Im Juni 2014 kommt die vierte Generation des Jeep Cherokee nach Deutschland – mit neuem Design und neuer Technik. Was hat der Ami drauf? Der erste Fahrbericht.
Leuchtpickel als Rückleuchten: Das Heck des neuen Jepp Cherokee polarisiert.
Bild: Thomas Geiger
Es war einmal ... So fangen für gewöhnlich nur Märchen an. Und selbst die traurigsten haben oft genug ein Happy End. Schließlich wird selbst aus dem hässlichen Entlein am Ende doch noch ein strahlender Schwan. Das haben auch viele gehofft, als Jeep vor einem Jahr auf der Motorshow in New York das Tuch vom neuen Cherokee gezogen hat, der nun nach ein paar Jahren Europa-Pause auch bei uns im Sommer zu Schätzpreisen um 36.000 Euro wieder gegen Autos wie den Toyota RAV-4 oder den BMW X3 antritt. Denn eine Schönheit war das Messe-Modell mit seiner Hakennase, seinen Schlitzaugen und dem hohen Hintern mit den beiden Leuchtpickeln der Rücklichter nun wirklich nicht. Doch diesmal haben die Gebrüder Grimm die Jeep-Fans im Stich gelassen: Am Design hat sich nichts mehr geändert.Zwar ist der Cherokee für Jeep mittlerweile schon ein Traditionsmodell, das bis auf den AMC Cherokee von 1974 zurückgeht. Doch mit alten Zöpfen haben die Amerikaner nichts am Hut. Das gilt für das futuristische Design, das nur noch an den sieben Balken im Kühlergrill zu erkennen ist, genauso wie für die Technik. Denn auch unter dem Blech wurde quasi kein einziges Bauteil übernommen.
Neuer, sparsamer Vierzylinder fürs Basismodell
So steht der 4,63 Meter lange Jeep Cherokee auf einer völlig neuen Plattform mit stolzen 2,70 Metern Radstand, die auf die Alfa Giulietta zurückgeht, und fährt mit einem neuen Antrieb: Das Basismodell bekommt nun einen Vierzylinder mit 2,4 Litern Hubraum und 184 PS, der im Zusammenspiel mit einer ebenfalls neuen Neungang-Automatik mit nur 7,6 Litern auskommt und damit 45 Prozent sparsamer wird als der bisherige V6-Motor. Für die Freunde der alten Schule gibt es einen neuen Sechszylinder mit 3,2 Litern Hubraum und 271 PS. Und für die Europäer wird es auch einen Multijet-Diesel von Fiat mit 140 oder 170 PS geben. Obwohl all das der Sparsamkeit dienen soll, haben die Amerikaner ihr Repertoire nicht ganz ausgereizt. Denn die Benziner haben weder eine Direkteinspritzung noch eine Start-Stopp-Automatik.
V6-Motor kann nicht vollends überzeugen
Zu wenig Wumms: Der große V6 des Cherokee konnte bei der ersten Ausfahrt nicht ganz überzeugen.
Bild: Thomas Geiger
Bei der ersten Testfahrt in den USA kann der große V6-Motor allerdings nur bedingt überzeugen: Wenn er mal läuft, macht er seine Sache ganz gut, und man cruist gemütlich über den Highway. Doch beim Anfahren gehen irgendwo im Räderwerk ein paar der maximal 316 Newtonmeter Drehmoment verloren. Nicht dass der Cherokee zu langsam wäre, immerhin schafft er den Sprint in weniger als sieben Sekunden und kommt auf etwa 220 km/h. Aber wer gegen den Trend zu Diesel und Downsizing tatsächlich einen V6-Motor kauft, der erwartet mehr Wumms. Und er erwartet eine Automatik, die sich beim Herunterschalten nicht ganz so oft verschluckt wie das ansonsten tadellose Neunganggebilde.
Die Fahrwerksabstimmung ist noch nicht optimal
Auch das Fahrwerk ist allenfalls gehobener Durchschnitt. Die Offroad-Variante Trailhawk ist um knapp drei Zentimeter aufgebockt, hat für den harten Einsatz abseits der Piste diverse Sperren, spezielle Fahrprogramme für jedes Terrain und sogar einen Geländetempomaten. Doch auf der Straße verspannt sich der Allradantrieb beim Anfahren in engen Kurven bisweilen merklich. Und zumindest die dicken Querfugen auf den amerikanischen Highways schlagen häufig durch bis ins Gebälk. Wenn sie schon am Design nichts mehr geändert haben, dann sollten die Amerikaner zumindest die Abstimmung noch ein wenig auf Vordermann bringen, bevor die Autos in Bremerhaven vom Schiff rollen.
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Ranking: SUV im Dauertest
Auf den ersten Blick schick, auf den zweiten zu billig gemacht: das Cherokee-Cockpit.
Bild: Thomas Geiger
Innen erwartet die Kunden dafür eine zumindest auf den ersten Blick sehr feine Welt aus Lack und Leder. Allerdings wirkt das Material auf den zweiten Blick arg billig, die Kunststoffe sind zu hart, die Grate zu grob und das Holzimitat in den Türen ein schlechter Scherz. Dafür leisten sich die Amerikaner aber ein nettes Augenzwinkern, prägen das Gründungsjahr der Marke, 1941, ins Lenkrad und lassen im Scheibenrahmen einen Ur-Jeep über einen Felsen klettern.
Großer Touchscreen mit Online-Navigation
Und viel wichtiger: Mit einem Heer von neuen Ausstattungsmerkmalen und Assistenzsystemen beweist die Traditionsmarke, dass sie mittlerweile in der Neuzeit angekommen ist: In der Mittelkonsole prangt ein großer Touchscreen mit Online-Navigation, Hotspot und Appstore, hinter dem Lenkrad gibt es einen zweiten großen Bildschirm, und mit einer Kamera hinter dem Innenspiegel wacht der Cherokee über die Wahl der Fahrspur und den Abstand zum Vordermann. Rückt man dem zu dicht auf die Pelle, leitet die Elektronik jetzt automatisch eine Notbremsung ein.Der neue Cherokee steht auf einer völlig neuen Plattform, die bereits nach dem Zusammenschluss von Fiat und Chrylser entstanden ist. Deshalb wird es bei dem US-Modell nicht bleiben. Sondern wenn stimmt, was sie in Detroit und Turin erzählen, wird der Indianer bald auch zum Italiener und begegnet uns als Alfa Romeo gleich noch mal. Dann vielleicht auch mit neuem Design, so dass am Ende aus dem hässlichen Entlein doch noch ein strahlender Schwan wird.
Ranking: SUV im Dauertest
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SUV im Check: Unsere Übersicht zeigt alle SUV, die AUTO BILD seit 2014 im Dauertest hatte (Stand: März 2026).
Bild: Uli Sonntag
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Platz 35:Subaru XV 2.0D Exclusive • 100.000 Kilometer in einem Subaru? Reine Formsache, dachten wir. Einen Berg von Problemen hätten wir nicht erwartet: eine frühzeitig verschlissene Kupplung, Anschmelzungen an zwei Kolben, dazu Kantenkorrosion an Fahrwerkteilen, Mängel am Fahrersitz sowie lose Verkleidungen, die zu störenden Geräuschen führten. Bleibt zu hoffen, dass die Japaner den Rotstift so schnell wieder einpacken, wie sie ihn rausgeholt haben. Fehlerpunkte: 44. Note: 4-
Platz 34:Audi Q3 2.0 TDI quattro • Bei Kilometer 27.077 geht der Q3 mehrfach in den Notlauf – Lambdasonde defekt. Bei Kilometer 51.935 ein Defekt des Kühlers der Abgasrückführung. Die Xenon-Brenner beider Scheinwerfer müssen ersetzt werden, und schließlich muss auch noch das Getriebe ausgetauscht werden. Audi muss seine Hausaufgaben machen, um die hohen Preise mit haltbarer Technik zu rechtfertigen. Fehlerpunkte: 42. Note: 4-.
Platz 33: Citroën C4 Cactus PureTech 110 • Nach rund 30.000 Kilometern ließ sich der fünfte Gang nicht mehr einlegen – das Getriebe musste getauscht werden. Kurz darauf rollte der Cactus im Notprogramm – Streik in der Zündanlage! Beim Zerlegen fanden wir Rostansätze und Scheuerstellen. Fehlerpunkte: 34. Note: 4+.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
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Platz 32: Suzuki Vitara S 1.4 Boosterjet Allgrip • Hinter der schicken Fassade steckt ein Suzuki in der hauseigenen Tradition der 80er und 90er: quirlig, sympathisch, aber dünnhäutig und teilweise von eher rustikaler Machart. Aufgrund eines Liegenbleibers (abgerutschter Turboschlauch) bleibt für den Vitara S nicht mehr drin als eine 3-. Fehlerpunkte: 29. Note: 3-.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
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Platz 31:Ford Kuga 2.0 TDCi 4x4 Titanium • Der Kuga stolpert über massive, aber vermeidbare Schäden: defekte Wischermotoren bei Kilometer 39.042 (laut Ford ein Einzelfall) und ein Riss im Getriebegehäuse nach 50.100 Kilometern – laut Ford ist dazu seit Oktober 2014 eine verbesserte Lösung im Produktions- und Reparaturprozess eingeflossen. Bei der Demontage des Testwagens fielen außerdem stark verkokte Ansaugkanäle auf – eine Erklärung für die nachlassende Motorleistung gegen Ende des Tests. Für Ford ein noch nicht bekanntes Phänomen, dem man weiter nachgehen will. Fehlerpunkte: 25. Note: 3.
Platz 30:Renault Captur TCe 130 Intens • Die Demontage förderte einige Schwächen zutage: So zeigte der Fahrersitz erste Risse in den Seitenwangen. Und im Luftfilterkasten fanden sich erhebliche Schmutzansammlungen. Hier hat die Werkstatt bei den Inspektionen offenbar geschludert. Mit aus unserer Sicht erheblichen Folgen: So finden sich sowohl im Turbolader als auch im vierten Zylinder unschöne Spuren, die durch Schmutzpartikel hervorgerufen wurden. Die Längsträger zeigen auf beiden Seiten aufkommende Korrosion, auch an den Achsen beginnt es ganz zart braun zu blühen. Fehlerpunkte: 22. Note: 3+.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Platz 29:Mini Cooper SD Countryman (1. Generation, 2010-2017) • 35.440 Euro – klar, dass wir an ein solches Auto hohe Erwartungen stellen. Dass uns der Countryman mit seinem harten Fahrwerk, dem Knistern und Klappern genervt hat, ist enttäuschend. Aber es war nicht alles schlecht. Die Haltbarkeit des kleinen Lifestyle-SUV ist grundsätzlich gut. Hätten die Monteure nicht mit der Bremsflüssigkeit gespart und wären die Cupholder nicht gleich abgebrochen, dann wäre das Ergebnis für den Mini noch besser ausgefallen. Fehlerpunkte: 21. Note: 3+.
Platz 26:Nissan Qashqai 1.6 dCi 4x4 • Nissan hat seinen Bestseller in der zweiten Generation modernisiert und zuverlässiger gemacht. Schade, dass der Antrieb im Dauertest nicht schadenfrei durchhielt. Erst schwitzte nach 30.512 Kilometern die Ölwannendichtung, dann musste bei Kilometer 63.109 ein defekter Simmerring ersetzt werden. Recht früh, aber "beides sind Einzelfälle", beteuert Nissan. Die Abschlussuntersuchung brachte nur kleinere Mängel ans Licht. Doch die Schwächen bei Dämmung, Fahrwerk und Assistenten verraten, was zur Spitze fehlt. Mit Qualität bis ins Detail sind die SUV von Kia und Mazda vorbeigezogen. Fehlerpunkte: 15. Note: 2.
Bild: Sven Krieger
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Platz 26:Kia Stonic 1.0 T-GDI Spirit • Nach 76.000 Kilometern musste der Stonic erstmals in die Werkstatt. Der Schaltkomfort hatte gelitten, besonders erster und zweiter Gang kratzten stark. Eine neue Kupplung sorgte für Abhilfe. Bei der Demontage nach Abschluss des Tests fällt auf, dass die Wasserpumpe Flüssigkeit verliert. Davon abgesehen macht der Stonic beim Schluss-Check einen sehr guten Eindruck. Fehlerpunkte: 15. Note: 2.
Bild: AUTOBILD
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Platz 26:Renault Kadjar • Nie ließ der Kadjar seine Besatzung mit einem Problem im Stich, musste aber einmal unplanmäßig mit einem defekten Kühlerlüfter in die Werkstatt. Auch die abschließende Zerlegung zeigt: kaum messbarer Verschleiß, kaum Ölkohleaufbau, kein Ölverbrauch – der Motor wäre noch locker für weitere 100.000 Kilometer gut. Auch das Getriebe wirkt bei der Zerlegung fast neuwertig. Der Blick mit dem Endoskop in die Hohlräume präsentiert trotz etwas ungleichmäßigem Wachseintrag völlig rostfreie Schweller. Am Ende bringen nur ein paar Kleinigkeiten wie der schief sitzende Tankdeckel, die Scheuerstellen, die die Radhausverkleidung hinterlassen hat, oder das angerostete Heckklappenscharnier ein paar kleine Abzüge in der B-Note. Fehlerpunkte: 15. Note: 2.
Platz 25:Mazda CX-30 e-Skyactiv X • Bei der Zerlegung zum Ende des Dauertests zeigte sich der Mazda als typischer Japaner: nicht ganz ohne Rostansätze; Ölleckagen oder zu hohen Lagerverschleiß hingegen kennt er nicht. Ansonsten: etwas Ölkohleaufbau an den Einlassventilen, der Drucksensor des dritten Zylinders musste zwischendurch getauscht werden. Insgesamt aber keine Ausfälle und kein Ärger. Fehlerpunkte: 14. Note: 2.
Platz 23:Dacia Duster SCe 115 2WD (2. Generation, seit 2018) • Die Technik hielt – bis auf eine Glühbirne ging nichts kaputt. Bei der Zerlegung fiel jedoch an mehreren Stellen Rost am Blech auf. Dazu kamen erste Ermüdungserscheinungen der vorderen Stoßdämpfer, lose Verkleidungsteile sowie Abnutzungsspuren an Sitzen und im Kofferraum. Fehlerpunkte: 13. Note: 2.
Platz 23:Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi • Bei der Zerlegung fiel Ölkohleaufbau an den Ventilen auf, woran aber viele moderne Diesel leiden. Der etwas ölige Turbolader und die beschädigte Gleitschiene im Kettentrieb machen schon mehr Sorgen. Ärgerlich ist auch die beginnende Korrosion in den Längsträgern. Fehlerpunkte: 13. Note: 2.
Platz 22:Volvo XC60 T8 • Die abschließende Zerlegung fällt beginnende Korrosion an Kanten- und Schweißnähten der Vorder- und Hinterachsträger auf. Außerdem in paar Scheuerstellen am Unterboden, an denen sich erster Rost zeigt. Nicht schön, aber auch nicht besorgniserregend. Schwerwiegender: Die Auspuffkrümmerdichtung ist an Zylinder eins undicht, der Monolith am ersten Katalysator ist gebrochen, der an Kat zwei zeigt leichte Ausbrüche. Für den Krümmer gibt es zwei Strafpunkte, für den Kat fünf. Abgesehen von diesen Punkten ist der Gesamtzustand des Autos, bezogen auf die Laufstrecke, nicht zu beanstanden. Fehlerpunkte: 12. Note: 2+.
Platz 19:Skoda Kodiaq 2.0 TDI 4x4 Scout • Der Kodiaq fährt im Test nur knapp an einer Eins vorbei. Erst kurz vor Erreichen der 100.000-Kilometer-Marke tauchen zwei kleine Probleme auf: erst ein Wackelkontakt am Startknopf, dann ein Fehler am Steuergerät der Dämpferregelung. Bei der abschließenden Zerlegung fand der DEKRA-Experte kaum Mängel. Einzig die angegriffene Krümmerdichtung offenbarte, dass sie wohl innerhalb der nächsten maximal 50.000 Kilometer auf Durchzug geschaltet hätte. Fehlerpunkte: 11. Note: 2+.
Platz 19:Alfa Romeo Stelvio Veloce 2.2. Diesel • Rost in den Holmen, am Unterboden, an Verschraubungen. Dazu: Abnutzungen an der Kurbelwelle und Ablagerungen am Einlassventil. Eigentlich ist der Stelvio ausgereift, aber im Detail muss Alfa besser werden, um ganz vorn mitzufahren. Fehlerpunkte: 11. Note: 2+.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
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Platz 19: Peugeot 2008 1.6 BlueHDi 100 • Ein zuverlässiger Kumpel! Der Peugeot 2008 tut eine Menge für den zuletzt ramponierten Ruf, so gut hat seit einem Citroën C5 im Jahre 2012 kein PSA-Modell mehr beim Dauertest abgeschnitten. Der 2008 ist handlich und praktisch, mit dem kleinen Diesel flott und sparsam. Pannen- und nahezu fehlerfrei hat der Peugeot die harten 100.000 Kilometer weggeknabbert. Einziger Schreck gegen Ende der Laufzeit: Wegen Klappergeräuschen tauschte die Werkstatt auf Garantie die vorderen Stoßdämpfer. Ansonsten sahen die Schrauber den 2008 nur zu den Inspektionen. So ist Peugeot wieder auf einem guten Weg. Fehlerpunkte: 11. Note: 2+.
Platz 16: Dacia Jogger TCe 100 Eco-G • Der Jogger wirkt nach 100.000 Kilometern deutlich frischer als die Vorgänger des Lademeisters. Ärgerlich sind die vielen perspektivisch nicht vorteilhaften Korrosionsstellen. Zumal die dort sind, wo sie sich dem schnellen Zugriff entziehen. Motor, Getriebe, Sitze und Lenkrad haben die Distanz aber gut überstanden. Fehlerpunkte: 10. Note: 2+.
Bild: Christoph Boerries
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Platz 16:Suzuki Vitara 1.4 Boosterjet Allgrip • Die 100.000 Kilometer überstand der Vitara ohne Panne. Bei der abschließenden Demontage fällt beginnende Korrosion auf – so etwa an den Achsen (Kanten- und Schweißnahtkorrosion), in den Radhäusern (Masseanschlüsse) und in den Hohlräumen der Längsträger. Einzige Auffälligkeit am Motor: An zwei Zylindern klemmen Kolben- und Ölabstreifring in der Nut. Der Ventiltrieb zeigt kaum Verschleiß, und die Stoßdämpfer sind im tadellosen Zustand. Nachdem schon der verblichene Diesel-Vitara in einem früheren Dauertest bei uns einen Eindruck unbedingter Verlässlichkeit hinterlassen hat, fügt sich der Mildhybrid-Benziner ins positive Bild. Fehlerpunkte: 10. Note: 2+.
Platz 16:Fiat 500 X 1.6 MJT Lounge • Das kompakte SUV macht optisch und technisch vieles richtig. Zwar überzeugt er nicht mit seiner Unübersichtlichkeit oder dem schlecht ablesbaren TomTom-Navi doch gibt es nach 100.000 Kilometer bis auf Kleinigkeiten nichts wirklich zu bemängeln. Fehlerpunkte: 10. Note: 2+.
Platz 14:Opel Mokka 1.2 DI Turbo Ultimate • Alles Wesentliche hat gehalten, auch der prekäre Nockenwellenantrieb via Zahnriemen im Ölbad – man muss ihn im Auge behalten und wie wir vorzeitig wechseln. Am Rostschutz haben wir wenig auszusetzen. In Relation zum Preis grinst uns aber zu oft der Rotstift an. Stellantis verspricht, mit dem 2025er Facelift die Schwächen abgearbeitet zu haben: Seit 2023 ersetzt eine Kette den Zahnriemen. Fehlerpunkte: 9. Note: 2+.
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD
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Platz 14:Honda CR-V e:HEV AWD • Er hat nicht in allen Lebenslagen vollkommen überzeugt. Aber bei der Zerlegung beeindruckt er uns trotz Rostansätzen mit seiner Verschleißfestigkeit: Lange haben wir keine derart sauberen Kolben und Ventile mehr gesehen! Fehlerpunkte: 9. Note: 2+.
Bild: Olaf Itrich
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Platz 10:Suzuki SX4 S-Cross DDiS AllGrip • Die Navi-Anzeige fiel schon nach wenigen Tagen aus, die Unterhaltungselektronik zickte ständig und das Schaltgetriebe hakelte morgens. Darüber hinaus geschah jedoch nichts: kein Ausfall, kein Schaden, nichts! Nach 100.000 Kilometern wirkte der Suzuki frisch und unverbraucht, der Motor verschleißfrei. Fazit: Der SX4 S-Cross besteht den Dauertest mit solider Technik. In Material, Verarbeitung und Detail zwar unter Top-Niveau, dafür ohne Ausfall – abgesehen vom Navi, da müssen die Japaner dringend besser einkaufen. Fehlerpunkte: 8. Note: 1-.
Platz 10: Peugeot 3008 Hybrid4 • Keine Ausfälle oder Pannen. Die Zerlegung offenbarte beginnende Korrosion an Kanten und Schweißnähten der Vorderachskörper und Crashbox sowie rings um die Batterie, ganz leichtes Ölschwitzen am Getriebeausgang – fast alles nur alters- und laufleistungsüblich. Auch der Zustand der Kolben/Zylinder, des Ventiltriebs, überhaupt die ganze Mechanik ist nicht zu beanstanden. Fehlerpunkte: 8. Note: 1-.
Platz 10:Mazda CX-5 Skyactiv-D AWD (1. Generation, 2011-2017) • Nichts konnte den CX-5 stoppen. Nicht mal der unaufmerksame Service im eigenen Hause. Trotz vergessener Software-Updates und falscher Bremsbeläge holt der Mazda Platz zwei. Und hätte die Werkstatt mitgespielt, wäre er sogar neuer Dauertest-Meister geworden. Fehlerpunkte: 8. Note: 1-.
Platz 10:Mini Cooper Countryman (2. Generation, 2017-2020) • Den einzigen außerplanmäßigen Werkstattbesuch hat ein Ausfall des Zentraldisplays, gefolgt von einer leergesaugten Batterie, notwendig gemacht. Ein Software-Update in der Werkstatt hat den Fehler schnell behoben. Ansonsten hat der Mini sich als zuverlässiger Allrounder erwiesen. Auch bei der abschließenden Untersuchung durch den DEKRA-Sachverständigen gab es nichts zu beanstanden. Fehlerpunkte: 8. Note: 1-.
Platz 9:Hyundai Tucson 2.0 CRDi 2WD Style • Der Tucson meisterte die 100.000 Kilometer ohne größere Probleme. Kleinigkeiten: Die elektrische Heckklappe funktionierte zeitweise nicht (Heckklappe ließ sich nicht öffnen), Knarzgeräusche durch einen gelockerten Blechhalter am Lüftungsschacht, Rostansätze am Karosserie-Massepunkten und ein äußerlich stark in Mitleidenschaft gezogener Anlasser. Motor und Getriebe sahen dagegen bei Testende noch so aus wie neu. Fehlerpunkte: 6. Note: 1-.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Platz 7:BMW X1 xDrive 20i • Das Edel-SUV kann alle hohen Ansprüche im Dauertest erfüllen. Er kann reisen, schleppen, angasen und verwöhnen. Fürs viele Geld wird eine Menge geboten, am Ende auch reibungslose 100.000 Kilometer – ein Spitzenplatz in unserer Rangliste. Lediglich das Navi tat sich schwer – sonst ist der X1 ein Musterschüler. Fehlerpunkte: 5. Note: 1-.
Platz 7:VW Tiguan 2.0 TSI 4Motion • Auffällig unauffällig ist der Tiguan 125.000 Kilometer gelaufen, steht am Ende blendend da. Erst durch die Demontage finden wir Minuspunkte: beginnende Korrosion an der unteren Gepäckraumkante, beginnendes Schwitzen zwischen DSG-Automatik und Verteilergetriebe und ein abgebrochener Indexnocken am Getriebe. Das nicht ganz ruckfreie DSG hatte schon vorher Fehlerpunkte für den nicht perfekten Komfort kassiert. Für eine glatte Eins reicht es so am Ende nicht mehr. Fehlerpunkte: 5. Note: 1-.
Platz 4:Volvo XC60 D4 • Zum Testende gab es nur Kleinigkeiten. Die hinteren Bremsscheiben und -klötze waren erstaunlicherweise früher fällig als die vorderen, die Anhängerkupplung hatte bei Testende unangenehmes Längsspiel, der USB-Anschluss verschwand nach 70.266 Kilometern in der Mittelkonsole – und das war's dann auch schon. Keine Ausfälle, keine Schäden. Bei der abschließenden Zerlegung fielen nur ein zerfetztes Hitzeblech und die nachlässige Rostvorsorge am hinteren Unterboden auf. Auch der Innenraum wirkte noch wie neu. Fehlerpunkte: 4. Note: 1.
Platz 4:Kia Sportage 2.0 CRDi AWD Spirit • Die 100.000 Kilometer übersteht der Sportage ohne jede Panne. Völlig unauffällig bleibt der Kia auch bei der abschließenden Untersuchung im demontierten Zustand. Zuverlässigkeit auf Topniveau, Produkteigenschaften und Design 100 Prozent europatauglich – Kia profiliert sich schon längst nicht mehr allein über den Preis. So wird die Marke auch für die deutsche Konkurrenz zum Angstgegner. Fehlerpunkte: 4. Note: 1.
Platz 4:Audi Q5 Sportback 50 TDI quattro • Zentraler Kritikpunkt: beginnender Rost an wichtigen Fahrwerksteilen – nach drei Salzwintern allerdings. Fehlerpunkte: 4. Note: 1.
Platz 3:Mazda CX-5 Skyactiv-D 184 AWD (2. Generation, seit 2017) • Der Mazda kommt ohne nennenswerte Mängel und mit einwandfreier Werkstattleistung durch den Test. Unter der Kofferraumdichtung findet sich beginnende, aber noch harmlose Korrosion. Der 2,2-Liter-Diesel hat sich von den 100.000 Kilometern nicht übermäßig beeindrucken lassen. Fehlerpunkte: 3. Note: 1.
Platz 2:VW T-Cross 1.0 TSI DSG • Bei der Schlusszerlegung fielen an Vorder- und Hinterachse leichte braune Schleier auf, die als unbedenkliche Oberflächenkorrosion aber keinen Einfluss auf das Abschneiden des T-Cross haben. Auch der ungleichmäßige Wachseintrag in den Hohlräumen war zwar deutlich zu erkennen, blieb aber ohne weitere Folgen. Bei der Vermessung des Motors ließ sich ebenfalls nichts finden, was irgendwie Grund zur Sorge ausgelöst hätte. Gleiches Bild bei Getriebe, Kupplung, Elektrik – alles i. O. Fehlerpunkte: 2. Note: 1.
Platz 1:Seat Ateca 1.4 Eco TSI Style • Über den Seat gibt es auch nach 100.000 gefahrenen Kilometern nicht viel zu berichten. Keinerlei Ausfälle oder Defekte. Einen Fehlerpunkt gibt es lediglich für die Sitze des Ateca, denn nach Langstrecken klagen mehrere Fahrer über Rückenschmerzen und eingeschlafene Hinterteile. Das ist aber nur der Zwischenstand: Der Seat wurde nach Erreichen der 100.000 Kilometer noch nicht demontiert – er geht weiter in die Verlängerung. Fehlerpunkte: 1. Note: 1.