Ein Motorrad mit Elektroantrieb! Das liest sich für leidenschaftliche Zweiradfahrer wie Pizza mit Ananas. Doch die Vorbehalte gegenüber dem Elektroantrieb im Bike sind oft nicht mehr angebracht. Längst gibt es Hersteller, die richtige E-Motorräder bauen – E-Bikes, die mit ihren Verbrenner-Gegenstücken mithalten können und zudem mit lautlosem, lokal emissionsfreien Antrieb punkten. Zero zum Beispiel: Zero SR/F und der Tourer SR/S bieten in puncto Fahrgefühl, Ergonomie und Leistungsentfaltung alles, was vergleichbare Bikes mit Verbrenner können.
Klar, die Kupplungsfinger greifen auf den ersten Kilometern ins Leere. Doch an den fehlenden Hebel gewöhnt man sich schnell. Bei der Reichweite gibt es bestimmt noch Luft nach oben, doch die Lade-Infrastruktur wächst, wenn auch mitunter langsam. Und wer zu Hause eine Wallbox hat, der kann manches E-Motorrad sogar schon schnell laden.

Das können Motorradfahrer gebrauchen

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Neverland Motorrad-Abdeckung
25,99 EUR
O'Neal Motorradhelm
99,23 EUR
Proanti Motorradhandschuhe
29,99 EUR
Heyberry Motorradjacke
99,90 EUR
ShinySkulls Premium Motorrad- und Autoshampoo
12,90 EUR

Hier stellt AUTO BILD die coolsten E-Zweiräder als Alternative zum Verbrenner vor, die aktuell bei uns erhältlich sind:

Die Livewire ist die sportlichste Harley-Davidson

Auf den ersten Blick widerspricht sich nur eine Kombination noch mehr als Motorrad und Elektroantrieb: eine Harley-Davidson mit E-Motor. Doch die LiveWire kann viel mehr als nur den Flottenverbrauch der Amerikaner schönen. Sie überrascht mit einem völlig unbekannten Erlebnis, Harley zu fahren. Sie ist beinahe völlig lautlos unterwegs, beschleunigt brachial aus dem Stand und spurtet so behände und knackig um die Ecken, dass man sich unwillkürlich immer wieder selbst fragt: Ist das eine Harley?
Harley-Davidson LiveWire
Bunte, neue Welt: Die Harley-Davidson Livewire ist die leiseste und gleichzeitig die sportlichste Harley.

Die Harley soll bis zu 240 Kilometer weit kommen

Der Schwerpunkt der Livewire liegt herrlich tief, die Schräglagenfreiheit ist immens, und der Druck ist beachtlich. Der Hersteller gibt die Leistung mit 106 PS an, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 177 km/h. In drei Sekunden geht es von 0 auf 100 Sachen, wenn man mit Nachdruck vorne rechts am Griff dreht. Die Reichweite bewegt sich je nach Fahrverhalten zwischen ca. 120 und 240 Kilometern. Nur der Preis ist happig: 32.995 Euro wird der Händler verlangen.

Bildergalerie

Harley-Davidson LiveWire: E-Motorrad im Test
Harley-Davidson LiveWire: E-Motorrad im Test
Harley-Davidson LiveWire: E-Motorrad im Test
Kamera
Harley-Davidson Livewire im Test

Die Zero SR/S sieht aus wie ein Motorrad – und fährt auch so

Zero merkt man die Vergangenheit des Firmengründers bei der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA an. Der Elektromotorrad-Pionier garniert seine Bikes traditionell mit technischen Leckerbissen wie hohlen Rahmenteilen und speziellen Werkstoffen, die die Steifigkeit erhöhen und gleichzeitig Gewicht einsparen. Ein bemerkenswerter Wurf ist den Kaliforniern mit den Schwestern Zero SR/F (Naked Bike) und SR/S (Tourer) gelungen: Die beiden schnittigen, 110 PS starken E-Bikes sehen nicht nur aus wie richtige Motorräder, sie fahren auch so.
 Zero SR/S
Als Tourer SR/S wird die agile Maschine von Zero zur angenehmen Begleiterin für längere Ausfahrten.

Die SR/S ist die komfortable, Touren-kompatible Maschine

Fahrverhalten, Leistungsabgabe und Ergonomie stehen der Konkurrenz mit Verbrennungsmotor in nichts nach. Und selbst die Reichweite von bis zu 365 Kilometern kann mithalten, theoretisch zumindest. Die SR/S überflügelt ihre Schwester im Kapitel Komfort. Dank höherem Lenker ist die Sitzposition etwas weniger aggressiv, und der Sitzplatz für den Sozius bietet echten Platz für den Po. Zero gibt die Spitze mit 200 km/h an. Die Preise beginnen bei 21.540 Euro. Schnellladen ist möglich.

Die Zero FXE ist eine günstige Möglichkeiten, ein E-Motorrad zu fahren

Zero aus Kalifornien hat 2006 als erste Firma damit begonnen, elektrische Motorräder zu bauen. Die Bikes der Amerikaner betören Technik-Fans mit ihren Details. Eine der momentan günstigsten Möglichkeiten, eine Zero (und überhaupt ein elektrisches Motorrad) zu fahren, ist die Supermoto Zero FXE ab 13.650 Euro. Ganz nebenbei ist die FXE mit 155 Kilogramm Leergewicht noch angenehm leicht.
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Die E-Amerikanerin fährt auf 17-Zoll-Rädern und lädt je nach Ladegerät in 1,8 bis 9,7 Stunden. Sie wird von Zeros schwächstem Motor mit 33 kW angetrieben. Die notwendige Energie stellt der kleinste Akku aus dem Portfolio des Herstellers mit 7,2 kWh zur Verfügung. Am Ende stehen 44 PS maximale Leistung auf dem Zettel. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 132 km/h beziffert, die Reichweite mit 161 Kilometern.

Ist die Zukunft des Enduro-Sports elektrisch wie die E-Freeride?

Motocrosser und Enduro-Freunde bekommen leuchtende Augen, wenn sie die Buchstaben K, T und M lesen. Die meist in Orange gehaltenen Maschinen der Österreicher sind zwar in der Regel etwas teurer als die der Konkurrenz. Aber sie enthalten auch die komplette KTM-Offroadkompetenz. Und die ist riesig! Zahlreiche Siege bei der Rallye Dakar und beinahe jedem wichtigen Motocross-Event rund um den Globus legen davon Zeugnis ab.
KTM Freeride E-XC
Lautlos und ohne Abgas durchs Gelände pflügen: Die elektrische KTM Freeride macht richtig Laune.

Mit der KTM kann man lautlos durch den Dreck heizen

Die perfekte Mixtur aus einer Enduro zum Durchs-Gelände-Pflügen und einer Trial-Maschine fürs komplizierte Klettern heißt KTM Freeride. Und die Freeride gibt es auch elektrisch. Mit 24,5 PS, schmalen 111 Kilogramm Gewicht und einer angegebenen Fahrzeit von 90 Minuten. Danach lädt man die Freeride E-XC entweder in 110 Minuten wieder auf, oder man tauscht einfach den Akku. Wer gerne durch den Dreck heizt, der ist bei der E-XC an der richtigen Adresse. Vor allem dann, wenn in Hörweite jemand wohnt, der das Braaaaap eines Einzylinder-Verbrenners am Wochenende gar nicht mag. Preis: 11.199 Euro.

Die Energica EsseEsse9 lässt sich in einer Stunde aufladen


Die Energica EsseEsse9 ist erst auf den zweiten Blick von einem Naked Bike mit Verbrennungsmotor zu unterscheiden. Sportliche Gene hat die Italienerin sowieso: Energica baut die Motorräder für den Elektro-Grand Prix. Der Hersteller versteht die EsseEsse9 als die zahme kleine Schwester der Energica Eva Ribelle.
Energica Eva California 1 Tour Energica Eva ESSEESSE9
Die Energica EsseEsse9 kommt aus Italien und will mit 109 PS und 200 km/h Höchstgeschwindigkeit überzeugen.
Sie hat in der Basis 109 PS und einen 13,4 kWh großen Akku. Ordert der Interessent den großen Akku mit 21,5 kWh, wächst die Reichweite: Zwischen 130 und 420 Kilometer sollen laut Energica theoretisch drin sein.
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Elektroauto laden (2021): Test - Ladezeit - Akku - Info

Wie lädt man ein E-Auto richtig?


Bei durchschnittlicher Belastung des Akkus im Ausflugs- oder Pendelverkehr liegt die Wahrheit vermutlich irgendwo in der Mitte. Doch auch das ist ein ordentlicher Wert. Die Höchstgeschwindigkeit beziffert Energica mit vollen 200 km/h. Alle Versionen der EsseEsse9 – abgesehen von der Basis – können serienmäßig an CCS-Schnelladestationen geladen werden. Eine Vollladung dauert dann ca. eine Stunde. Beim langsameren Level-2-Laden zieht sich die Elektro-Italienerin in einer Stunde Saft für 67 Kilometer Reichweite. Ab 19.499 Euro beginnt der Fahrspaß.

Govecs ist das Comeback der Schwalbe gelungen

Zugegeben, die Govecs Schwalbe als Elektromotorrad zu bezeichnen, mag den Begriff etwas dehnen. Doch die elektrische Wiedergeburt des legendären DDR-Krads will wie ihre Ahnin einfach nicht so recht in die Kategorie Roller passen. Govecs bietet die E-Schwalbe in einer großen Version mit 10,8 PS starkem Bosch-Antriebsstrang an. Dann schafft die optisch gelungene Neuauflage des bis heute überaus beliebten Zweitakters 90 km/h Spitze.
Govecs E- Schwalbe
Govecs gelang mit dem elektrischen Revival der Schwalbe ein echter Hingucker. Spitzentempo: 90 km/h!

Die Elektro-Schwalbe liegt exzellent in der Hand

Die Fahreigenschaften sind stabil bis knackig. Wer nach einem komfortablen Gleiter sucht, für den könnte die elektrische Schwalbe zu ruppig abrollen. Doch sie liegt exzellent in der Hand, zeigt sich als absolute Liebhaberin flinker Spurwechsel und spurtet mit Nachdruck um die Ecken. Außerdem sollte ihr Beschleunigungsverhalten jede Fahrerin und jeden Fahrer begeistern. Die Akkus und das Ladekabel sind fest eingebaut, geladen wird an einer normalen Haushaltssteckdose. Ab 6990 Euro geht es los.