Skoda Vision RS (2018)

Skoda Vision RS (2018)

Skoda Vision RS (2018)

Skoda Vision RS: dreifacher Ausblick

Skoda liefert mit dem Vision RS einen Ausblick auf den neuen Spaceback. Außerdem gibt der Plug-in-Hybrid Hinweise auf die Designsprache neuer RS-Modelle. AUTO BILD hat die Sitzprobe!
Vorstellung
Design
Innenraum (UPDATE!)
Antrieb

Vorstellung: Plug-in-Hybrid als Designaussicht auf den Spaceback

Drei in einem: Auf dem Autosalon Paris 2018 (2. bis 14. Oktober) zeigt Skoda den Vision RS. Die Studie gibt gleich drei Ausblicke auf einmal: Der 4,36 Meter lange Kompakte soll zeigen, in welche Richtung die Designsprache zukünftiger RS-Modelle und auch die des nächsten Spaceback gehen könnten. Außerdem ist der Vision RS ein Plug-in Hybrid.

Bildergalerie

245 PS Systemleistung, 70 Kilometer elektrische Reichweite

Unter der aufliegenden Haube arbeitet der bekannte 1,5-Liter-TSI mit 150 PS. Vor der Hinterachse sitzen die 13-kWh-Batterien für den Elektromotor mit 75 kW (102 PS). Unterm Strich macht das 245 PS Systemleistung, was für einen Topspeed von 210 km/h reichen soll. Der Sprint von 0-100 km/h soll in 7,1 Sekunden erledigt sein, die Kraftübertragung übernimmt ein DQ400e-Getriebe, das aus anderen Plug-in-Hybriden aus dem Konzern bekannt ist. Skoda verspricht zudem eine rein elektrische Reichweite von 70 Kilometern, der Co2-Ausstoß wird mit 33g/100km angegeben.
Wichtig ist, die Studie richtig einzuordnen: Der Vision RS gibt Ausblicke auf die Zukunft von Skoda RS, den nächsten Spaceback und mögliche Plug-in-Hybride von Skoda. Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass der nächste Spaceback sicher als RS und/oder als Hybrid kommt. Das erste serienreife Plug-in-Modell der Tschechen wird ab 2019 der Superb und das nächste RS-Modell ist der ebenfalls in Paris gezeigte Kodiaq RS.

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Skoda E-Coupé IllustrationSkoda Kodiaq Coupé Illustration

Design: Beleuchteter Grill für den aggressiven Look

Auf Basis der MQB-Plattform hat Skoda den Vision RS aggressiv gestylt. Die Front wird vom beleuchteten Grill mit 15 Streben dominiert. Zusätzlich sind jeweils fünf Lamellen in die Scheinwerfer integriert, der Grill wird also indirekt weitergeführt. Für den sportlichen Look hat Skoda beim Showcar nicht an Carbon gespart. Die Umrandung des hexagonalen Grills, der Frontsplitter, die Seitenschweller und mehr sind aus matter Kohlefaser gefertigt. Sieht gut aus, wird es aber wohl in kein Serienfahrzeug der Tschechen schaffen. Ebenfalls noch nicht serienreif ist das beleuchtete Skoda-Logo aus Kristall.

Statt des Skoda-Logos prangt am Heck des Vision RS ein schlichter Schriftzug – ein Feature, das in die Serie übernommen werden könnte.

Am Heck darf das RS-typische durchgängige Reflektorband natürlich nicht fehlen. Beim Vision RS ist es allerdings kein Reflektor-, sondern ein Leuchtband. Designer Exterieur Karl Neuhold erklärt, dass sich ein selbstleuchtendes Band auf dieser Höhe allerdings nicht mit den vorgeschriebenen Gesetzen vereinbaren lässt – zumindest nicht in Kombination mit herkömmlichen Rückleuchten und auf die will Skoda nicht verzichten. Dafür kommt die Studie trotz Benzinmotor ohne sichtbare Auspuffrohre aus. Bei den normalen Skoda-Modellen wird ohnehin schon flächendeckend auf Endrohre verzichtet, das könnte irgendwann auch den RS-Modellen drohen. Das kann ich zwar nicht befürworten, aber lieber keine sichtbaren Auspuffrohre als diese schrecklichen Fake-Auspuffe.

20-Zöller im Reventón-Style für die Studie

Auffällig sind die für einen Kompakten riesigen 20-Zoll-Felgen mit großflächigen Carbon-Einsätzen im Lamborghini Reventón-Style. Laut Skoda sollen ähnliche Felgen durchaus eine Chance auf Großserienproduktion haben. Das deckt sich mit meinem ersten Eindruck, dass der Vision RS für eine Studie schon relativ seriennah wirkt. Ziehen wir Außenspiegel, Carbon-Anbauteile, Felgen und ein paar weitere Details ab, haben wir einen relativ klaren Ausblick auf das Design des nächsten Skoda Spaceback.

Innenraum: Vision RS mit veganem Innenraum

Die Sitze sind sehr sportlich designt und tragen Carbon-Inlays sowie RS-Schriftzüge.

Alle Zeichen auf Sport! Der Innenraum des Vision RS ist extra sportlich gestylt – ein Hinweis auf das RS-Kürzel im Namen. Es dominieren schwarz und rot. Auf der Messe dürfen wir schon mal probesitzen! Vorsichtig einsteigen, ist ja noch ein Studie. Die untenrum bauchigen und obenrum spartanischen Einzelsitze vorne und hinten sind eher nichts für die Serie, sind aber überraschenderweise sehr bequem. Die Sitzflächen sind aus recycletem Polyester, Teile der Rücksitzlehnen aus Carbon. Anschnallen muss heute ausfallen, die roten Sicherheitsgurte sind nur Zierde.

Sogar der Kofferraum ist sportlich

Skurril: Die Fußmatten sehen zwar nach Carbon aus, sind aber aus Abfällen von Ananasblättern gefertigt. Das ist zwar ein bemerkenswertes Detail, aber eher nichts für die Großserie. Dafür ist Skoda besonders stolz darauf, dass die gesamte Studie "animal free" und somit vegan ist. Durch das riesige, durchgängige Panoramadach wirkt der Innenraum des Vision RS sehr luftig. Ein cooles Feature sind die kleinen Tschechien-Flaggen und auch die perfekt eingearbeitete, dazu passende Dreifarbnaht auf den Sitzflächen – beides liebevolle Details zur Feier des 100. Jubiläums der Tschechoslowakei im Jahr 2018. Die Türschlaufen des Vision RS sind aus rotem Sicherheitsgurt-Material – das gibt es sonst nur bei Porsches GT-Modellen.

Skoda Vision RS (2018)

Auch im Kofferraum herrscht sportliche Atmosphäre. Gut zu sehen: die Einzelsitze in Reihe zwei.

Wie es sich für ein sportliches Auto gehört, trägt das komplett neu designte Lenkrad einen Alcantara-Bezug und eine rote 12-Uhr-Markierung. Viel interessanter ist aber, dass es einen mehr oder weniger konkreten Ausblick auf zukünftige Skoda-Lenkräder liefern soll. Statt eines mittigen Marken-Emblems trägt es beispielsweise den Skoda-Schriftzug, und auch die wenigen Knöpfe (inkl. neuer Sport-Taste) sind ausnahmslos neu gestaltet.

Voll digitales Cockpit wie bei Audi

Das Cockpit des Vision RS ist voll digital, daran führt im Jahr 2018 kein Weg mehr vorbei – schon gar nicht in einer zukunftsweisenden Studie. Auffällig ist, dass sowohl Instrumente als auch der mittige Bildschirm sehr übersichtlich designt sind und kein bisschen überladen wirken. Insgesamt wirkt der Innenraum sehr aufgeräumt. Da wundert es auch nicht, dass die Klimaanlage über einen zweiten Touchscreen gesteuert wird – an dieser Stelle ein kurzer Gruß an Audi.

Antrieb: Elektromotor mit 102 PS zur Unterstützung

Die Studie setzt auf einen seriennahen Plug-in-Hybrid, der aus dem bekannten 1,5-Liter-TSI (150 PS) und einem Elektromotor (102 PS) besteht. Die Gesamtleistung gibt Skoda mit 245 PS an. Genug, um den Kompakten in 7,1 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen. Schluss soll erst bei 210 km/h sein. Besonders stolz sind die Tschechen auf die elektrische Reichweite von 70 Kilometern und pochen darauf, dass die Konkurrenz maximal 50 Kilometer rein elektrisch unterwegs ist. Die Kraftübertragung übernimmt ein DQ400e-Getriebe, das auch in anderen Plug-in-Hybriden aus dem Konzern eingesetzt wird. Das Layout des Vision RS ist klassisch: Motor vorne, Batterien vor der Hinterachse und Tank hinten.

Zehn elektrifizierte Modelle bis 2025

Für ein etwaiges Serienmodell nennt Skoda fünf Ziele: Fahrspaß, ansprechend aber nicht überstyltes Design, überzeugende Reichweite, aktueller Stand in Sachen Connected Car und Assistenzsysteme und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Bis 2025 will Skoda zehn elektrifizierte Modelle (Elektroautos und Plug-in-Hybride) auf den Markt bringen. Den Anfang macht 2019 der Superb Plug-in. Zusätzlich ist das Joint Venture verschiedener Hersteller "Ionity Network" geplant, mit dem bis Ende 2019 400 Schnellladestationen in Europa geschaffen werden sollen.

Jan Götze

Fazit

Der 4,36 Meter lange Vision RS sieht richtig sportlich aus. Die aggressive Front und der Innenraum mit den liebevollen Details gefallen mir sehr gut. Wahrscheinlich wird eine Serienversion des Spaceback deutlich zahmer ausfallen – Designlösungen wie der Schriftzug statt des Logos am Heck und auch einige Details im Innenraum haben aber durchaus eine Chance verdient!

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