Audi e-tron (2018): Vorschau, Technik, Preis

Audi e-tron (2018): Vorschau, Technik, Sitzprobe, Preis

Audi zielt aufs Model X

Ende 2018 bringt Audi mit dem e-tron ein Elektro-SUV auf den Markt. Ohne klassische Rückspiegel, dafür mit ausgeklügelter Aerodynamik. Alle Infos!

Der e-tron trägt seinen Namen stolz im Kühlergrill.

Um dem vollelektrischen Tesla Model X das Feld nicht mehr alleine zu überlassen, arbeiten auch andere Autobauer mit Hochdruck an einem E-SUV. Ende 2018 soll es bei Audi so weit sein, dann betritt der e-tron die Bühne. Die Karosserie des Elektroutos im Q6-Format baut auf der Basis des Q5 auf. Audi hat auf dem Autosalon Genf 2018 einen mit auffälliger Folie getarnten Prototyp präsentiert. Zu erkennen war, dass der e-tron einen eigenständigen Kühlergrill mit eingraviertem Namen trägt. Am Heck bekommt er ein durchgehendes Leuchtenband. Die Kapazität der Stromspeicher soll zwischen 70 und 105 kWh liegen, bei einer Reichweite von mehr als 400 Kilometern. Audi verspricht, dass der e-tron auch an 150-kW-Schnellladestationen aufgeladen werden kann. So soll er nach nur 30 Minuten wieder eine Langstrecke zurücklegen können. Um eine hohe Zuverlässigkeit zu garantieren, werden 250 Prototypen des e-tron fleißig Testkilometer auf fünf Kontinenten abspulen. Bis zur Markteinführung des Serienmodells Ende 2018 sollen es insgesamt mehr als fünf Millionen Kilometer sein. Die preiswerteste Variante soll 66.000 Euro kosten und wäre damit rund 25.000 Euro günstiger als ein vergleichbarer Tesla Model X. Bis Ende 2020 wollen die Ingolstädter drei vollelektrische Modelle anbieten.

Aerodynamik-Kniffe erhöhen die Reichweite des e-tron (Update!)

Optional erhält der e-tron "virtuelle Spiegel". Sie sollen besonders aerodynamisch sein.

Audi legt beim e-tron großen Wert auf die Aerodynamik. So senkt sich das Fahrwerk des Ingolstädters ab einer Geschwindigkeit von 120 km/h um bis zu 26 Millimeter ab. Der Unterboden ist vollständig verkleidet, die Verschraubungspunkte liegen in kleinen Vertiefungen, ähnlich denen eines Golfballs. Sie tragen dazu bei, dass der Elektro-Audi einen für SUVs bemerkenswerten cw-Wert von 0,28 schafft, was wiederum der Maximierung der Reichweite dient. Laut Audi bringen die aeordynamischen Maßnahmen eine cw-Wert-Verbesserung von 0,07 gegenüber einem vergleichbaren SUV. Das soll ca. 35 Kilometer mehr Reichweite bedeuten. Dass der e-tron vieles anders macht, zeigt auch die Gestaltung der Rückspiegel. Das E-SUV erhält "virtuelle Außenspiegel", die lediglich eine Kamera beinhalten. Nach eigenen Angaben sei Audi der erste Hersteller, der ein Rückspiegelkonzept ohne verspiegeltes Glas anbietet. Das Feature ist allerdings optional, in der serienmäßigen Basis kommt der e-tron dann doch mit echten Spiegeln an den Türen. Das Bild der virtuellen Spiegel soll auf OLED-Displays im Übergangsbereich zwischen Armaturenbrett und A-Säule angezeigt werden. Je nach Fahrsituation lässt sich das angezeigte Bild verändern und auswählen. Im MMI-System sollen drei verschiedene Ansichten für die Autobahn, für das Abbiegen und fürs Parken wählbar sein. Um den niedrigen cw-Wert zu erreichen, hilft deme-tron außerdem aktive Aerodynamik im Kühlergrill: Ähnlich wie bei der Mercedes A-Klasse stecken im Singleframe-Grill zwei Jalousien, die je nach Kühlbedarf Luft zu den elektrischen Bauteilen lassen oder den Grill verschließen.

Vorbild der Serienversion: e-tron quattro concept

Die IAA-Studie gab 2015 einen ersten Ausblick auf den e-tron quattro.

Als Vorbild für den e-tron dient die Studie e-tron quattro concept, die Audi auf der IAA 2015 enthüllt hat. Der Kühlergrill ist imposant, fünf Chrom-Querstreben lassen den Singleframe mit dem e-tron-Logo aussehen, als könnte das E-SUV nichts erschüttern. Grimmig blinzeln die Scheinwerfer aus der kantigen Front. Die fünf, nur jeweils einen Millimeter dünnen OLEDs unterhalb der Hauptscheinwerfer sollen in Zukunft ein Erkennungszeichen der elektrischen Audi-Modelle werden – an ihnen wird in Zukunft auch der Ladestand der Batterie auf einen Blick von außen sichtbar. In der Seitenansicht dominieren die durchgezogene Schulterlinie und das coupéartig nach hinten abfallende Dach, das mit Solarzellen bestückt ist. Am Heck gibt es Leuchten, die ebenfalls mit hauchdünnen OLED-Elementen bestückt sind. Die Leucht-Lamellen unter dem durchgehenden Rücklichtband nehmen die Optik der vorderen Positionsleuchten auf.

Das Interieur des Konzepts ist zukunftsweisend

Da es vom e-tron noch keine Innenraumbilder gibt, widmet sich AUTO BILD dem Innenraum des e-tron quattro concept: Mit leichtem Druck auf die versenkten Türöffner fahren diese nach außen und geben die Tür frei. Im Cockpit des e-tron quattro concepts schaut der Fahrer auf das aus den Prologue-Studien bekannte Lenkrad und das leicht konkave Zentralinstrument, das wie alle anderen Displays mit OLED-Technik leuchtet. Die Anzeigen sind auffallend brillant und gestochen scharf. Der instinktive Blick in die Außenspiegel führt ins Leere. Statt der klassischen Spiegel sitzen links und rechts Bildschirme in den Türverkleidungen.

Audi e-tron quattro concept (IAA 2015): Sitzprobe

Die Anzeigen der Instrumente überzeugen mit brillanten Farben und sind gestochen scharf.

Der Mittelteil des Armaturenbretts ist auf den Fahrer ausgerichtet, darunter liegt der stylishe Automatikwahlhebel, bei dem sich die P-Taste mit dem Daumen drücken lässt – da kommt Captain-Kirk-Feeling auf. Hinten herrscht dank der beiden Einzelsitze eine luftige Atmosphäre. Neu ist die Mittelkonsole, die sich tief zwischen die Sitze kauert und frei zu schweben scheint. In den Rücklehnen der Vordersitze haben die Innenraumdesigner flach bauende Luftausströmer platziert. Trotz des abfallenden Daches sitzt es sich so bequem, dass es schwerfällt, den E-Audi wieder zu verlassen. Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick in den Kofferraum: Dort sind, unter einer Glasplatte, zwei einrädrige Segways untergebracht.

Neue SUVs: Oberklasse (2018, 2019, 2020 bis 2022)

Neue Plug-in-Hybrid- und Elektroautos bis 2025

Hybrid- und Elektro-Neuheiten bis 2025Hybrid- und Elektro-Neuheiten bis 2025

Autoren: Peter R. Fischer, Elias Holdenried, Andreas Huber

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen