Peugeot E-Legend 2018

Peugeot E-Legend (2018)

Peugeot 504 der Zukunft

Das ist der Peugeot 504 der Zukunft: Die Studie E-Legend ist voll elektrisch, soll 600 Kilometer Reichweite schaffen und sieht richtig gut aus. Sitzprobe!

Vorstellung: Eine Hommage an das Peugeot 504 Coupé

Peugeot bringt den legendären 504 zurück! Zumindest in Form der autonomen Coupé-Studie E-Legend, die auf dem Pariser Autosalon 2018 (2. bis 14. Oktober) Weltpremiere hat. Chefdesigner Gilles Vidal und sein Team nahmen den 50. Geburtstag des Peugeot 504 Coupé zum Anlass, dem eleganten Zweitürer mit dem neuen elektrischen Concept Car eine Hommage zu widmen. Die größte Schwierigkeit während der einjährigen Entstehung des Projektes bestand darin, eine Balance zwischen Retroelementen und futuristischem Design zu finden, so Designer Matthias Hossann.

Design: Lackierung und Details zitieren das Original

Die in den schmalen Kühlergrill integrierten LED-Leuchten sollen Erinnerungen an die Doppelscheinwerfer des Originals wecken. Am gravierendsten fällt die Ähnlichkeit aber in der Seitenansicht auf: Das Profil des Klassikers wurde gekonnt in die Zukunft übersetzt. Eine lange Motorhaube in Kombination mit dem kurzen Heck wirkt auch heute noch sportlich. Mit 4,65 Metern ist die Studie allerdings fast 30 Zentimeter länger als das Original. Und mit ihren 1,93 Metern Breite wirkt sie ausgesprochen athletisch. Auch die Lackierung in einem warmen Grau ist von den Sechziger- und Siebzigerjahren inspiriert worden.

So geht retro: Der "E-Legend" zitiert die vier rechteckigen Scheinwerfer des Peugeot 504 Coupé.

In der C-Säule befindet sich ein kleines Display, auf dem Schriftzüge eingespielt werden können. Die schwarzen Seitenschweller stehen hervor und beinhalten im vorderen Bereich Lutschlitze. Das soll der Kühlung der Batterien im fahrzeugboden zugutekommen. Das Concept Car steht auf schwarzen 19-Zöllern, die, wie die Front, das alte Peugeot-Logo aus den 1960ern tragen. Die Zierkappe in der Radmitte richtet sich automatisch aus und steht dadurch immer gerade – genau wie bei Rolls-Royce.

Bildergalerie

Um Seriennähe zu zeigen, hat Peugeot dem E-Legend dieselben Michelin-Reifen des serienmäßigen 508 aufgezogen. Die dünnen Rückspiegel sind typisch Studie. Das Heck wird von den dreigeteilten LED-Rückleuchten geprägt – sie sollen die die Krallen des Peugeot-Löwen symbolisieren. Schon die frühen Baujahre des 504 Coupé hatten dieses Merkmal. An Front und Heck befinden sich zwei schwarze Bügel, die herkömmliche Stoßstangen ersetzen sollen. Da sie relativ dünn sind und ein Stück von den Schürzen abstehen, sind sie deutlich leichter.

Innenraum: Nur original mit Sitzen in Göteborg-Blau

Cooles Interieur: Die Farbgebung erinnert an die Lounge von Motel One.

Das eigentliche Highlight des E-Legend ist der Innenraum. Hier werden Elemente des Originals zitiert, ohne ins Retrodesign abzudriften. So kommen die flachen Sitze in Göteborg-Blau – eine Farbe, die auch im 504 erhältlich war. Allerdings wurden die Sitze der Studie mit wertvollem Samt bezogen. Im historischen Vorbild ist es herkömmliches Velour. Ein weiteres dominierendes Material im Innenraum ist dunkles Holz. Unter anderem die Armauflage und die oberen Kanten der Türverkleidung sind daraus gefertigt.
Sobald sich nach Betätigung eines Touchsensors in der hinteren Seitenscheibe die Tür automatisch öffnet, sticht der 49 Zoll große Bildschirm ins Auge. Der 4K-Screen füllt den kompletten vorderen Fußraum aus. In den Innenverkleidungen der Türen befindet sich jeweils noch mal ein 29 Zoll großes Display. Da es sich beim E-Legend theoretisch um ein autonomes Fahrzeug der Stufe 4 handelt, können sich alle Insassen (inklusive "Fahrer") während der Fahrt unterhalten lassen. Die Bildschirme sind mit dem Internet verbunden und können unabhängig voneinander konfiguriert werden – also etwa Filme abspielen  oder Instagram-Accounts checken. Als Gag haben hat Peugeot das Kult-Tennisspiel "Pong" von Atari integriert. Wenn das an ein Spaceshuttle erinnernde Lenkrad ausgefahren ist und der Mensch steuert, werden auf den Bildschirmen Navigationsdaten oder die Aufnahmen der Rückfahrkamera angezeigt. Das Volant trägt das alte Peugeot-Logo aus den Sechzigern und wird im autonomen Modus komplett eingefahren. Dahinter befindet sich eine Weiterentwicklung des markentypischen i-Cockpits. Drei kleine Bildschirme zeigen die wichtigsten Fahrzeuginformationen an. So stellen sich Peugeot also das autonome Fahren im Jahre 2025 vor. Das schmale Armaturenbrett beinhaltet Lautsprecher des französischen Herstellers Focal und fährt im autonomen Modus ebenfalls ein Stück nach hinten.

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Antrieb: Technik von morgen in einer Hülle von gestern

462 Elektro-PS und bis zu 600 Kilometer Reichweite soll der E-Legend schaffen.

Angetrieben wird der E-Legend von einem 340 kW (460 PS) starkem Elektromotor, der auf alle vier Räder wirkt und die Studie theoretisch auf eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h beschleunigen soll. Die 100 kWh große Batterie soll eine Reichweite von 600 Kilometern ermöglichen. Im induktiven Schnelllademodus soll der E-Legend nach nur 25 Minuten wieder genug Strom für 500 Kilometer an Bord haben. Das Einzelstück basiert übrigens auf einer speziell für die 504-Hommage entwickelten Plattform. Und wie steht es mit den Serienchancen? Chefdesigner Gilles Vidal antwortet auf diese Frage, dass derzeit kein sportlicher Zweitürer in Planung sei. Ein Nachfolger für Klassiker wie dem 504 und 406 Coupé sei aber auch nicht unmöglich. Die Entscheidung liegt bei PSA-Konzernchef Carlos Tavares.

Peugeot E-Legend 2018


Autor: Elias Holdenried

Stichworte:

Studie

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