Januar 2018, Detroit Auto Show. Mercedes enthüllt die neue G-Klasse, Stargast Arnold Schwarzenegger hält sich offenbar nicht an das Redeprotokoll und fragt Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche forsch: "Kommt diese G-Klasse auch als Elektro-Modell?" Zetsche weicht aus, das Ziel sei, über die gesamte Modellpalette jeweils auch eine E-Version anzubieten. Tatsächlich setzen die Stuttgarter, wie vom neuen Chef Ola Källenius inzwischen bestätigt, die gute alte G-Klasse in Zukunft unter Strom! Die Traditionalisten mögen zwar aufschreien, aber: Das ist das Beste, was dem G passieren kann. Denn nur so hat der schwere, durstige Dino eine Zukunft!
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Schon im September soll die grüne Version des Geländeklassikers auf der IAA 2021in München ihren Einstand geben. Ähnlich wie bei EQA und EQB keine Neuentwicklung, sondern ein Umbau der aktuellen G-Klasse auf E-Antrieb. Bereits vor einiger Zeit hat sich Mercedes die Bezeichnungen EQG 560 und 580 gesichert, die Stuttgarter planen also verschiedene Leistungsvarianten und Akkugrößen. Allrad – mit je einem E-Motor pro Achse – ist aber bei allen Modellen gesetzt, und auch die Geländetechnik (Untersetzung, Sperren) bleibt erhalten. In der rund 530 PS starken Topversion kommt die große 108-kWh-Batterie zum Einsatz, die sich gut in die Leiterrahmen-Konstruktion integrieren lässt. Die beim EQS damit in Aussicht gestellten 770 Kilometer Reichweite dürften wegen des Gewichts und der schlechten Aerodynamik der G-Klasse allerdings nicht erreichbar sein; wahrscheinlich schafft der EQG gut 500 Kilometer.

Elektrische G-Klasse wohl nicht unter 130.000 Euro

Auf den Markt wird der EQG im Laufe des nächsten Jahres kommen, und eins steht schon fest: Unter 130.000 Euro wird das Geländes-E-Auto wohl nicht zu haben sein. Arnie dürfte das egal sein. Weil er das nötige Kleingeld hat – und weil er bereits eine Elektro G-Klasse fährt. Schon seit 2017, umgerüstet von der österreichischen Firma Kreisel.

Von

Michael Gebhardt