Opel Elektro-Auto (2017): Vorschau

Opel Elektro-Auto (2017): Vorschau

— 19.01.2016

So stromert Opel in die Zukunft

Nach dem erfolglosen Ampera startet Opel 2017 mit einem neuen Elektro-Auto. Der deutsche Bruder des Chevrolet Bolt soll 300 Kilometer weit stromern können und weniger als 30.000 Euro kosten.

Ausgerechnet die Amerikaner, die selbsterklärten Liebhaber des V8-Big-Blocks, erfinden ein Elektroauto, das für die breite Masse interessant werden könnte. Weil es 300 Kilometer rein elektrisch schaffen soll. Weil es in weniger als sieben Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und unter 30.000 Euro kosten soll. Was hat das jetzt mit uns zu tun? Antwort: 2017 kommt der Chevrolet Bolt EV nach Deutschland, dann blitzt das Opel-Logo auf dem Grill. In den USA drehte AUTO BILD jetzt eine erste Runde mit dem 203 PS starken Bolt, der dort schon Ende 2016 elektrisch losrollen soll.

Das neue Elektro-Auto ist vollvernetzt, OnStar ist ebenso an Bord wie ein WiFi-Hotspot.

Wie beeindruckend die Beschleunigung in einem Elektroauto ist, wurde schon oft beschrieben, aber beim Bolt sind die Werte spektakulär: Mit 360 Nm Drehmoment und den sieben Sekunden auf Tempo 100 lässt er Elektro-Konkurrenten wie Nissan Leaf (11,5 Sekunden) oder Renault Zoe (13,5) locker hinter sich, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 146 km/h.

Im Sportmodus verliert der Bolt allerdings auch mal die Bodenhaftung; die kleinen, schmalen Räder sind leicht überfordert, das Auto droht auszubrechen. Die (beheizbaren) Sitze sind bequem, erstaunlich ist die Beinfreiheit im Fond. Nicht optimal ist die Rundumsicht: Die hinteren Fenster sind klein, die C-Säule ist sehr breit.

Aufgeladen in 90 Minuten

In 90 Minuten soll der Bolt an der Schnellladedose aufgetankt werden können.

An einer Schnellladestation soll die Batterie nach rund eineinhalb Stunden aufgeladen sein. An der Haushaltssteckdose ist der Bolt über Nacht wieder voll einsatzbereit. Die Ladebuchse befindet sich vorn links am Fahrzeug. Alle Info- und Entertainment-Daten (Chevy MyLink) können über ein 10,2 Zoll großes Touchscreen-Display bedient und abgerufen werden. Mit an Bord sind OnStar, Android Auto sowie Apple CarPlay, 4G LTE, WiFi-Hotspot und kabelloses Laden von Smartphones.

Durch den Sitz der Batterie unter dem Fahrzeug ist der Kofferraum recht groß, hier haben BMW i3 und Nissan Leaf das Nachsehen. Zwei Kameras am Heck erlauben eine Weitwinkel-Sicht über den Monitor beim Rückwärtsfahren, außerdem gibt es per Knopfdruck eine 360-Grad-Rundumsicht des Fahrzeugs aus der Vogelperspektive (bei Schrittgeschwindigkeit und im Stand).

Der Stromer kommt auf jeden Fall

Was sagt Opel? Noch nichts. Aber es ist sicher, dass der kleine Stromer nach Deutschland kommt, Mitte 2017. Mit exakt dem gleichen Akku-Pack wie beim Bolt – und unter 30.000 Euro.
Fotos: Chevrolet Bolt EV

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.