Renault Mégane RS (2018): Trophy, Test, PS, Preis

Renault Mégane RS (2018): Trophy, Test, PS, Preis

Renault Mégane RS (2018): Trophy, Preis, Motor, PS, Test

Mégane RS mit Allradlenkung

Der Mégane RS Trophy wurde bei Testfahrten auf der Nordschleife erwischt. AUTO BILD hat die Bilder und Infos! Dazu: Fahrbericht zum normalen RS!
Renault macht Ernst! Die dritte Generation des Mégane RS sieht richtig aggressiv aus. Die Front bekommt große Lufteinlässe, und auch die vom kleinen Bruder Clio RS bekannten Tagfahrleuchten im Zielflaggen-Design übernimmt der Mégane. Besonders auffällig sind die stark ausgestellten Radhäuser und der mächtige Diffusor mit breiten Luftleitkanälen. Renault verpasst dem neuen Mégane-Topmodell ein mittig platziertes, trapezförmiges Auspuffendrohr. Ganz neu ist die Außenfarbe Tonic Orange.

RS Trophy auf der Nordschleife gesichtet (Update!)

Der RS Trophy könnte auch dieses mal ohne Rücjbank zum Kunden kommen.

Auch für den neuen Mégane RS wird es als potentere Ausbaustufe eine Trophy-Version geben. Ein Prototyp wurde von den AUTO BILD-Erlkönigjägern bei Fahrwerkstests auf der Nordschleife erwischt. Von außen zeigt sich der stärkere Kompaktsportler wie sein schon bekannter Bruder, die Modifikationen stecken bislang unter dem Blech. Die normalen Dämpfer werden wahrscheinlich durch Öhlins-Verstelldämpfer ersetzt. Optionale Semi-Slicks sind ebenso denkbar. Ob auch der kommende RS Trophy, wie der Trophy-R, ohne Rückbank zum Kunden kommen wird, ist nicht klar. Beim Trophy legen die Ingenieure auch beim Antrieb Hand an. 20 PS mehr könnten die Entwickler aus dem beim RS standardmäßigen 1.8-Liter-Turbobenziner kitzeln. Damit würde auf die Leistung auf 300 PS ansteigen.

Innenraum: Alcantara am Lenkrad

Der Innenraum wurde mit roten Akzenten auf Sportlichkeit getrimmt.

Im Innenraum wurden die serienmäßigen Sportsitze mit roten RS-Logos und Nähten in der gleichen Farbe individualisiert. Das Sportlenkrad mit Alcantarabezug trägt eine rote Zwölf-Uhr-Markierung. Technisch spendieren die Franzosen dem Sportmodell einige Highlights. Allen voran die Allradlenkung "4Control", die beim Mégane RS serienmäßig an Bord ist. Anders als beim Clio RS haben die Kunden beim RS-Modell erstmals die Wahl zwischen einer klassischen Sechsgang-Handschaltung und einem Doppelkupplungsgetriebe mit ebenfalls sechs Fahrstufen. Dafür wird es den neuen Mégane RS analog zum Clio RS ausschließlich als weniger sportlichen Fünftürer geben.

Fahren: Die Allradlenkung überzeugt auf der Landstraße

Landstraßen sind das Revier des Mégane RS.

Die Basisversion kommt mit ein paar wesentlichen Neuerungen. Der neue Turbo-Motor mit auf 1,8 Liter verkleinertem Hubraum arbeitet gleichmäßiger und wirkt drehfreudiger als der 2.0-Vorgänger, der noch mehr ein typischer Turbo mit Druck vor allem im mittleren Drehzahlbereich war. Das neue EDC Doppelkupplungsgetriebe schaltet schnell, nur wünscht man sich etwas größere Paddels, denn die eingesetzten sind vor allem im unteren Bereich arg kurz geraten. Das bevorzugte Revier des RS sind Landstraßen, auf denen die neue Allradlenkung überzeugen kann. Der RS wirkt sehr wendig und agil, die Verbindung zwischen Lenkung und Vorderachse ist aber etwas synthetischer als beim Vorgänger geraten. Das Heck ist nach wie vor lebendig und arbeitet kräftig mit, auch hier spürt man die lenkunterstützende Arbeit der 4Control-Allradlenkung. Das Einlenken passiert sehr präzise und direkt. Mit einem trockenen Knurren dreht der 280-PS-Motor seiner Nenndrehzahl von 6000 entgegen, untermalt von vorwitzigen Verpuffungen zwischen den Schaltvorgängen. Das Basisfahrwerk des RS findet einen auch schlechtwegetauglichen Kompromiss aus sportlicher Straffheit und gutem Restkomfort, Seitenneigung und Aufbaubewegungen werden von größeren Stabilisatoren in Grenzen gehalten.

Motoren und Preise: Ende 2018 kommt die Trophy-Version

Der alte Zweiliter-Vierzylinder hat ausgedient und wird durch einen 1,8-Liter-Turbomotor ersetzt.

Beim Motor gibt es eine Überraschung: Der Zweiliter-Turbo aus dem aktuellen Mégane RS hat ausgesorgt. Der Grund: nicht mehr zeitgemäße Verbrauchs- und CO2-Werte. Stattdessen kommt ein 1,8-Liter-Turbo mit 280 PS und 390 Nm maximalem Drehmoment zum Einsatz. Fahrwerte verrät Renault zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht, dafür kündigen die Franzosen für Ende 2018 schon mal die noch schnellere Trophy-Version des Mégane RS mit 300 PS an. Ab Februar 2018 lässt sich das vorläufige Topmodell Mégane RS mit 280 PS, spezieller RS-Telemetrie und den fünf Fahrmodi Comfort, Normal, Sport, Race und Perso bestellen. Das gilt allerdings nur für die Version mit Doppelkupplungsgetriebe. Der Handschalter kann erst im Laufe des Frühjahres geordert werden. Wichtige Info für Nordschleifen-Fans: Die neue Generation des Mégane RS soll den Nürburgring-Rekord für Fronttriebler zurückholen. Den hatte zuletzt der Honda Civic Type-R (7:43.8 Minuten) dem VW Golf GTI Clubsport S abgejagt. Die endgültigen Preise für den deutschen Markt stehen noch nicht fest. In Frankreich startet der Mégane RS als Handschalter bei 36.700 Euro, mit Doppelkupplung werden 39.400 Euro fällig.

Neue Kompakt-Sportler (2018, 2019 und 2020)

Renault Mégane RS IllustrationVW Golf 8 R IllustrationMercedes A-Klasse Illustration

Autoren: Jan Götze, Ralf Kund, Andreas Huber

Stichworte:

Kompaktklasse

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