Mercedes Generation EQ: Vorstellung

Mercedes Generation EQ/EQC (Paris 2016): Vorstellung

— 29.09.2016

Mercedes legt den Schalter um

Daimler arbeitet an einer Reihe vollelektrischer Modelle. Auf dem Autosalon Paris 2016 gibt es einen ersten Vorgeschmack: die E-SUV-Studie Generation EQ.

Video: Mercedes Generation EQ (2016)

Elektro-Familie mit Stern

Mercedes stellt sich neu auf, wieder einmal. An der Palette von A-Klasse bis S-Klasse ändert sich vorläufig zwar nicht viel. Aber am Drumherum. Vor allem zwei Buchstaben sollten Sie sich merken: EQ. Das wird eine ganze Elektro-Familie, mit vier Modellen vom kleinen EQA bis zum noblen EQS. Auf breiter Front beginnt das Stromer-Zeitalter bei Mercedes zwar erst 2021 mit der neuen elektrischen Fahrzeugarchitektur, erste Teile davon könnten aber schon in der geplanten Brennstoffzellenversion des nächsten GLC zum Einsatz kommen. Und im EQC, dessen Concept-Version Generation EQ auf dem Autosalon Paris 2016 (1. bis 16. Oktober) ihre Premiere hat.

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Mercedes zielt vor allem auf Tesla

Der Name "EQ" steht bei Daimler für "Electric Intelligence": Die Markenwerte Emotion und Intelligenz sollen damit zusammenfließen, heißt es. Unter der Projektnummer N293 entstand ein reines Elektroauto, das schon ab 2019 dem Audi e-tron, der als elektrifizierter Q5-Nachfolger ausgelegt ist und dem für 2020 erwarteten BMW i5 die Schau stehlen soll. Vor allem aber greifen die Schwaben Tesla an, die derzeit sicherlich angesagteste Elektroauto-Marke der Welt. Um die Markteinführung vorzuziehen, hat Mercedes den Generation EQ mit den Genen des GLC verschmolzen. Der Aufbau des E-Crossovers entspricht also im Wesentlichen der Großserie. Bodengruppe und Antrieb sind dagegen komplett neu, denn im Bauch des Autos müssen die Batterien untergebracht werden – und die beiden E-Motoren beanspruchen viel weniger Platz als der Verbrenner samt Neunstufenautomatik. Die Plattform ist skalierbar, entsprechend können unterschiedlichste Karosserieformen vom SUV bis zum Cabrio aufgesetzt werden.

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Alles Touch: Bis auf die Sitzverstellung gibt es keine klassischen Schalter mehr.

Die angepasste, nach wie vor aber konventionell ausgelegte Radaufhängung verspricht einen kleinen Wendekreis, das höhere Fahrzeuggewicht einen besseren Federungskomfort. Besonders markant ist das EQ-Gesicht mit viel Chrom, weiß leuchtendem Stern und variabler Luftführung zur Kühlung der Akkus. Zudem hat das Concept eine glänzend schwarze Motorhaube – der dunkle Farbton zieht sich weit ins getönte Glasdach. Auf Türgriffe und Außenspiegel verzichtet Mercedes beim Generation EQ, ihren Job übernehmen Sensoren und Kameras.

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Den Innenraum samt Cockpit hat Mercedes komplett neu gestaltet. Dabei geht es neben intuitiver Funktionalität und hochwertiger Anmutung vor allem um die markentypische Inszenierung der neuen Elektrowelt. Die fängt beim Beleuchtungskonzept an und endet beim Zusammenspiel der weitgehend frei konfigurierbaren Bildschirme, die ein visuell spektakuläres Ensemble bilden. Normale Knöpfe gibt es kaum, den Informationsgehalt auf den Displays können sich die Fahrer selbst zusammenstellen. Dazu gibt's eine Navigation mit detaillierten 3D-Ansichten und die bekannten Fahrassistenten inklusive Car-to-X-Technologie, über die das Konzept mit anderen Autos kommuniziert. Die Botschaft hinter dem Ganzen ist klar: Moderne Elektroautos stehen nicht für Verzicht und Einschränkung, sondern für Emotion, Intelligenz und Fahrspaß.

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Bis zu 500 Kilometer Reichweite

Der Generation EQ ist die Vorstufe der komplett maßgeschneiderten E-Auto-Matrix, wobei die Querverbindung zur GLC-Großserie noch gewisse Einschränkungen mit sich bringt. Statt bis zu vier Motoren sind hier nur zwei E-Aggregate installiert, eines vorne und eines hinten. Die für das Showcar fixierte Systemleistung liegt bei rund 300 kW, das sind rund 407 PS. Maximales Drehmoment: 700 Newtonmeter. Das Serienmodell soll etwa 350 PS leisten. Mit etwa 70 kWh sind die Lithium-Ionen-Akkus genauso kräftig wie in der Basisausführung des Tesla Model S. Mercedes spricht von unter fünf Sekunden für den Sprint auf 100 km/h, 225 km/h Spitze und einer Reichweite von 500 Kilometern. Der Preis für die Serienvariante hängt von der endgültigen Spezifikation ab, dürfte je nach Batterieleistung zwischen 60.000 und 80.000 Euro liegen.

Mercedes Generation EQ: Vorstellung

Autoren: , Georg Kacher

Stichworte:

SUV

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