Alle neuen E-Autos im Überblick

Elektroauto: Reichweite, Batteriegröße, Leistung

So alltagstauglich ist die Reichweite von E-Autos heute

Wie weit kam ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid mit einer Stromladung im Jahr 2020? Eine wichtige Frage vor einem Autokauf. Aber: Eine Riesen-Reichweite ist nicht alles.
Beim Tanken geht schon mehr als genug Zeit drauf, wie ergeht es erst E-Autofahrern beim Laden – vor allem, wenn die Ladepause durch einen geleerten Akku erzwungen wird? Kein Wunder also, dass sich nahezu jeder potenzielle Käufer eines Elektroautos für dessen Reichweite interessiert. Je weiter die Fahrt, desto seltener die Stopps, desto kürzer die Wartezeit. Also ist das Elektroauto mit der größten Reichweite auch das beste, oder? Nicht unbedingt.

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Genau 352 Kilometer weit kamen im Jahr 2020 in Deutschland angebotene E-Autos im Durchschnitt. Ein leichter Rückschritt gegenüber 2019, insgesamt aber ein kräftiger Anstieg innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Traditionell die größte Reichweite aufzuweisen hat Tesla mit seinen E-Auto-Pionieren Model S, Model 3 und Model X. Sie bringen es auf 500 bis 600 Kilometer Strecke ohne Zwischenladung, gemessen nach dem modernen WLTP-Verfahren (Worldwide harmonized Light-duty Test Procedure, seit September 2018 für alle Neuwagen verbindlich). Andere Hersteller – auch deutsche – haben jedoch aufgeholt. So versprechen beispielsweise der Hyundai Kona Elektro, der Jaguar i-Pace, der Porsche Taycan, der Kia e-Niro, der Audi e-tron oder der VW ID.3 Reichweiten von deutlich über 400 Kilometern, zumindest in einigen Ausführungen. Wie bei fast allen Fahrzeugen variieren jedoch auch bei E-Autos die offiziellen Herstellerangaben und die tatsächlich erbrachten Leistungen um mindestens 10 bis 15 Prozent.

Große Akkus steigern Preis und Gewicht

Die große Reichweite vieler der genannten Modelle sind in großen Akkus begründet. Diese machen ein E-Auto aber auch schwerer und teurer (Kostenvergleich E-Auto vs. Verbrenner). So sind einige Elektroautos selbst mit erhöhter Elektro-Kaufprämie für die meisten Käufer unerschwinglich oder wegen ihres hohen Kaufpreises vom Umweltbonus ausgeschlossen. Allerdings ist längst nicht für jeden E-Autokunden eine Riesen-Reichweite notwendig. Denn der Durchschnittsdeutsche fährt im Jahr rund 13.000 Kilo­meter, macht pro Tag im Schnitt 35 Kilometer. Für diese Stre­cke muss keines der marktüblichen E-Autos jeden Tag an die Ladestation.

Welcher Elektroauto-Typ sind Sie?

Jeder sollte sich also fragen, welcher Elektroauto-Typ er ist: Muss es ein (meist teures) E-Auto mit großer Reichweite sein? Genügt vielleicht auch ein City-Flitzer mit weniger Ausdauer, wie ein Smart EQ, Seat Mii electric oder Honda E? Darf es ein etwas geräumigerer Renault Zoe sein, der Elektro-Bestseller in Deutschland? Oder muss es auch mal richtig weit gehen können, zur Not mit zusätzlichem Verbrennermotor wie bei einem Plug-in-Hybriden?
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Direkt in Zusammenhang mit der Reichweite steht auch der Verbrauch. Dieser liegt im Durchschnitt laut Herstellerangaben bei 17 Kilowattstunden (kWh) auf 100 Kilometern. Der Energieverbrauch ist wie beim Benziner oder Diesel abhängig vom Gewicht des Fahrzeugs und vor allem vom individuellen (Fahr-)verhalten (Tempo, Beschleunigung, Nutzung von externen Stromfressern). Außerdem ist entscheidend, mit welcher Leistung und damit wie schnell das Laden geht. Das hängt nicht nur vom benutzten Ladepunkt, sondern auch von der Ladetechnik des eigenen E-Autos ab. Zu bedenken ist dabei auch, dass es beim Aufladen der Batterie immer zu Ladeverlusten von einigen Prozent kommt.

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Die Ladeinfrastruktur im persönlichen Umfeld spielt eine große Rolle
So funktioniert das Laden und Bezahlen an einer öffentlichen Ladesäule
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Fotos: Christoph Börries

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