. Im Innenraum herrscht eine bemerkenswerte Ruhe.
An der Laufkultur gibt es nichts zu mäkeln, die Federung zeigt sich von ihrer manierlichen Seite. Die Ruhe im Innenraum erreicht fast Oberklasse-Niveau. Die Passagiere können sich über sehr bequeme Sitze freuen, im Kofferraum ist Platz für Gepäck. Manko: Die Basisversion mit 52 kWh eignet sich als Zweitwagen. Listenpreis: ab 34.600 Euro.

8. Hyundai Ioniq 5

Der Hyundai Ioniq 5 tritt optisch extravagant auf. Unter der spannenden Hülle stecken zahlreiche pfiffige technische Details, die das E-Auto-Fahren interessant machen. Das Cockpit ist durchdacht, das Raumgefühl toll, die Sitze sind üppig und weich gepolstert. Dazu kann der Ioniq 5 zum Beispiel den Laptop aufladen oder eigenhändig aus der Parklücke herausfahren. Die Fahrleistungen können sich – gemessen am stattlichen Gewicht – durchaus sehen lassen. Auf der AUTO BILD-Verbrauchsrunde kam der Test-Ioniq auf 305 Kilometer realistische Reichweite. Schade, dass Hyundai an der Kasse so zulangt. Mindestens 41.900 Euro (Listenpreis) müssen angelegt werden.

9. VW ID.4

Der große Bruder des VW ID.3 – der ID.4 – ist das teuerste Auto in dieser Liste. Liegt mit einem Basispreis von 46.335 Euro aber noch deutlich unter der 50.000-Euro-Marke. Wie es die Bezeichnung "großer Bruder" schon verrät, ist der ID.4 zum einen länger, als der ID.3 und hat bspw. auch einen größeren Kofferraum (543 zu 385 Litern).
In der Basis startet das Modell Pro mit 150 kW (204 PS) und einer Reichweite von 535 Kilometern. Wer es etwas sportlicher will, kann auf den ID.4 GTX zurückgreifen – muss dann aber auch mindestens 53.225 Euro zahlen. Dafür gibt es dann 220 kW (299 PS) und eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern.

Von

Kim-Sarah Biehl