Wer in der Stadt wohnt und sich für Elektromobilität interessiert, hat oft ein Problem: Im vierten Stock kann man nicht wie auf der Auffahrt des Grundstücks Akkus aufladen. Es sei denn, die Batterien lassen sich aus dem Fahrzeug herausnehmen und in die Wohnung tragen.

Das können auch Rollerfahrer gebrauchen

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Neverland Motorrad-Abdeckung
25,99 EUR
O'Neal Motorradhelm
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Proanti Motorradhandschuhe
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Heyberry Motorradjacke
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Grund genug für AUTO BILD MOTORRAD, eine Übersicht mit elektrischen Rollern zusammenzustellen, die genau das können: Ihre Akkus lassen sich herausnehmen. Die Liste beginnt beim skurrilen Cake Ösa Fley aus Schweden und endet beim hübschen Trinity Uranus.

Cake Ösa Flex

Die Firma Cake (dt. Keks) aus Schweden baut Motorräder nach dem Motto "weniger ist mehr". Alles, was gebraucht wird, ist dran. Alles andere nicht. Ein cleveres, Cake-eigenes Detail ist die Position des Elektromotors. Er sitzt koaxial zur Schwingenachse und sorgt so dafür, dass der Zahnriemen stets konstant gespannt bleibt.
Cake Ösa Flex+
Die schwedische Firma Cake baut Designerstücke auf zwei Rädern. Motto: Weniger ist mehr.
Das Modell Cake Ösa Flex kommt mit fünf PS und kostet knapp 8500 Euro. Die Reichweite des schwedischen Designstücks wird mit 120 Kilometern angegeben. Der Akku kann zum Laden herausgenommen werden. Dazu bietet der Hersteller jede Menge Zubehör und diverse Optionen für die unterschiedlichsten Transportaufgaben an.

Emco Nova

Emco ist im Roller-Segment eine feste Größe. Das gilt auch für klassisch designte Scooter wie den Nova. Dessen zehn Zoll kleine Rädchen sind nicht immer ideal für die Fahrstabilität. Aber die herausnehmbaren Akkus machen das Laden in der Stadt super angenehm.
Emco Nova R 3000
Wer nach einem elektrischen Roller mit ganz klassischem Äußeren sucht, der ist beim Emco Nova richtig.
Die Preise beginnen bei 3599 Euro für die Version mit 2,3 PS und 28-Ah-Akku. Mit dem 4,1 PS starken Motor und dem auf Wunsch erhältlichen zweiten Akku kostet der Nova 4999 Euro, Nebenkosten nicht mitgerechnet. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 45 km/h, die Reichweite gibt der Hersteller je nach Version mit 50 bis 130 Kilometern an. Die Ladezeit beträgt zwei bis vier Stunden.

Govecs Elmoto Loop

Energieversorger EnBW startete vor zehn Jahren einen Modellversuch zum Thema Elektromobilität. Es entstand das Fahrzeug, das heute unter dem Namen Elmoto Loop auf dem Markt ist. Produktion und Vertrieb übernimmt inzwischen Schwalbenmutter Govecs aus München.
Govecs ELMOTO Loop
Auf den ersten Blick kaum zu glauben: Der Elmoto Loop bietet alles, was ein E-Zweirad braucht.

Der Elmoto Loop ist immer noch eins der leichtesten elektrischen Fahrzeuge überhaupt. Die Fahrstabilität stimmt. Das Hinterrad wird von einem 2,7 PS starken Radnabenmotor angetrieben. Der Akku in der Rahmenmitte kann herausgenommen werden. Darüber hinaus gibt es ein Staufach, um das Ladegerät mitzunehmen, eine USB-Buchse und eine Smartphone-App. Preis: ab 3990 Euro.

Motron Cupertino

KSR gilt als Profi beim Importieren und Entwickeln von Marken und Modellen. Die selbst geschaffene Einstiegsmarke der Österreicher heißt Motron. Motron bietet bezahlbare Zweiräder an, die sich auch (oder gerade) für den schmalen Geldbeutel eignen.
Motron Cubertino
Der Motron Cupertino wurde liebevoll gestaltet und richtet sich mit 1999 Euro an den schmaleren Geldbeutel.
Den liebevoll gestalteten Cupertino gibt es ab 1999 Euro. Das kann man als Kampfpreis bezeichnen. Der Cupertino erinnert optisch an die Honda Supercub, das meistverkaufte Kfz der Welt. Die schmalen, 17 Zoll großen Drahtspeichenräder sollten auch mit schlechten Straßen klarkommen. Der Akku ist herausnehmbar. Für die Sicht gibt es LED-Leuchten. Zwei PS und Trommelbremsen reichen fürs gemütliche Fahren.

Nova Motors Inoa SLi6

Nova Motors lobt den Inoa SLI6 in den höchsten Tönen. Der Homepage des Herstellers zufolge wurden bei der Entwicklung keine Kompromisse gemacht und es kommen bestmögliche Komponenten zum Einsatz, die sonst höheren Fahrzeugklassen vorbehalten sind. Wischt man diesen Marketingsprech zur Seite, bleibt stehen, dass der Inoa SLi6 hübsch geworden ist und in der Innenstadt mit Sicherheit eine gute Figur macht.
Die zwei serienmäßigen 31,5-Ah-Akkupacks verfügen über eine Kapazität von 3780 Wh und sollen dem Roller zu einer Reichweite von bis zu 150 Kilometern verhelfen. Ein vier kW starker Bosch-Motor treibt den Inoa SLi6 an. Die Höchstgeschwindigkeit liegt beim gesetzlich vorgeschriebenen Limit von 45 km/h. Die Preise beginnen bei 3999 Euro.

Piaggio 1+

Wer Piaggio-Fan ist und keine 6000+-Euro für eine elektrische Vespa übrig hat, sollte sich den neuen Piaggio 1+ näher ansehen. Der schmucke Einstiegsroller kostet knapp 3200 Euro und hat einige interessante Goodies an Bord. Dazu zählen unter anderem ein volldigitales LCD-Farbdisplay, ein Staufach unter dem Sitz und LED-Beleuchtung.
Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 45 km/h beziffert. Doch die Reichweite macht Lust auf mehr. Sie geben die Italiener dank eines Akkus mit 2,3 kWh Kapazität im Eco-Modus mit bis zu 100 Kilometern an. Vom Piaggio-Logo inspirierte Sechsecke verteilen sich über das Fahrzeug. Die Dauer für eine Vollladung beträgt laut Hersteller ungefähr sechs Stunden.

Seat Mo 125

VW-Tochter Seat ist der erste große Autohersteller, der einen Elektroroller vertreibt. Das stylische Gefährt hört auf den Namen Mo EScooter 125 und wurde ursprünglich für einen Sharing-Dienst in Barcelona entwickelt. Die Leistung wird mit 12,2 PS angegeben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut Hersteller bei 95 km/h, die Reichweite wird mit 137 Kilometern beziffert.
Drei Fahrmodi und ein Rückwärtsgang zum Rangieren sind Serie, ABS kann auf Wunsch geordert werden. Das Gewicht liegt bei 152 Kilo und damit für einen Roller ganz schön hoch. Super: Unter den Sitz passen zwei Helme, und der Akku kann zum Laden mit in die Wohnung genommen werden. 6700 Euro müssen mindestens angelegt werden.

Trinity Uranus

Ein hübscher E-Roller von Trinity hört auf den Namen Uranus. Die Firma entwickelt in Deutschland und lässt in China bauen. Die Retro-Optik und die Technik des Uranus mit unter anderem einem Radnabenmotor sind erfreuliche Pluspunkte, lassen den deutschen Chinesen aber nicht aus der Masse seiner Mitbewerber heraus stechen.
Trinity Uranus
Der Trinity Uranus begeistert mit Akkus, bei denen im Fall der Fälle einzelne Zellen getauscht werden können.
Anders sieht es mit den LG-Akkus aus. Die lassen sich nämlich nicht nur zum Laden aus dem Roller herausnehmen. Es können bei Bedarf einzelne Zellen der Akkus getauscht werden. Sehr innovativ! Der Uranus hat 5,4 PS und fährt maximal 45 km/h schnell. Kostenpunkt: 3499 Euro. Wem das nicht genug ist, der kann den Uranus auch als R-Version und im Laufe des Jahres sogar als RS bekommen.