Audi Elaine Concept Car/e-tron Sportback (2017)

Audi Elaine Concept Car/e-tron Sportback (2017)

Audi Elaine Concept Car/e-tron Sportback (2017): Vorstellung

— 11.09.2017

Elaine fährt autonom auf Level 4

Audi entwickelt den e-tron Sportback weiter und lässt ihn als Elaine Concept vollautonom auf Level 4 fahren. Alle Infos und Unterschiede zum Shanghai-Showcar!

Weiterentwicklung für die IAA in Frankfurt: Schon auf der Automobilmesse in Shanghai stellte Audi das E-Konzept "etron quattro Sportback" vor. Nun erweitern die Ingolstädter dessen Funktionsumfang um autonome Fähigkeiten in Level 4 und taufen die Evolutionsstufe "Elaine". Level 4 bedeutet, dass das Fahrzeug voll autonom unterwegs ist, der Fahrer aber jeder Zeit die Kontrolle übernehmen kann. Vorgestellt wird das neue Derivat auf der IAA in Frankfurt (14. bis 24. September). Das Showcar fährt auf 23-Zoll-Felgen im Sechs-Speichen-Design.

IAA Frankfurt 2017: Highlights

Optik von der Shanghai-Studie übernommen

Das Konzept basiert optisch und technisch auf dem e-tron Sportback. Es sprintet in 4,5 Sekunden auf 100 km/h, hat 503 PS und 500 Kilometer Reichweite.

Optisch und antriebstechnisch unterscheidet sich Elaine nicht vom im April 2017 vorgestellten Konzept. In Shanghai gab Audi aber einen ersten Eindruck vom e-tron quattro Sportback mit der gleichnamigen Studie. Die Technik des Concept Cars soll weitestgehend der Serie entsprechen. Die wichtigsten Kennzahlen in Kürze: 503 PS Systemleistung im Boost (Dauerleistung: 435 PS), in 4,5 Sekunden auf 100 km/h. Das Aufregendste am e-tron Sportback ist aber das Design: Audi hat ein Elektroauto auf die Räder gestellt, das sich deutlich von konventionell angetriebenen Modellen unterscheidet. Typisch Showcar sind die Scheinwerfer schmaler gezeichnet als bei den aktuellen Serienautos – darunter befinden sich zwei Lichtfelder mit 250 LEDs. In normaler Einstellung bilden die Leuchtdioden schmale Streifen unter den Scheinwerfern, sie können aber auch andere Bilder und Bewegungen darstellen. Links und rechts sorgen Projektoren für digitales Matrix-Licht, die gleichzeitig Fahr- und Fernlicht erzeugen, aber noch andere Funktionen haben: In engen Durchfahrten kann das Auto seine Abmessungen auf den Boden projizieren, damit der Fahrer weiß, ob der Platz reicht.

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Vollautonomes Fahren bis 130 km/h

Das Elaine Concept fährt bis 130 km/h voll-autonom. Hier im Bild: das e-tron Sportback Concept.

Das Augenmerk legten die Entwickler bei Elaine aber auf die autonomen Fähigkeiten des Audi. So soll das Konzept eine erweiterte Version des aus dem A8 bekannten Staupiloten, den Autobahnpiloten, besitzen. Damit fährt der Elaine bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h voll autonom auf Autobahnen und städtischen Schnellstraßen mit zwei Fahrspuren. Möglich soll es die neu entwickelte zFAS Steuereinheit machen, die im Vergleich zum A8 deutlich mehr Rechenleistung besitzt.

Audi AI Zone soll Fahrzeug mit der Umgebung vernetzen

Audi zeigt in Frankfurt auch, wie autonomes Fahren den Umgang mit dem Fahrzeug nach dem Abstellen ändern kann. Der Hersteller präsentiert daher seine "AI Zone". Stellt der Fahrer sein Auto in einer dieser Zonen ab, soll das Fahrzeug beispielsweise selbstständig in ein Parkhaus, die Waschstraße oder an eine Tankstelle/Ladesäule fahren. Auch Parkplätze soll der Audi selbstständig finden. Möchte man wieder los, soll das Auto, laut Audi, zum gewünschten Zeitpunkt wieder in der Übernahme-Zone bereit stehen.

Audi Elaine Concept Car/e-tron Sportback (2017)

PIA als persönlicher Begleiter

Der e-tron Sportback ist 4,90 Meter lang, 1,98 Meter breit und 1,53 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,93 Meter.

Der persönliche intelligente Assistent (kurz PIA), soll dem Fahrer künftig viele Handgriffe abnehmen und Routine-Bedienungen selbstständig ausführen. Das soll auf Grundlage von künstlicher Intelligenz funktionieren. PIA nutzt verschiedene Daten und bündelt sie zu einem Informationsstrang. Diese Daten können vom Fahrzeug oder dem Fahrer kommen, auch Staumeldungen und Verkehrsprognosen sollen verarbeitet werden. Das System soll auf Spracheingaben reagieren und sich durch Algorithmen an den Fahrer anpassen. Apropos Adaption an den Fahrer: Audi möchte die Person am Steuer in Zukunft auch gesundheitlich Überwachen. Möglich macht es ein "Wearable" (z.B. ein Fitnessarmband) am Handgelenk, das Vitalparameter wie die Körpertemperatur oder den Herzschlag misst. Auf Grundlage dieser Daten soll das Auto erkennen, ob der Fahrer müde oder gestresst ist. Daraufhin soll das Fahrzeug aktiv dazu beitragen können, den jeweiligen Zustand zu ändern. Wird vom Audi Stress erkannt, sollen spezielle Atemübungen den Fahrer beruhigen, bei Müdigkeit versucht das Konzept ihn mithilfe einer belebenden Sitzmassage wieder fit zu machen. Audi nennt dieses Feature "Audi Fit Driver".

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Extrem reduzierter Innenraum

Der Inneraum konzentriert sich auf das Wesentliche. Die Insassen nehmen auf vier Einzelsitzen Platz.

Auffällig ist auch der Innenraum: Er ist extrem reduziert und strotzt trotzdem nur so vor Details. Um die Nachhaltigkeit des e-tron Sportback zu unterstreichen sind die Sitze mit einem Stoff aus Bambus bezogen. Und auch der Leichtbau findet seine Entsprechung im Cockpit des Audi, so haben die Designer neuartiges Alcantara verbaut, das leichter ist als bisher. Leicht ist auch die Bedienung des Infotainments: Das MMI hat bei Audi über kurz oder lang ausgedient. Stattdessen setzen die Ingolstädter auf OLED-Touchscreens, die sich nahtlos in das glänzend schwarze Zierelement einfügen. Damit die Ablenkung beim Bedienen möglichst gering ausfällt, ist die Mittelkonsole zum Fahrer geneigt. Der Beifahrer guckt infotechnisch dennoch nicht in die Röhre, sondern auf ein unter Glas liegendes schmales Display im Armaturenbrett. Dieses zeigt ihm die wichtigsten Fahrdaten sowie Musiktitel und Wetterinfos

Erster Erlkönig schon auf der Straße unterwegs

Der erste Erlkönig war auch schon auf den Straßen unterwegs.

Offenbar beginnt Audi jetzt mit der offiziellen Testphase, denn die AUTO BILD-Erlkönigjäger haben den e-tron quattro zum ersten Mal erwischt. Auf den Fotos wirkt das Elektro-SUV wie ein großer Q5. Gleichzeitig ist die aktuelle Formensprache von Designchef Marc Lichte trotz Tarnung erkennbar. Am Heck scheint sogar das Leuchtband mit den verbundenen Rückleuchten durch. Und Audi plant gleich weiter: Nur ein Jahr nach dem elektrischen Hochbeiner im Q6-Format schieben sie das SUV-Coupé e-tron quattro Sportback nach. Die Technik teilen sich beide: Zwischen 70 und 105 kWh Strom schlummern in den Akkus, die Reichweite soll bei rund 600 Kilometern liegen.

SUV-Coupé-Neuheiten bis 2021

Mercedes GLA Coupé Illustration Audi Q6 Illustration

Autoren: Peter R. Fischer, Katharina Berndt, Andreas Huber

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Sportwagen

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