Das Europaparlament hat sich entschieden – das Aus für Verbrennerfahrzeuge dürfte nicht mehr abzuwenden sein. Höchstwahrscheinlich dürfen ab 2035 keine neuen Autos mit Diesel- oder Benzinmotor mehr zugelassen werden. Grund: Der CO2-Ausstoß im Verkehrssektor soll auf null sinken. Das geht nach Ansicht der EU-Parlamentarier nur mit Elektroautos – die klimaneutralen synthetischen Kraftstoffe (eFuels) wurden als Alternative abgelehnt.

Diese E-Autos waren im AUTO BILD-Test am sparsamsten

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Dacia Spring (Testverbrauch: 15,8 kWh)
UVP ab 20.490 EUR, Ersparnis bis zu 8021 EUR  EUR
2.
Renault Twingo Electric (Testverbrauch: 16,4 kWh)
UVP ab 24.370 EUR, Ersparnis bis zu 9.729 EUR  EUR
3.
Hyundai Kona EV (Testverbrauch: 18,8 kWh)
UVP ab 35.650 EUR, Ersparnis bis zu 13.329 EUR  EUR
3.
Fiat 500e (Testverbrauch: 18,8 kWh)
UVP ab 27.990 EUR, Ersparnis bis zu 8970 EUR  EUR
5.
Audi Q4 e-tron (Testverbrauch: 21,1 kWh)
UVP ab 41.900 EUR, Ersparnis bis zu 2316 EUR  EUR
6.
VW ID.3 Pro S (Testverbrauch: 21,3 kWh)
UVP ab 36.960 EUR, Ersparnis bis zu 8226 EUR  EUR
7.
Mercedes EQB 300 4Matic (Testverbrauch: 21,8 kWh)
UVP ab 52.551 EUR; Ersparnis bis zu 10.345 EUR ,00 EUR
8.
Skoda Enyaq iV 80 (Testverbrauch: 21,9 kWh)
UVP ab 44.750 EUR, Ersparnis bis zu 9676 EUR  EUR
8.
VW ID.4 Pro (Testverbrauch: 21,9 kWh)
UVP ab 44.915 EUR, Ersparnis bis zu 8306 EUR  EUR
8.
Opel Mokka-e (Testverbrauch: 21,9 kWh)
UVP ab 37.650 EUR, Ersparnis bis zu 10.122 EUR  EUR
Während der Beschluss beim Verband der Automobilindustrie (VDA) auf viel Kritik stieß, gab es bei den großen Herstellern ein geteiltes Echo. Es sei ein "ambitioniertes, aber erreichbares Ziel" formuliert worden, die Wende zur Elektromobilität unumkehrbar, hieß es bei VW. Mercedes begrüßte grundsätzlich das Votum der EU-Abgeordneten: "Bis 2030 sind wir bereit, überall dort vollelektrisch zu werden, wo es die Marktbedingungen zulassen", sagte der Leiter des Bereichs Außenbeziehungen, Eckart von Klaeden.
Der BMW-Vorstandsvorsitzende Oliver Zipse sagte dagegen, auch in seiner Funktion als Präsident Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA): "Angesichts der Volatilität und Unsicherheit, die wir Tag für Tag weltweit erleben, ist jede langfristige Regulierung, die über dieses Jahrzehnt hinausgeht, in diesem frühen Stadium verfrüht."
Völlig überraschend kam das Votum des EU-Parlaments nicht. Angesichts hoher Förderung durch die Kaufprämie des Bundes und stetig steigender Verkaufszahlen von Elektroautos und Plug-in-Hybriden haben nahezu alle Autobauer ohnehin ihr Modellangebot komplett überdacht. Überblick: Dies sind die Strategien der großen Hersteller für den Schwenk weg vom Verbrenner hin zur Elektromobilität!

Audi formuliert klaren Zeitpunkt zum Ausstieg

Mit einem konkreten Ausstiegsdatum ging schon vor einiger Zeit die VW-Premium-Tochter Audi voran, die ab 2026 keine neuen Autos mit Verbrennungsmotoren mehr entwickeln will. Ebenso beschlossen: das Aus für Hybridfahrzeuge. Der letzte neue Verbrenner aus Ingolstadt soll 2026 auf den Markt kommen, mutmaßlich der Nachfolger des SUVs Audi Q5. Er soll bis 2033 laufen und der letzte neue Wagen des Traditionsherstellers mit Benzin- bzw. Dieselmotor sein.
Schon im März 2021 hatte Audi das Ende des Verbrennungsmotors angekündigt. "Wir entwickeln keine Verbrenner mehr", sagte Audi-Chef Markus Duesmann damals der "FAZ" (kostenpflichtig). An der bestehenden Motorenfamilie werde zwar mit Blick auf neue Emissionsrichtlinien weitergearbeitet, dennoch hätten die Verbrennungsmotoren keine Zukunft. Die kommende strenge Abgasnorm Euro 7 mache eine Entwicklung extrem schwierig, zudem sei die gesamte Branche im Wandel. (Zum Kostenvergleich und zum Pro und Kontra E-Auto vs. Benziner/Diesel)
Bis 2025 will Audi laut Duesmann 20 E-Autos im Portfolio haben. Die VW-Premiumtochter hat 2021 mit dem e-tron GT für Aufsehen gesorgt. Nach dem 150.000 Euro teuren Luxusmodell folgen günstigere Modelle, verspricht Duesmann – zum Beispiel der Q4 e-tron, der erste Audi auf der MEB-Konzernplattform. Das Elektro-SUV soll Kunden den Einstieg in die Elektromobilität bei Audi erleichtern.

BMW will "das grünste E-Auto" bauen

BMW will 2023 in 90 Prozent der heutigen Marktsegmente mindestens ein vollelektrisches Modell auf der Straße haben. 2030 sollen mindestens 50 Prozent des weltweiten Absatzes aus vollelektrischen Fahrzeugen bestehen. "Kompromisslos elektrisch, digital und zirkulär" solle BMW werden, so Unternehmenschef Oliver Zipse. Von einer "für elektrische Antriebe optimierten Gesamtfahrzeugarchitektur", einer "neu entwickelten Antriebs- und Batteriegeneration" sowie einem "neuen Niveau von Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus" ist die Rede.
Nach dem i3 (wird inzwischen nicht mehr produziert) und dem iX3 hat BMW mittlerweile das Elektro-SUV iX und die Limousine i4 vorgefahren. Zipses Ziel: "Das grünste E-Auto kommt von BMW."
BMW iX xDrive50
Der iX soll für BMW ein Meilenstein auf dem Weg zum "grünen Hersteller" sein.
Dennoch planen auch die Bayern, ihre aktuelle Generation Verbrennungsmotoren für Euro 7 einem größeren Update zu unterziehen. Das ließ Entwicklungsvorstand Frank Weber mehrfach durchblicken. Hintergrund dieser Doppelstrategie dürfte sein, dass sich noch nicht absehen lässt, welches Antriebskonzept BMW-Kunden zwischen 2023 und 2035 mehrheitlich nachfragen.

Citroën elektrisiert vor allem Familien

Die Franzosen sind auf dem Weg in Richtung Elektromobilität. Citroën ë-Berlingo und ë-Spacetourer (plus Langversion "Busines Lounge") können vor allem Familien lokal emissionsfrei von A nach B transportieren. Den SUV-artigen ë-C4 lieben die Kunden am meisten. Im ersten Halbjahr 2021 bestellten rund 40 Prozent der Käufer das elektrische Modell. 2028 könnte die Verbrenner-Zeit bei Citroën beendet sein.

Fiat: schon 2027 als reine Elektromarke

Fiat hat sich ambitionierte Ziele gesetzt. Aktuell haben die Italiener nur ein E-Auto im Programm, den hauptsächlich auf den Stadtverkehr ausgelegten Fiat 500e. Das nächste reine E-Modell soll ebenfalls ein Kleinwagen werden. Fiat will einen elektrischen Panda auf den Markt bringen. Bis 2024 soll jeder Fiat mit Elektroantrieb zu haben sein. Wahrscheinlich ab 2027, spätestens aber 2030 sollen dann aus Turin gar keine Verbrenner mehr kommen.

Ford: Ab 2030 nichts als Elektro

"Ford wird im Rahmen seiner Elektromobilitäts-Offensive alle Pkw-Modelle in Europa (und damit auch in Deutschland) ab Mitte 2026 mindestens in einer Plug-in-Hybrid- oder in einer batterieelektrischen Variante anbieten. Ab 2030 wird unser Pkw-Angebot in Europa nur noch aus rein elektrischen Fahrzeugen bestehen", so ein Unternehmenssprecher gegenüber AUTO BILD.
Ford nutzt den Elektro-Baukasten MEB von VW und hat mit dem Mustang Mach-e bislang ein spannendes E-Modell auf dem deutschen Markt. 2024 könnte in Köln ein elektrischer Fiesta-Nachfolger gebaut werden. In den USA wurde mit dem F-150 Lightning der erste rein elektrisch angetriebene Fullsize-Pick-up vorgestellt, ein weiterer elektrifizierter Pick-up könnte folgen. Laut CEO Jim Farley strebt Ford an, seine Elektroautos irgendwann nur noch online und ohne Preisrabatt zu verkaufen.

GM und Jaguar kündigen Verbrenner-Abschied an

Auch US-Autoriese General Motors kündigte an, ab 2035 nur noch emissionsfreie Autos verkaufen zu wollen. Jaguar Land Rover stellte solche Pläne für seine Nobelmarke Jaguar ab dem Jahr 2025 in Aussicht.

Honda streckt den Verbrenner-Ausstieg

Die Japaner sind aktuell mit dem knuffigen Honda-e rein elektrisch unterwegs. Das nächste E-Modell kündigt sich für 2024 an, der komplette Ausstieg aus der Produktion von Verbrennungsmotoren steht 2040 an. Das kündigte der neue Honda-Chef Toshihiro Mibe jüngst auf einer Pressekonferenz an. Ab 2040 rollen bei Toyota nur noch Elektroautos und Brennstoffzellenfahrzeuge vom Band.
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Hyundai ab 2035 ohne Verbrenner in Europa

Hyundai hat sich (mit Nobel-Tochter Genesis) verpflichtet, bis 2045 klimaneutral bei Produkten und Betrieben zu werden. Ein Schritt: Ab 2035 verkaufen die Koreaner in Europa nur noch emissionsfreie Autos. Bis 2040 will Hyundai alle Fahrzeuge, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, in den wichtigsten Weltmärkten abschaffen.
Für die E-Mobilität ist das Unternehmen über die Submarke Ioniq mit dem 800-Volt-ladefähigen Ioniq 5 auch in Deutschland erfolgreich vertreten. Hyundai-Chef Jaehoon Chang kündigte an, die Elektrifizierung "sehr aggressiv" voranzutreiben und die Investitionen in die Verbrennertechnik sukzessive zurückzufahren. Einem Medienbericht zufolge hat die Hyundai Motor Company sogar bereits die Motorenentwicklungsabteilung in seinem Forschungs- und Entwicklungszentrum geschlossen. Auch die Forschung bei wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenautos läuft, soll aber bislang nicht den Erwartungen entsprochen haben.

Kia: 14 Elektromodelle im Jahr 2027

Kia hat aktuell sowohl hocheffiziente Verbrenner als auch Elektrofahrzeuge mit wegweisender 800-Volt-Ladetechnologie im Produktportfolio, kann die Produktion also an den Kundenwünschen ausrichten. 2027 wollen die Koreaner 14 E-Modelle auf dem Markt haben, bis 2030 einen Jahresabsatz von über einer Million batterieelektrischen Fahrzeugen erreichen, also etwa ein Viertel des Gesamtabsatzes. Generell hat Kia die Vision, ein Anbieter nachhaltiger Mobilitätslösungen zu werden, unter anderem als weltweite Nummer eins für Spezialfahrzeuge, etwa für Liefer- und Logistikdienste.

Lamborghini setzt auf eFuels und Hybrid

Selbst Lamborghini kündigte 2021 bei der Vorstellung seiner neuen Zukunftsstrategie an, sich komplett zu elektrifizieren. Dies allerdings weniger zügig denn gründlich. "Wenn wir kommen, müssen wir die Besten sein", erklärt Markenchef Stephan Winkelmann. Zunächst bekommen der Aventador, der Huracán und der Urus in den kommenden Jahren Hybridantriebe, vermutlich ab 2024. "Wir gehen davon aus, dass unsere Kundschaft diese Autos akzeptiert – wenn das Versprechen eingehalten wird, dass die Performance der Fahrzeuge besser ist als diejenige der vorhergehenden Generation", so Winkelmann.
Der erste reine Elektro-Lambo soll 2028 folgen, in Form einer vierten Baureihe. Dies könne laut dem Markenvorstand "ein Gran Tourismo mit vier Sitzen und etwas mehr Bodenfreiheit" werden. Allerdings möchte die italienische Volkswagentochter zumindest einige Supersportler auch nach 2030 noch mit Verbrennungsmotoren anbieten. "Eine Möglichkeit wäre es, die Verbrenner mit synthetischem Benzin am Leben zu erhalten", sagte Präsident Stephan Winkelmann der "WELT am SONNTAG".

Lancia: Die Italiener kommen als E-Marke zurück

Lancia hat in den vergangenen Jahrzehnten erschreckend an Bedeutung eingebüßt. Schluss damit: 2024 beginnt ein Zehnjahresplan für die Marke, die einst die Rallyepisten der Welt dominierte und den von Walter Röhrl bis heute verehrten Lancia 037 auf die Räder stellte.
Zuerst wird ein elektrischer Ypsilon kommen, der mit nicht ganz vier Metern Länge ins B-Segment der Limousinen passt. Zwei Jahre später folgt ein bisher noch nicht näher benanntes E-Flaggschiff, bevor 2028 der legendäre Lancia Delta zurückkehrt. Der neue Delta soll den Angaben zufolge ein "muskulöses Schrägheckmodell werden, das Autofans in ganz Europa begeistern wird".

Lexus wird Toyotas elektrische Premiummarke

Lexus will schon 2030 zum reinen Elektro-Anbieter in Europa, China und Nordamerika werden, fünf Jahre später sogar auf dem ganzen Globus. Das ist Teil der neuen Elektrostrategie von Mutterkonzern Toyota, der bis 2030 weltweit 30 Elektroautos einführen will.

Mazda: Elektro und Verbrenner (mit synthetischen Kraftstoffen)

"Mazda verfolgt einen 'Multi-Solution-Ansatz', in dem neben batterieelektrischen Antrieben auch hocheffiziente Verbrennungsmotoren (mit Elektrifizierung) eine wichtige Rolle spielen. Außerdem sehen wir global ein großes CO2-Einsparpotenzial durch die verstärkte Nutzung klimaneutraler synthetischer Kraftstoffe", so ein Mazda-Sprecher.
Der japanische Hersteller plant Klimaneutralität bis 2050. Das Unternehmen geht davon aus, dass bis 2030 ein Viertel aller Autos wie der MX-30 über einen vollelektrischen Antrieb verfügen und alle anderen Modelle teilelektrifiziert sind.

Mercedes: schrittweises Elektrifizieren

Mercedes will nach dem Motto "electric only" bis zum Ende des Jahrzehnts "überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen" vollelektrisch werden. Nicht nur das: Das Unternehmen richtet sein globales Produktionsnetzwerk schwerpunktmäßig auf die Fertigung von Elektrofahrzeugen im Luxussegment aus.
Schon jetzt umfasst das Mercedes-Portfolio sechs vollelektrische EQ-Modelle, die an sechs Standorten auf drei Kontinenten vom Band laufen. So startete 2021 die Produktion des EQS in der Factory 56 im Stammwerk Sindelfingen, in Bremen wird inzwischen der EQE gefertigt. Bereits im Mai 2019 wurde der EQC im norddeutschen Mercedes-Werk in die laufende Serienfertigung integriert.
Mercedes EQS in der Produktion
Die Produktion der Luxus-Limousine Mercedes EQS in Sindelfingen startete 2021.
Das Werk in Rastatt produziert den kompakten EQA seit 2021. Das Kompakt-SUV EQB aus Kecskemét wurde im gleichen Jahr das erste rein elektrisch angetriebene Mercedes-Serienfahrzeug aus Ungarn. Hinzu kommen zwei Produktionsstätten in China und den USA für die dortigen Märkte und ein umfassendes Batterieproduktionsnetz, das bald noch um eine Stätte in Sindelfingen ergänzt werden soll.
Insgesamt gibt es bei Mercedes-Benz von 2022 bis 2030 mehr als 40 Milliarden Euro Investitionen in Elektromobilität, bis 2025 sind bis zu 50 Prozent E-Autos geplant. Dazu acht Batterie-Gigafabriken mit einer Gesamtkapazität von 200 Gigawattstunden bis Ende des Jahrzehnts.

Mini: Anfang der 2030er-Jahre vollelektrisch

Die Marke Mini "wird im Jahr 2025 zum letzten Mal ein neues Modell mit Verbrenner-Variante auf den Markt bringen – danach folgen nur noch vollelektrische Modelle. Anfang der 2030er-Jahre wird Mini dann über ein ausschließlich vollelektrisches Angebot verfügen", so ein Konzernsprecher.

Mitsubishi: Nachfrage nach Verbrennern wie auch Plug-in-Hybriden

"Insbesondere im Segment der Kleinwagen unter 10.000 Euro erfahren wir weiterhin eine sehr große Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Bei diesem Bedarf haben wir aktuell keine Pläne, den klassischen Benzinmotor aus unserem Line-up zu nehmen. Gleichzeitig sehen wir insbesondere in höheren Segmenten eine sehr hohe Nachfrage nach Plug-in-Hybriden und bieten mit dem 'Wir kümmern uns'-Versprechen neben dem eigentlichen Fahrzeug auch umfassende Dienstleistungen, wie z. B. Wallboxen, Stromtarife usw. Perspektivisch werden wir dieses Angebot kontinuierlich ausbauen", sagte 2021 ein Sprecher von Mitsubishi.
Ansonsten ist der Autobauer, der einst mit dem i-MiEV (später Mitsubishi EV) einen Elektro-Pionier baute, Teil einer Dreier-Allianz mit Nissan und Renault zur strategischen Entwicklung von Elektromobilität (siehe unten). Deutschland-Chef Werner Frey sagte im April 2022, dass Mitsubishi "sehr bald" auch ein Elektroauto auf den Markt bringen werde.

Nissan-Fahrplan bis 2030 mit elektrischem Micra-Nachfolger

Nissan war mit dem Leaf ein weltweiter Elektro-Vorreiter und stoppt nach den Euro-7-Aggregaten für 2025 die Entwicklung von Verbrennermotoren für Europa. Mit den Allianzpartnern Renault und Mitsubishi haben die Japaner einen Fahrplan bis 2030 für reine Elektrofahrzeuge und vernetzte Mobilität entwickelt.
Bis 2026 will man weitere 23 Milliarden Euro in eine Elektro-Offensive investieren, bis 2030 sollen 35 neue E-Modelle folgen. Von diesen sollen 90 Prozent auf fünf gemeinsamen EV-Plattformen für die meisten Märkte in allen wichtigen Regionen basieren. Die vielleicht wichtigste ist die Kompakt-Plattform CMF-BEV mit Start 2024. Sie bildet die Basis für jährlich 250.000 Fahrzeuge der Marken Renault, Alpine und Nissan, darunter einen Nachfolger des Nissan Micra.

Insgesamt 15 Modelle sollen auf der globalen CMF-EV-Plattform basieren, darunter der Nissan Ariya EV Crossover. Hinzu kommt auch die LCV-EV-Familie als Basis für den Nissan Townstar. Außerdem wird Nissan die Entwicklung einer neuen Festkörperbatterietechnologie steuern.

Opel wird ab 2028 elektrisch

Opel setzt ab 2028 auf dem Kernmarkt Europa komplett auf batterieelektrische Elektromobile. Man sei auf dem Weg, Opel neu zu erfinden und sich zu einer jungen, grünen und globalen Marke zu entwickeln, sagte der damalige CEO Michael Lohscheller Mitte 2021. CO2 sei "die neue Währung in unserer Branche".
Mutter Stellantis (Zusammenschluss von PSA und FCA) will bis Mitte des Jahrzehnts 30 Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren und mit dem Blitz als reiner Elektro-Marke auch in China stärker Fuß fasse. Geplant ist, alle Modelle ab 2024 auch mit E-Motor anzubieten. Vor allem bringt Opel ab Mitte des Jahrzehnts den Manta als E-Auto zurück. 
Opel Manta e
Der Opel Manta kehrt als Elektroauto zurück. So könnte er aussehen.

Porsche: Nur der 911 verbrennt weiter

"Bis Ende des Jahrzehnts werden mehr als 80 Prozent unserer Sportwagen elektrisch angetrieben sein – als Hybrid oder vollelektrisch. Bis 2025 sollen es laut interner Planungen schon die Hälfte sein. Nur beim legendären 911er wird es weiter Verbrennermotoren mit synthetischem Treibstoff geben", so Porsche-Chef Oliver Blume in einem Interview mit BILD.
Bislang stromert nur der Porsche Taycan mit 800-Volt-Technik durch die Lande, 2023 kommt das Kompakt-SUV Macan in neuer Generation als Elektroauto. Die kleineren Sportwagen der 718-Reihe sollen bald folgen. Auch Cayenne und Panamera dürften mittelfristig vollelektrisch fahren, außerdem ist ein komplett neues Modell angedacht.

Renault: Massive Elektrifizierung

Renault will den Anteil der elektrifizierten Fahrzeuge (E-Autos und Plug-in-Hybride) in Europa bis 2025 auf 65 Prozent und bis 2030 auf 90 Prozent der Verkäufe steigern. Darüber hinaus strebt die Renault Group CO2-Neutralität in Europa bis 2040 und weltweit bis 2050 an.
Unter anderem will man mit den Partnern Valeo und Valeo Siemens eAutomotive eine neue Generation von Pkw-Elektromotoren ohne seltene Erden konzipieren, entwickeln und ab 2027 produzieren. Renault wird innerhalb einer Dreier-Allianz (siehe Nissan) die Entwicklung einer gemeinsamen E-Architektur leiten und bis 2025 das erste vollständig softwaredefinierte Fahrzeug auf den Markt bringen. Konkret kommt zuvor unter anderem ein neuer elektrischer R5 und ein batteriebetriebener Kangoo.

Ab 2030 keine Verbrenner mehr bei Rolls-Royce

Luxus-Hersteller Rolls-Royce hat mit dem Spectre gerade für Ende 2023 das erste Elektroauto der Marke angekündigt. Das Coupé wird sich offenbar optisch am Bruder Wraith anlehnen, aber auf den obligatorischen, großvolumigen V12 verzichten. Das tun ab 2030 alle Autos des legendären Herstellers. Die dazu notwendige Technik könnte Gerüchten zufolge von BMW stammen.
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Skoda: Mehrheitlich E-Autos bis 2030

"Next Level – Skoda Strategy 2030", heißt das Programm, mit dem Skoda die Zukunft plant. Ein genaues Datum für den Abschied von neuen Modellen mit Verbrennungsmotor in Deutschland gibt es jedoch nicht. "Wir planen einen Verkaufsanteil von 50 bis 70 Prozent von rein elektrischen Fahrzeugen bis zum Jahr 2030", gab ein Sprecher der Marke bekannt.
Bis dahin soll es mindestens drei neue vollelektrische Modelle geben, allesamt preislich und größentechnisch unter dem SUV Enyaq.

Stellantis (Fiat, Chrysler, Opel, Citroën, Peugeot) will E-Weltmarktführer werden

Stellantis strebt perspektivisch die Position des Weltmarktführers bei den Elektrofahrzeugen an. Dafür sollen mehr als 30 Milliarden Euro in die Elektrifizierung und die dazugehörige Softwareentwicklung fließen. Analog zu Opel könnten Citroën und Peugeot ab 2028 nur noch E-Autos verkaufen. DS Automobiles macht 2024 den Anfang.
2026 folgt Lancia (siehe oben), und 2027 soll Alfa Romeo vollständig elektrifiziert werden. Für Fiat setzt der Konzern aktuell eine Zeitspanne bis 2030 an. Der Konzern setzt auf vier Plattformen und fünf Fabriken für Batterien. Außerdem soll der Ausbau der Ladeinfrastruktur unterstützt werden.

Toyota: Autos und Fabriken werden klimaneutral

Toyotas ganzheitliche Strategie "Environmental Challenge' sieht vor, bis 2050 insgesamt die Emissionen, ob durch Produktion, Recycling oder Produkte, bei CO2 um 90 Prozent zu reduzieren. Bereits 2035 sollen alle Fertigungsstätten klimaneutral arbeiten und alle neuen Modelle in Europa klimaneutral fahren.
Bis 2030 will der Toyota-Gesamtkonzern 30 vollelektrische Fahrzeuge präsentieren und dann jährlich 3,5 Millionen von ihnen jährlich absetzen. Toyotas erstes Elektro-SUV bZ4X kommt 2022 auch nach Deutschland, sieben weitere Ableger der bZ-Baureihe (bZ = beyond Zero) sollen bis 2025 folgen. Das Motto der Japaner heißt "Klotzen statt kleckern": So stellten sie Ende 2021 gleich 15 E-Studien auf einen Schlag vor.
Beim Nutzfahrzeug wird die  Wasserstofftechnologie den Diesel ablösen. "Wir sind nicht auf Verbrennungsmotoren fixiert, das ist nicht das erklärte Ziel. Es ist ja nicht nur allein der Verbrennungsmotor, ich muss auch an die Fabriken, die Entsorgung der Fahrzeuge, die Stromversorgung denken, um die CO2-Neutralität zu bekommen," so ein Toyota-Konzernsprecher zu AUTO BILD.
Volvo XC40
Ohne Smartphone und Internet geht beim Volvo-Kauf in Zukunft nicht mehr viel.

Volvo ab 2030 rein elektrisch mit XC40 und C40

Bei Volvo Cars laufen ab 2030 nur noch reine Elektroautos vom Band. Selbst Hybridfahrzeuge wollen die Schweden, die zum chinesischen Geely-Konzern gehören, im neuen Jahrzehnt nicht mehr anbieten. Volvos Wandlung liegt begründet in einem ambitionierten Klimaplan, aber auch in einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach E-Autos.
Bis zur Euro-7-Einführung im Jahr 2025 soll der Anteil reiner Elektromodelle auf rund die Hälfte steigen, der Rest soll dann aus Hybridmodellen bestehen. Laut Präsident Hakan Samuelsson konzentriert sich Volvo Cars "voll und ganz darauf, eine führende Position im schnell wachsenden Premium-Elektroauto-Segment einzunehmen".
Dafür soll auf den XC40 Recharge und den C40 Recharge eine ganze Modelloffensive an Stromern folgen. Zudem verlagert Volvo Cars den Direktvertrieb seiner Pkw ins Internet. Allerdings sollen Vertragshändler weiter Anlaufstelle für die Kunden bleiben und für Beratung, Probefahrten, Auslieferung oder Wartung zuständig sein.
Auch ein Barkauf nach Online-Bestellung soll angeboten werden. Das Konzept ähnelt dem von E-Auto-Pionier Tesla, der seinen Vertrieb ebenfalls schrittweise ins Internet verlagert. Wie die US-Amerikaner werden auch die Skandinavier ihr Abo-Angebot (so funktioniert ein Auto-Abo) ausbauen, und zwar unter dem bekannten Label "Care by Volvo". Die vollelektrischen Volvo-Modelle sollen so im Komplettpaket mit Service, Garantie, Pannenhilfe, Kfz-Versicherung (zum Kfz-Versicherungsrechner) und gegebenenfalls mit Ladeoptionen für zu Hause auf die Straße rollen. (Was Sie über Wallboxen wissen müssen!)

Zwischen 2033 und 2035 will Volkswagen die letzten Verbrenner produzieren 

"Wir können ein Verbrennerverbot bewältigen", sagte VW-Chef Herbert Diess selbstbewusst der WELT anlässlich der Bekanntgabe der EU-Pläne Mitte Juli 2021. Die neue Konzernstrategie "New Auto" sieht den schrittweisen Übergang des Volkswagen-Konzerns zum softwaregetriebenen Mobilitätsunternehmen vor.
Mit Blick auf die Branche ist dabei die Rede vom "größten Wandel seit dem Übergang vom Pferd zum Auto zu Beginn des 20. Jahrhunderts". So werden Benzin- und Dieselmotoren im Reich der Wolfsburger langsam, aber sicher abgewürgt. 2030 soll jeder zweite Neuwagen weltweit einen Elektromotor haben, schon 2025 will der Konzern Weltmarktführer bei E-Autos sein.
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VW ID.4 (2020): Test - Neuvorstellung - Fahrbericht - Info

So fährt sich das Elektro-SUV von VW

"Bis spätestens 2050 machen wir unsere Flotte und das gesamte Unternehmen CO2-neutral. Auf dem Weg dorthin hat sich Volkswagen mit der Accelerate-Strategie und dem darin enthaltenen 'Way to Zero' klare Meilensteine gesetzt. Bis 2030 sollen 70 Prozent aller neuen Volkswagen in Europa rein elektrisch fahren. Damit wird Volkswagen für die europäischen Märkte voraussichtlich im Zeitraum 2033 bis 2035 die letzten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor produzieren", so ein VW-Sprecher zu AUTO BILD.
Im März 2021 hatte VW-Markenchef Ralf Brandstätter der "Automobilwoche" (kostenpflichtig) gesagt, eine neue Verbrenner-Motorenfamilie solle es bei VW nicht geben, VW wolle die Benziner- und Diesel-Aggregate weiterentwickeln und auf neue, strengere Abgasnormen wie Euro 7 vorbereiten. Zudem plant der Konzern eine eigene Einheitsbatterie für E-Autos. Bis Ende des Jahrzehnts sollen sechs Gigafabriken für konzerneigene Batterien in Europa entstehen, um den immer größer werdenden Akku-Bedarf des Konzerns sicherzustellen.
(Mit Material von dpa.)

Von

Roland Wildberg
Raphael Schuderer
Michael Gebhardt