(dpa/cj) Die Grünen wollen mit Kaufanreizen von mehreren Tausend Euro die Zahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland steigern. Die Bundestagsfraktion fordert, private Fahrzeughalter beim Kauf eines E-Autos mit 5000 Euro und beim Kauf eines Hybrid-Fahrzeuges mit 2000 Euro zu unterstützen. Ein entsprechender Antrag sei in den Bundestag eingebracht worden, teilte der sächsische Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn mit. Zur Finanzierung soll nach Vorstellung der Grünen eine Umlage dienen, die aus der Kfz-Steuer für Pkw mit einem CO2-Ausstoß oberhalb der europäischen Grenzwerte (2015: 130 g/km) gespeist wird.Die schwarz-rote Bundesregierung hält weiter am Ziel fest, die Zahl der Elektroautos auf Deutschlands Straßen bis 2020 auf eine Million zu erhöhen. Im Jahr 2014 wurden allerdings nur 8522 Stück neu zugelassen. Zur Förderung der Elektromobilität plant das Kabinett um Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) bislang lediglich lenkende Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem steuerliche Abschreibungen für gewerblich genutzte E-Fahrzeuge oder Sonderrechte wie das Nutzen von Busspuren oder freies Parken. Wie eine Umfrage von autobild.de verdeutlicht, ist allerdings der hohe Preis nach wie vor das größte Kaufhindernis für Kunden. Weitere Probleme sind die immer noch geringere Reichweite der Elektrofahrzeuge sowie die lückenhafte Lade-Infrastruktur.

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