Skoda Vision E (2017): Vorstellung

Skoda Vision E (2017): Vorstellung

Skoda Vision E (2017): Vorstellung

— 31.08.2017

Elektro-Premiere für Skoda

Skoda plant seine Elektro-Zukunft. Den Anfang macht das SUV-Coupé Vision E mit rund 300 PS und 500 Kilometern Reichweite. Erste Fahrt und alle Infos!

Skoda arbeitet mit Hochdruck an seinem Elektroauto: Die Studie Vision E gibt einen konkreten Ausblick auf das Serienauto. Sie setzt nicht nur beim Antrieb auf Hightech, sondern auch im Innenraum. Dabei haben die Tschechen ein erstaunlich spannendes Konzept hinbekommen. Denn seien wir mal ehrlich: ein 4,70 Meter langes SUV-Coupé mit Elektroantrieb und einem Preis von sicher nicht unter 50 000 Euro? Passt so gar nicht in das Beuteschema der klassischen Skoda-Kunden.

500 Kilometer Reichweite und autonomes Fahren Level 3

Das fünftürige SUV-Coupé schafft rein elektrisch bis zu 500 Kilometer und erreicht Level 3 beim autonomen Fahren. Soll heißen: Der Vision E fährt allein im Stau oder auf der Autobahn, kann die Spur halten und Hindernissen ausweichen, selbstständig überholen und sucht sich einen freien Parkplatz, auf dem er selbst ein- und ausparkt. Die Abmessungen entsprechen in etwa denen des Skoda Kodiaq, und das nicht ohne Grund: Designmäßig wird der Vision E wahrscheinlich ein Vorgriff auf das geplante Kodiaq-Coupé. Mit 4,65 Metern Länge, 1,92 Metern Breite und einer Höhe von 1,55 Meter ist das Showcar fünf Zentimeter kürzer und vier Zentimeter breiter als das SUV. Nur bei der Höhe unterscheidet sich das Coupé vom Kodiaq: Der Vision E ist zehn Zentimeter kleiner. Das Design folgt der vom ehemaligen Chef-Stylisten Jozef Kaban vorgegebenen Linie. So oder zumindest so ähnlich könnte man sich ein Kodiaq Coupé vorstellen.

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Innenraum des Vision E ohne Serienbezug

Der Innenraum ist sehr futuristisch designt. Die "Phoneboxen" in den Türtafeln sind klar zu erkennen.

Noch ohne konkreten Serienbezug ist hingegen die Gestaltung des Innenraums. Kristallglas wohin man blickt, gleich drei Bildschirme allein für Fahrer und Beifahrer werden wir in Serie nicht so schnell sehen – wohl aber die herausgezogene Mittelkonsole, die feinen Metall-Drehwalzen im Lenkrad, den stehenden Bildschirm in der Mitte und die frei schwebenden Zuziehgriffe. Im Skoda Vision E können es sich die Passagiere auf vier drehbaren Einzelsitzen bequem machen. Das Gestühl wurde absichtlich leicht erhöht eingebaut, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Die Sitze fahren beim Schließen der gegenläufig öffnenden Türen automatisch zurück in die Ausgangsposition. In die Rücklehnen der Schalensitze baut Skoda Bildschirme ein. Jeder Mitfahrer in der Studie Vision E hat sein eigenes, völlig individualisierbares Display. Zusätzlich lassen sich Daten vom Smartphone auf den Screens anzeigen. Dazu integriert Skoda sogenannte "Phoneboxen" in die Türtafeln, über die kompatible Smartphones auch induktiv aufgeladen werden können. Durch den Einsatz von viel Glas und den konzeptbedingten Wegfall des Mitteltunnels versprechen die Tschechen einen komfortablen und hellen Innenraum.

Erste Fahrt der Hallenwand entgegen

Es ist eher ungewöhnlich für eine Studie, doch der Vision E kann tatsächlich bewegt werden. Weil er so ein sündteures Einzelstück ist, das dann blitzblank auf der IAA 2017 in Frankfurt (14. bis 24. September) gezeigt werden soll, aber leider nur in einer abgesperrten Halle, irgendwo im Norden von Prag – immerhin. Also dann, Fahrstufe mit der kleinen Walze auf der Mittelkonsole einlegen, Hände fest ans oben und unten abgeflachte Lenkrad, man weiß ja nie, was passiert, und rauf aufs Gas- ähm E-Pedal. Der Vision E schiebt zügig an, zieht leise summend los, ruckfrei natürlich, doch hoppla, da wartet schon die Hallenwand – man sieht es auf den Fotos, so groß war die Halle dann doch nicht. Der tschechische Techniker auf dem Beifahrersitz wird zunehmend blass, also tue ich ihm den Gefallen und bremse dann doch noch rechtzeitig, der Skoda lenkt spitz ein, nimmt die Kurve etwas eckig. Und ab auf die nächsten Runden, bis der Fotograf zufrieden ist. Und beim Aussteigen bitte Vorsicht mit den aufwändigen Türen, es ist, wie gesagt, ein Ausstellungsstück.

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Zwei Elektromotoren leisten 225 kW

Der Vision E fährt allein im Stau oder auf der Autobahn, kann die Spur halten und selbstständig überholen.

Zwei Elektromotoren treiben den Skoda Vision E an und erreichen eine Systemleistung von 225 kW (306 PS). Mit Lithium-Ionen-Batterien und Energierückgewinnung schafft das SUV 500 Kilometer rein elektrisch, allerdings sind höchstens 180 km/h drin. Wie die meisten Elektroautos hat auch die Skoda-Studie Allradantrieb. Die Leistung wird beim Concept Car allerdings je nach Bedarf an die Vorder- und Hinterräder verteilt. Das soll das Auto stabilisieren und das Fahren gleichzeitig sicherer und sportlicher machen.

Marktstart für Skodas Elektroauto ist 2020

Den ersten Hybrid von Skoda wird es bereits 2019 geben: Dann kommt die Plug-in-Variante des Superb. Bis das reine Elektrofahrzeug kommt, wird es noch bis 2020 dauern. Ob es sich dann – wie mit der Studie angedacht – um ein SUV-Coupé handeln wird, verrät Skoda noch nicht. Dafür lässt der Konzern verlauten, dass es bis 2025 fünf Elektroautos der Marke in verschiedenen Segmenten geben wird.

Skoda-Neuheiten bis 2021

Skoda E-Coupé Illustration Skoda Kodiaq Coupé Illustration

Autoren: Katharina Berndt, Jan Götze, Stefan Voswinkel, Dirk Branke

Stichworte:

SUV

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