Mercedes-AMG GLE 53 (2019)

Mercedes-AMG GLE 53 (2019)

Mercedes-AMG GLE 53 (2019): Test, Motor, Ausstattung, MBUX

Alle Infos zum Mercedes-AMG GLE 53

Mit dem GLE 53 bringt Mercedes-AMG das vorläufige Topmodell des neuen SUVs mit 435 PS und reichlich AMG-Features. AUTO BILD hat die Sitzprobe!

Vorstellung: GLE 53 als vorläufiges Topmodell

53 kommt vor 63: So ist das auch bei Mercedes-AMG. Auf dem Autosalon in Genf (7. bis 17. März 2019) zeigen die Affalterbacher das vorläufige Topmodell des neuen GLE und das sieht schon mächtig böse aus!
Die Front wird vom Kühlergrill mit 15 vertikalen Streben dominiert. Die flachen Scheinwerfer sind vom zivilen Modell bekannt. Den großen, angriffslustig wirkenden Lufteinlass in der Frontschürze und die Radhausverbreiterungen bekommt nur das AMG-Modell. Im Profil fallen sofort die großen 22-Zöller und die Trittbretter auf. Am Heck runden vier verchromte Endrohre und ein ebenfalls verchromter Diffusoreinsatz den bulligen Auftritt ab. Beim Antrieb setzt der GLE auf den aus anderen 53er-Modellen bekannten Antrieb. Unter der Haube sorgt ein elektrifizierter Dreiliter-Reihensechszylinder mit 435 PS und 520 Nm, Neungang-Automatik und 48-Volt-Bordnetz für standesgemäßen Vortrieb. Ab Herbst 2019 dürfte der GLE 53 für rund 90.000 Euro bei den Händlern stehen.

Bildergalerie: Autosalon Genf 2019

Innenraum: MBUX mit speziellen AMG-Funktionen

Das serienmäßige MBUX-Infotainment hat zusätzliche AMG-Features an Bord.

Auch wenn die schmalen Trittbretter hauptsächlich dem Style dienen, erleichtern sie das Einsteigen in den GLE 53. Im Innenraum herrscht das typische Mercedes-AMG-Feeling: Fast alles ist aus anderen Modellen bekannt, die Qualität ist top. Das MBUX inklusive Widescreen-Cockpit kennen wir beispielsweise aus dem normalen GLE, das AMG-Supersport-Lenkrad inklusive der Display-Tasten aus AMG GT-Viertürer oder dem C 63 Facelift. Das Lenkrad mit den Dinamica-Einsätzen fühlt sich sehr gut an, wirkt in einem SUV dieser Größe allerdings sehr ungewohnt. Dafür lassen die Platzverhältnisse genauso keine Wünsche offen wie das MBUX, das im GLE 53 besondere AMG-Funktionen hat. Dazu zählen anders gestaltete Ansichten oder die Auswahl von bestimmten Offroad-Einstellungen wie Steigung, Neigung oder Niveau.

Bildergalerie Mercedes GLC Facelift (2019)

Die aus dem zivilen GLE bekannten Haltegriffe auf der Mittelkonsole gibt es natürlich auch im Topmodell. Sie sehen massiv aus und dienen in der AMG-Version wohl am ehesten dem Beifahrer zum Festkrallen in schnellen Kurven. Die Carbon-Zierleisten an Armaturenbrett und Türtafeln sind typisch AMG und sorgen für ein sportliches Flair, das sich auch hinten fortsetzt. Die Platzverhältnisse sind auch im Fond luxuriös, bei 4,92 Metern Außenlänge aber auch kein Wunder. Besonders im GLE: Gegen Aufpreis lässt sich auch die Rückbank elektrisch verstellen – natürlich Mercedes-typisch in der Tür. Optional wird der Mercedes-AMG GLE 53 mit einer dritten, umklappbaren Sitzreihe zum Siebensitzer. Perfekt für die große Familie, die gerne schnell ans Ziel kommt. Dann ist auch die Easy-Entry-Funktion an Bord, mit der die zweite Sitzreihe elektrisch nach vorne fährt, damit die beiden hintersten Passagiere bequem einsteigen können.

Ausstattung: Neue Wankstabilisierung

Das neue Fahrwerk bietet jetzt auch eine Wankstabilsierung, die nicht nur in Kurven hilft.

Das SUV kommt serienmäßig mit variablem Allradantrieb. Der soll für mehr Traktion, aber auch für mehr Dynamik sorgen, indem je nach Bodenbelag und Fahrmodus kontinuierlich die optimale Drehmomentverteilung für die Vorder- und die Hinterachse berechnet wird. Das AMG Active Ride Control-Fahrwerk wurde neu entwickelt und basiert auf der Luftfederung Ride Control+. Dieses Fahrwerk soll den GLE 53 agiler als seinen regulären Bruder machen, dabei neutrales Kurvenverhalten und beste Traktion liefern. Neu dabei ist die aktive Wankstabilisierung. Sie reduziert nicht nur die Wankbewegungen bei Kurvenfahrt, sondern erhöht auch den Fahrkomfort beim Geradeausfahren, weil einseitige Fahrbahnunebenheiten ausgeglichen werden. Laut AMG kann die Technik den Fahrzustand bis zu tausendmal pro Sekunde anpassen. Mit der Luftfederung wird das Fahrzeug im Sportmodus (für einen besseren Schwerpunkt) oder ab einer Geschwindigkeit von 120 km/h (um den Luftwiderstand zu reduzieren) um 15 Millimeter abgesenkt. Auf schlechten Wegen kann man das Auto auf Knopfdruck um bis zu 55 Millimeter anheben. Das funktioniert im Stand aber auch während der Fahrt.

Mercedes MBUX Infotainmentsystem (2018)

Für die richtige Verzögerung sorgen vorn innenbelüftetet und gelochte Integralbremsscheiben mit einem Durchmesser von 400 Millimetern sowie 2-Kolben-Festsättel, hinten sind es 345-Millimeter-Integralscheiben mit Innenbelüftung und Einkolben-Faustsätteln. Durch die Auswahl von einem der sieben Fahrprogramme Glätte, Comfort, Sport, Sport+, Individual, Trail und Sand werden Motor, Getriebe, Gaspedal- und Lenkungskennlinie, Fahrwerksdämpfung, ESP, Allradantrieb und der Sound angepasst. Letzterer kommt optional aus einer Klappenauspuffanlage. Ebenfalls aufpreispflichtig ist das Night-Paket, bei dem die Scheiben getönt sind und Frontsplitter, Zierteile in der Frontschürze und den äußeren Lufteinlässen, Spiegelkappen, Fensterrahmen, Dachreling, Diffusor und Endrohrblenden Schwarz statt Chromfarben sind. Für den Innenraum gibt es auf Wunsch den Raumduft AMG#63, der anregend und sportlich riechen soll.

Mercedes-AMG GLE 53 (2019) - Test, erste Infos, Sitzprobe, Details

Sitzprobe im Top-GLE

Zudem bietet AMG eine Sonderausstattung für das Infotainmentsystem an. Mit AMG TRACK PACE gibt es einen virtuellen Ingenieur im MBUX-System über den sich 80 Daten zum Fahrzeug sowie Zeiten auf der Rennstrecke abrufen lassen. Dazu gehören zum Beispiel die beste Beschleunigungszeit auf 100 km/h oder die Viertelmeile. Der Fahrer kann jeden Rundkurs oder jede offene Strecke aufzeichnen und hinterlegen und sich so seine eigene Datenbank schaffen. Dank eines neuen Algorithmus erkennt das Tool auch, wenn die Strecke verlassen oder abgekürzt wird. Zusätzlich bietet AMG eine Smartphone-App an, mit der die Fahrt aufgenommen werden kann und Videos und Fotos bearbeitet werden können.

Motor: Reihensechser mit 435 PS

Der Mercedes-AMG GLE 53 beschleunigt in 5,3 Sekunden von null auf 100 km/h.

Beim GLE 53 setzt Mercedes-AMG auf einen Dreiliter-Reihensechszylinder mit doppelter Aufladung durch einen Abgasturbolader und einen elektrischen Zusatzverdichter. Der Motor leistet 435 PS und 520 Nm. Sein EQ-Boost-Startergenerator liefert kurzzeitig zusätzlich 16 kW Leistung und 250 Nm Drehmoment. Dank des elektrischen Zusatzverdichters gibt es kein Turboloch, denn die Technik baut den Ladedruck auf, bis der Abgasturbolader einsetzt. So beschleunigt das SUV in 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Bei 250 km/h ist elektronisch Schluss. Der Startergenerator sorgt derweil nicht nur für ein kurzes Plus an Leistung, sondern hilft mit Hybridfunktionen wie Rekuperieren, Lastpunktverschiebung, Segeln und der Start-Stopp-Funktion dabei Benzin zu sparen. Trotzdem weist das große SUV einen kombinierten Verbrauch von 9,3 Litern auf 100 km/h auf.

Technische Daten: 0-100 km/h in 5,3 Sekunden

Mercedes-AMG GLE 53 4Matic+ • Motor: Reihensechszylinder • Hubraum: 2999 cm³ • Leistung Verbrennungsmotor: 320 kW (435 PS) • max. Drehmomemt Verbrennungsmotor: 520 Nm • Leistung EQ Boost: 16 kW (22 PS) • max Drehmoment EQ Boost: 250 Nm • kombinierter Verbrauch: 9,3 l/100 km • CO2-Emissionen: 212 g/km • Effizienzklasse: C • Beschleunigung 0-100 km/h: 5,3 s • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h • Preis: ab ca. 90.000 Euro.

Bildergalerie Mercedes GLE

Jan Götze

Fazit

Der GLE 53 sieht nicht nur richtig bullig aus, er hat auch im Innenraum die typische AMG-Behandlung inklusive Supersport-Lenkrad, Carbon-Applikationen und mehr bekommen. Platzverhältnisse und Qualitätsanmutung sind top!

Stichworte:

SUV

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