Mercedes V-Klasse Facelift (2019)

Mercedes V-Klasse Facelift (2019)

Mercedes V-Klasse Facelift (2019): Preis, Test, Motoren

V-Klasse wird zum VIP-Shuttle

Das Facelift der Mercedes V-Klasse kommt mit überarbeiteter Front, neuen Motoren und Luxussitzen inklusive Massage. AUTO BILD hat den Preis!

Vorstellung: Die Optik wird nur minimal überarbeitet

Über 200.000 Mal hat sich die aktuelle V-Klasse seit 2014 verkauft. Nach fünf Jahren ist es jetzt Zeit für ein Facelift. Und die guten Verkaufszahlen sind auch ein Grund, warum der neue Look eher dezent ausfällt. Zu erkennen ist die 2019er V-Klasse nur an der Front, die die Designer leicht überarbeitet haben. Der Stoßfänger ist in die Breite gezogen, der Kühlergrill wird weiterhin vom großen Mercedes-Stern dominiert, hat jetzt aber eine neue Struktur. Analog zu den übrigen Pkw-Modellen setzt sich die 2016 eingeführte AMG-Line mit dem Facelift stärker von den normalen Varianten ab, das liegt vor allem am für die V-Klasse neuen Diamantgrill. An den Seiten und am Heck gibt es keine Veränderungen zum aktuellen Modell.

Die AMG-Line ist in Europa besonders beliebt und bekommt ab dem Modelljahr 2019 den Diamantgrill.

Dafür ändert sich unter dem Blech einiges. Der bekannte 2,15-Liter-Vierzylinder fliegt raus und wird durch den neuen Zweiliter-Diesel (OM 654) in verschiedenen Leistungsstufen ersetzt. Außerdem gibt es das neue Topmodell V 300 d mit 239 PS. Zudem löst die moderne 9G-Tronic die bisherige 7G-Tronic ab. Bei den Assistenzsystemen legt Mercedes ebenfalls noch mal nach. Das Mercedes V-Klasse Facelift ist ab sofort zum Basispreis von 39.632 Euro bestellbar. Die ersten Kundenfahrzeuge werden ab Juni 2019 ausgeliefert.

Bildergalerie: Autosalon Genf 2019

Innenraum: Kein MBUX im V-Klasse-Facelift

Was sich im Innenraum der V-Klasse getan hat, zeigt die erste Sitzprobe. Der hohe Einstieg ist gewohnt komfortabel, und die Sitzposition passt. Trotzdem herrscht leichte Ernüchterung in Reihe eins: Das Cockpit der V-Klasse ist, mit Ausnahme der neuen Lüftungsdüsen, bekannt. Nicht falsch verstehen, für eine Großraumlimousine sind Ausstattung und Materialauswahl weiterhin sehr gut. Aber während der neue Sprinter mit MBUX vorfährt, geht das V-Klasse-Facelift leer aus. Hier gibt's keine Antwort auf "Hey Mercedes". Fairerweise muss man gestehen, dass es bei einem Facelift natürlich nicht so leicht ist, diese Technologie unterzubringen, kennen wir ja von der Modellpflege der C-Klasse. Das Design der Instrumente wurde minimal überarbeitet, digital sind sie nicht.

Luxussitze mit Massage in drei Stufen

Massage, Belüftung und Heizung lassen sich in jeweils drei Stufen direkt am Sitz einstellen.

Dafür gibt es in Reihe zwei ein echtes Highlight! Gegen Aufpreis kommt die V-Klasse ab sofort mit Luxussitzen (gibt es in China schon seit 2016) mit allen erdenklichen Features: Liegefunktion, Massage, Klimatisierung – alles an Bord. Ein erstes Probesitzen macht klar: Beim Sitzkomfort steht die V-Klasse der S-Klasse ist nichts nach. Den Kopf auf das bequeme Kissen betten, Beine lang machen und dabei sanft massieren lassen. So werden lange Reisen easy gemeistert. Hinzu kommt, dass sich die Luxussitze flexibel über das Schienensystem im Boden verschieben lassen – auf Wunsch kann die Bestuhlung auch gegen die Fahrtrichtung eingebaut werden.

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Dieses Extra richtet sich natürlich vor allem an Shuttle-Services und Geschäftskunden. Für Großfamilien und alle Kunden, die viel Platz dem maximalen Luxus vorziehen, wird die V-Klasse auch weiter mit Sitzbänken und Einzelsitzen ausgeliefert, sodass maximal acht Personen bequem unterwegs sind. Die serienmäßige Konfiguration sind vier Komfort-Einzelsitze. Die separat öffnende Heckscheibe gibt es nach wie vor.

Ausstattung: Ein Hauch G-Klasse in der V-Klasse

Das V-Klasse Facelift gibt es natürlich weiterhin als Reisemobil Marco Polo.

Das Basismodell V-Klasse Rise bleibt im Programm. Hinzu kommen die bekannten Ausstattungslinien Avantgarde, Exclusive und AMG-Line. Auch an den drei Aufbaulängen ändert sich mit dem Facelift nichts. Für die V-Klasse hat Mercedes vier neue Lackfarben (Graphitgraumetallic, Selenitgraumetallic, Hyazinthrotmetallic und Stahlblau) im Programm. Das Felgenangebot wurde komplett erneuert und besteht aus Radsätzen in den Größen 17 bis 19 Zoll. Dem Innenraum spendiert Mercedes, das aus der G-Klasse bekannte Tartufo-Nappaleder und ein neues Zierelement in Doppelstreifen-Optik. Panoramadach, Kühlfach, Thermo-Becherhalter und mehr bleiben im Angebot. Weiterhin ist die V-Klasse mit drei Fahrwerksvarianten (Komfort, Sport und Agility Control) erhältlich. Für die Detailfreaks: Das Innengehäuse der LED-Scheinwerfer ist ab sofort schwarz (vorher grau), Serie sind nach wie vor Halogenscheinwerfer. Bisher bestand das Angebot an Fahrassistenzsystemen der V-Klasse aus Spurhalte-, Totwinkel-, Park- und Verkehrszeichen-Assistent. Zum Modelljahr 2019 sorgen außerdem der neue aktive Bremsassistent, der im Bedarfsfall eine autonome Vollbremsung einleitet, und der Fernlichtassistent Plus für maximale Sicherheit und mehr Komfort.

Motoren: Das Facelift erfüllt ab sofort Euro 6d-TEMP

Unter dem nur leicht überarbeiteten Blech stecken die eigentlichen Fortschritte: Die V-Klasse gibt es ab 2019 nur noch mit dem neuen Zweiliter-Diesel. Der intern OM 654 genannte Motor soll effizienter und sauberer sein – alle Versionen erfüllen Euro 6d-TEMP. Im Vergleich zum Vorgänger-Motor ist der neue Diesel 17 Prozent leichter und soll rund 13 Prozent sparsamer sein.
Neben dem V 250 d, der weiterhin 190 PS leistet, gibt es mit dem Facelift die neue Topmotorisierung V 300 d mit 239 PS und 500 Nm. Beim Beschleunigen stehen dank sogenanntem "Overtorque" kurzzeitig zusätzliche 30 Nm zur Verfügung. So beschleunigt der V 300 d in 7,9 Sekunden auf 100 km/h und ist maximal 220 km/h schnell. Im Zuge der neuen Motorengeneration fliegt die bisher eingesetzte 7G-Tronic raus und wird durch die neue 9G-Tronic-Wandlerautomatik ersetzt, die zum Serienumfang des V 250 d und V 300 d gehört. Auf Wunsch gibt es weiterhin den Allradantrieb 4Matic. Dass Mercedes die V-Klasse bereit für die Zukunft macht, zeigt die für den Autosalon Genf 2019 angekündigte Studie EQV Concept.

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Technische Daten und Preis: V-Klasse ab 39.632 Euro (Update!)

Die geliftete V-Klasse ist ab sofort für einen Einstiegspreis von 39.632 Euro erhältlich. Ausgeliefert wird im Juni 2019.
Mercedes V 250 d • Vierzylinder-Diesel • Hubraum: 1951 cm³ • Getriebe: Neungangautomatik • Leistung: 140 kW (190 PS) • max. Drehmoment: 440 Nm • Verbrauch: 5,9 bis 6,3 l/100 km • Beschleunigung 0-100 km/h: 9,5 s • Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h.
Mercedes V 250 d 4Matic • Vierzylinder-Diesel • Hubraum: 1951 cm³ • Getriebe: Neungangautomatik • Leistung: 140 kW (190 PS) • max. Drehmoment: 440 Nm • Verbrauch: 6,5 bis 6,8 l/100 km • Beschleunigung 0-100 km/h: 10,2 s • Höchstgeschwindigkeit: 199 km/h.
Mercedes V 300 d • Vierzylinder-Diesel • Hubraum: 1951 cm³ • Getriebe: Neungangautomatik • Leistung: 176 kW (239 PS) • max. Drehmoment: 500 Nm (Overtorque: 530 Nm) • Verbrauch: 5,9 bis 6,3 l/100 km • Beschleunigung 0-100 km/h: 7,9 s • Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h.
Mercedes V 300 d 4Matic • Vierzylinder-Diesel • Hubraum: 1951 cm³ • Getriebe: Neungangautomatik • Leistung: 176 kW (239 PS) • max. Drehmoment: 500 Nm (Overtorque: 530 Nm) • Verbrauch: 6,5 bis 6,8 l/100 km • Beschleunigung 0-100 km/h: 8,3 s • Höchstgeschwindigkeit: 214 km/h.

Jan Götze

Fazit

Fazit von Jan Götze: Optisch hat sich fast gar nichts getan, dafür wurde die V-Klasse mit neuen Motorisierungen (inklusive Euro 6d-TEMP), der 9G-Tronic und zusätzlichen Assistenten modernisiert. Mein persönliches Highlight sind die Luxussitze!

Autoren: Jan Götze, Andreas Huber

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