Das sind aktuell die besten E-Autos auf dem deutschen Markt
Die Auswahl an Elektroautos wächst – wie auch deren Reichweite, Qualität und Alltagstauglichkeit. Welche Autos schneiden im harten AUTO BILD-Test am besten ab? Diese Wagen sind die mit der besten Bewertung!
Die neuen Elektroautos werden von Jahr zu Jahr besser: Die Akkus bekommen eine größere Kapazität, die Ladeleistung steigt. Auch die Auswahl der Modelle nimmt zu. Das macht zeitgleich die Wahl des richtigen Autos zu einer Herausforderung.
Als Entscheidungshilfe unterzieht die Testredaktion von AUTO BILD die aktuellen Fahrzeuge einem ausgefeilten, ehrlichen Test. Unser Anspruch: Autos transparent, nachvollziehbar und kritisch zu bewerten. In das nach Punkten errechnete Ergebnis fließen diese Kategorien ein: nebem einem Fahrtest werden Karosserie und Antrieb bewertet. In die Punkte zahlen auch Verbrauch und Preis ein. Aus all den Punkten ergibt sich ein Preis-Leistungsverhältnis, aus dem sich sogar ein Euro-Preis pro Testpunkt herausrechnnen lässt. Am interessantesten aber die Schlussnote, die sich an Schulnoten orientiert. Positiv: Die Zahl der Autos, die weiter als 500 Kilometer mit einer Ladung kommen, nimmt immer mehr zu. Die Auswahl an Modellen, Akkugrößen und Ladetechnik wird ebenfalls größer.
Als Überblick stellt AUTO BILD hier die 20 attraktivsten Elektroautos vor. Dazu gibt es die wichtigsten Infos: was sie können, was sie kosten und was sie besonders macht! (Alle Preisangaben im Artikel sind die Listenpreise der Hersteller, etwaige Rabatte reduzieren den Preis).
▶︎ Warum der Skoda Elroq ein Meilenstein ist
Naht hier ein kleines Wunder? Seit Kurzem läuft die Produktion des Skoda Elroq in Tschechien. Das Elektro-SUV kostet laut Preisliste ab 33.900 Euro, das sind 30 Euro weniger als der etwa gleich große Verbrenner Skoda Karoq. Der Elroq dürfte eines der ersten Elektroautos sein, das zum gleichen Preis wie der Verbrenner-Bruder verkauft wird. Auch in anderen Aspekten ist der Elroq bemerkenswert: Es handelt sich um das erste Modell im neuen Skoda-Design "Modern Solid", das nach und nach auf die gesamte Flotte übertragen werden soll. Damit entfällt das Markenlogo auf der Front, der geflügelte Pfeil, und es gibt keinen silbernen Grill mehr – den benötigt ein Elektroauto ja nicht. Das gesamte Äußere bekommt eine futuristische Anmutung, die Leuchten schrumpfen zu Schlitzen.
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Skoda Elroq
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28.200,00 EUR
Skodas zweites vollelektrisches Auto ist mit dem ersten – dem Enyaq – eng verwandt. Nicht nur die Plattform ist dieselbe, der Elroq nutzt auch viele Teile des älteren SUV, zum Beispiel die Türen. Das neue Modell ist mit 4,48 Meter Länge zwar 16 cm kürzer. Es hat jedoch mit 2,76 m einen um vier Zentimeter größeren Radstand. Das kommt insbesondere dem Fahrgastraum zugute. Das Kofferraumvolumen fällt dagegen geringer aus: In den Elroq passen bei umgelegter Rücksitzbank bis zu 1580 Liter, das sind 130 Liter weniger als im Enyaq.
In Tschechien rollt der Elroq vom Band, das zweite vollelektrische Modell von Skoda.
Bild: Škoda Auto
Ordentliche Reichweite schon beim Basismodell
Zugleich können sich die Fahrleistungen sehen lassen: Die Basisversion Elroq 50 hat einen 52 kWh großen Akku, dessen Energieinhalt laut Prüfnorm WLTP bis zu 375 km Reichweite ermöglicht. 170 PS reichen für 160 km/h. An einer Schnellladesäule soll das Kompakt-SUV – schon in der Basis mit einer Ladeleistung von bis zu 145 kW – in etwa 20 Minuten den Akku wieder füllen können.
Die Topversion Elroq 85 hat Allradantrieb mit 285 PS, der Akku ist 77 kWh groß und kann mit maximal 175 kW Ladeleistung regeneriert werden. Laut WLTP soll der Allrad-Elroq bis zu 580 km weit kommen. Sein Preis: ab 43.900 Euro. Schon der erste Elektro-Skoda verkaufte sich hervorragend, war 2024 hinter dem Tesla Model Y das zweitmeistverkaufte E-Auto in Deutschland. Dem Elroq sind aufgrund von Preis und Leistungsdaten ähnliche Resultate zuzutrauen.
▶︎ Warum sich der Kia EV3 so angenehm fährt
Mit dem EV3 bringt der koreanische Hersteller erneut ein attraktives E-Auto mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Prompt verlieh die AUTO BILD-Jury dem Kompakt-SUV 2024 das "Goldene Lenkrad" in der Kategorie "Bestes Auto unter 40.000 Euro".
Ein hervorragender Kompromiss zwischen Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit: Das elektrische Kompakt-SUV Kia EV3 kostet ab 35.990 Euro.
Bild: KIA EUROPE GMBH
Zwei Akku-Varianten bietet Kia für den 4,30 Meter langen EV3. Der kleinere hat 58,3 kWh, in etwa so viel wie der mittelgroße Akku vom VW ID.3. Er verschafft dem EV3 eine Reichweite von bis zu 436 km (nach Prüfnorm WLTP). Die große Batterie kann 81,4 kWh Strom speichern und bringt das SUV theoretisch bis zu 600 km weit (ebenfalls nach WLTP gemessen).
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Kia ev3
statt 35.990,00 EUR
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Beide Akku-Varianten spenden ihren Strom einem 204 PS starken Vorderradantrieb. Der beschleunigt den mit zwei Tonnen Leergewicht vermessenen EV3 in immerhin 7,9 Sekunden von auf 100 km/h. Die elektronisch beschränkte Höchstgeschwindigkeit beträgt 170 km/h. Im Design folgt der EV3 seinem großen Bruder EV9.
Wallbox-Laden mit 11 kW, HPC mit bis zu 128 kW
Aufgeladen wird die kleine Akku-Variante an Schnellladesäulen mit bis zu 101 kW. Die Ausführung mit großem Akku verkraftet sogar bis zu 128 kW Ladeleistung. Damit lassen sich beide Energiespeicher des EV3 jeweils in einer halben Stunde von 10 auf 80 Prozent laden, versichert der Hersteller. Plug&Charge funktioniert auch. Die Ladeleistung für Wechselstrom liegt bei 11 kW, das Laden an der Wallbox von 10 auf 80 Prozent dauert so mindestens sechs Stunden. In einer Nacht ist der Akku wieder voll.
Der Listenpreis des EV3 startet bei 35.990 Euro, die Variante mit dem großen Akku beginnt bei 41.390 Euro. Für 164 km mehr Reichweite zahlt man einen Aufpreis von 5400 Euro.
Die weiterentwickelte Bremstechnologie in Form des i-Pedal 3.0 hilft beim effizienten Bremsen und Rekuperieren. Und dieses Feature kennen – und schätzen – wir bereits bei Kia: Per Lenkrad-Paddel lässt sich die Rekuperationsstärke in drei Stufen verstellen – oder deaktivieren. Das Fahrwerk ist weder zu hart noch zu anschmiegsam, befand AUTO BILD-Testredakteur Holger Preiss. Sein Urteil: "Ein Auto zum Gleiten." Und Unebenheiten "filtert der EV3 hervorragend weg".
Auch ist das üppige Raumangebot im Vergleich zu anderen Kompakten bemerkenswert – dank 2,68 Meter Radstand. Verarbeitung, Sitzkomfort, Kopffreiheit, Bedienbarkeit – alles top. Auf Kritik stieß lediglich, dass die Lenkung und die Bremsen zwar exakt funktionieren, jedoch keine optimale Rückmeldung an den Fahrer geben.
▶︎ Was den BMW iX zum Langstrecken-Star macht
Das SUV ist knapp fünf Meter lang, 1,70 Meter hoch und rund 2600 Kilogramm schwer. Trotzdem sprintet das Topmodell mit in der Spitze 659 PS in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die monströse Doppelniere bleibt Geschmackssache, aber in Sachen Reichweite macht dem BMW iX kaum jemand was vor.
Bis zu 600 Kilometer weit versorgt der Riesenakku (108,9 kWh netto) das stattliche SUV mit Energie. Mit 4,95 Meter Länge ist das Technik-Aushängeschild der Bayern, das auf einer eigenen Elektro-Plattform aufbaut, nur minimal länger als der Konzernbruder BMW X5.
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BMW iX
statt 86.032,00 EUR
77.300,00 EUR
Und weil der iX ausschließlich als E-Auto entwickelt wurde, nutzt er den geringeren Platzbedarf von Motor, Getriebe und Akku für ein sehr luftiges Innenraumkonzept.
Schnellladen: Der BMW iX wird mit bis zu 195 kW geladen
Ein Curved Display, feine Materialien und beheizbare Oberflächen finden sich im Cockpit des BMW iX. Dazu verwöhnt er mit edlem Ambiente, dem nagelneuen Bediensystem iDrive und bis zu 195 kW Ladegeschwindigkeit beim HPC-Laden. Das ist im Verhältnis zu anderen E-Autos sehr schnell! und macht den BMW zum Langstrecken-Star.
Sauber arbeitende Luftfederung
Der Fahreindruck: Außerordentlich leise rollt er selbst bei hohem Tempo. Dabei helfen Tricks wie eine Lage Schaumstoff im Reifeninneren. Sehr fein und mit reichlich Reserven arbeitet die Luftfederung.
Zum Manövrieren des schweren wie breiten Autos auf seinen 22 Zoll großen Rädern über enge Landstraßen muss man sich allerdings konzentrieren, ohne dass ständig der Assistent ins Lenkrad greift.
▶︎ Darum ist der VW ID.3 ein echtes Volks-E-Auto
Ist der Volkswagen ID.3 Nachfolger des Golf? Hinsichtlich der Zulassungszahlen zwar nicht, aber in puncto Aufmerksamkeit gewiss. Nachdem der elektrische Kompakte bei seinem Marktstart 2019 viel Kritik einstecken musste, hat das Facelift des VW ID.3 viel Lob eingeheimst. Das betrifft die behutsame Überarbeitung der Front ebenso wie die Materialanmutung im Innenraum. Sowohl optisch (der ID.3 wirkt gefälliger und etwas windschnittiger) als auch in puncto Qualität, die man beim Sitzen und Berühren der Verkleidung spürt, hat der aktuell kleinste E-VW echt gewonnen. Was bietet er sonst noch?
Fast so viel Laderaum wie im Golf
Die Abmessungen sind nahezu identisch mit denen vom Golf 8. Das bringt ordentlich Platz, auch hinten. Das Kofferraumvolumen ist mit 385 Liter ordentlich für ein E-Auto dieser Größenordnung. Klappt man die Rücksitze um, sind es 1170 Liter – das reicht an den Gepäckraum des Golf (1237 Liter) heran. Auch an der Fahrzeugelektronik hat VW vieles verbessert. Der ID.3 kann Plug&Charge bzw. Autocharge (wie es Deutschlands größter Ladenetzbetreiber EnBW nennt), zapft also beim öffentlichen Laden sofort Strom, weil sich Auto und Ladesäule automatisch miteinander bekannt machen – der Fahrer muss nicht mehr per App oder Ladekarte den Ladevorgang starten.
Auch die Ladeleistung wurde auf bis zu 170 kW angehoben, was für diese Klasse beachtlich ist. Allerdings ist diese Power auf das Spitzenmodell "Pro S" mit 77 kWh großer Traktionsbatterie beschränkt. Der ID.3 Pro mit 58-kWh-Akku kann nur mit 110 kW laden. Das Basismodell "Pure Performance" wird seit dem Facelift aktuell nicht mehr angeboten. Dem Pro pumpt eine Schnellladesäule den leeren Akku in 35 Minuten auf 80 Prozent, beim Topmodell Pro S geht es fünf Minuten schneller.
Während der Pro bereits 204 PS hat, protzt der Pro S mit 231 PS. Damit beschleunigt der ID.3 mit großem Akku in 7,1 Sekunden von auf 100 km/h, der Pro schafft es – die nächste Überraschung – nur eine halbe Sekunde langsamer. Schluss ist für beide Modelle bei 160 km/h, sie werden elektronisch abgeregelt. Die WLTP-Reichweite beim Pro liegt aufgrund der kleineren Batterie bei maximal 434 km, der Pro S kommt im Idealfall 557 km weit.
Kaum ist der ID.3 GTX (Bild) auf dem Markt, kommt noch eine stärkere Version: der GTX Performance mit 326 PS.
Bild: Volkswagen
Seit dem Mitte 2024 gibt es auch eine Performance-Variante "GTX". Der GTX ist serienmäßig in "Kings Red Metallic" lackiert und hat 286 PS. Die Endgeschwindigkeit liegt mit 180 km/h um 20 km/h höher als bei gewöhnlichen ID.3, die Beschleunigung von auf 100 ist in sechs Sekunden möglich. Das Auto fährt theoretische 604 km weit (nach WLTP).
VW wäre nicht VW, wenn auch dieses Topmodell nicht wieder getoppt würde. Und richtig; seit dem Spätsommer 2024 lässt der GTX Performance alle stolzen GTX-Besitzer alt aussehen: Per Chiptuning wurde aus dem neuen APP550-Elektromotor noch etwas mehr Leistung herausgekitzelt, mit 326 PS beschleunigt er in 5,6 Sekunden von auf 100 und erreicht die 200 km/h. Reichweite: 601 km (laut Prüfnorm WLTP).
Software-Updates können per Funk erfolgen
Der durchschnittliche Verbrauch der Modelle Pro und Pro S wird vom Hersteller mit bis zu 16,2 bzw. 16,3 kWh angegeben. Im AUTO BILD-Alltagstest kam der Pro S vor Facelift auf 21,3 kWh. Gemessen am Durchschnittsverbrauch anderer Elektroautos ist das ein guter Wert. Eine Anhängerkupplung zum Anhängerziehen gibt es beim ID.3 vorläufig nicht. Immerhin kann der Hersteller das Modell per Over-the-Air-Update (OTA) mit der neuesten Software aufrüsten, sodass die eine oder andere Neuerung in den nächsten Jahren zu erwarten ist.
▶︎ Darum ist der BMW iX3 ideal für Umsteiger
Die Elektroversion des X3 ist seit 2021 als iX3 auf dem Markt. Das BMW-SUV bietet Design Understatement: Von außen ist kaum erkennbar, dass es sich um ein vollelektrisches Fahrzeug handelt. Ideal für alle Umsteiger, die sich mit der neuen Technologie noch unsicher sind. Die Leistungswerte aber sprechen für sich: Der E-Motor bringt 286 PS, beim Sprint von auf 100 km/h vergehen 6,8 Sekunden. Die Endgeschwindigkeit liegt – elektronisch reguliert – bei 180 km/h. Der Wagen ist eines der stimmigsten E-Autos auf dem Markt, fährt sich in allen Fahrsituationen souverän, meint AUTO BILD-Redakteur Matthias Brügge.
Alltagsverbrauch von 22,5 kWh
Wer das Höchsttempo dauerhaft hält, saugt den 80 kWh großen Akku in Windeseile leer, dann sind keine 290 Kilometer drin. Bei Normverbrauch nach WLTP geht es natürlich sparsamer, dann schafft der 2,2 Tonnen schwere BMW bis zu 438 Kilometer. Das ist auch in der Realität zu schaffen: Beim ersten Test des BMW iX3 erreichten wir den ermittelten Werksverbrauch von 20 kWh auf 100 km, aber meist liegt der Stromdurst zwei bis drei kWh darüber. Den Kofferraum engt den Energiespeicher übrigens erfreulich wenig ein, er ist mit 510 bis 1560 Liter nur geringfügig kleiner als im X3.
Der BMW iX3 ist äußerlich vom Schwestermodell mit Verbrennungsmotor kaum zu unterscheiden.
Bild: F. Roschki
Viele bekannte Bedien-Elemente mit an Bord
Das Auto wird – anders als der gebürtige US-Bürger X3 – in China gefertigt, den Testern von AUTO BILD fiel kein Qualitätsmangel auf. Auch in der Bedienung lobten die AUTO BILD-Tester übrigens das Understatement des iX3: Wo andere Hersteller möglichst alles über einen berührungsaktiven "Touch"-Bildschirm steuern lassen, gibt es beim Elektro-SUV von BWM nach wie vor Tasten und Drehregler.
In zehn Minuten Strom für 100 km Reichweite
Den Akku füllt das elektrische Kompakt-SUV an der Schnellladesäule mit bis zu 150 kW Ladeleistung, das können einige heute schon besser, reicht meist aber aus. Wer den iX3 zwischendurch nur zehn Minuten ans dicke Kabel hängt, saugt sich Strom für 100 km Reichweite in den Energiespeicher. Einzig beim langsamen Wechselstromladen hat BMW die Leistung auf 11 kW reduziert – hier wären 22 kW wünschenswert.
▶︎ Fahrgenuss auf Koreanisch: Kia EV6
Der Kia EV6 lädt mit bis zu 240 kW sehr schnell. Dieses Ladetempo ist fast so schnell wie das des neuen Porsche Macan. Alles klar, Korea kann Elektro! Kona und Co. haben es bereits bewiesen, der Kia EV6 kommt auf einer neuen E-Plattform E-GMP vom Mutterkonzern Hyundai.
Die Technik beeindruckt mit ihrer enormen Ladegeschwindigkeit: Dank 800-Volt-System bringt der EV6 seinen Akku in minimal 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent Ladestand. Oder anders gesagt: Man lädt 100 Kilometer Reichweite in viereinhalb Minuten, wenn ein mächstiger mit mindestens 240 kW Ladeleistung zur Verfügung steht.
Auf 4,68 Meter Länge ist der EV6 eher höhergelegter Shooting Brake als SUV. Es gibt mehrere Antriebsvarianten: Hinterrad- oder Allradantrieb, mit 58- oder 77,4-kWh-Batterie, mit 170 bis 325 PS Leistung und mit bis zu 528 Kilometer Reichweite. Und dann gibt es noch den EV6 GT mit wahnwitzigen 585 PS, eine ganz andere Liga: Er beschleunigt in 3,5 Sekunden von auf 100.
Auch der Kia EV6 überzeugt neben seiner Optik vor allem damit, dass er irre schnell laden kann.
Bild: F. Roschki
Aber bereits die Volksausführung ist ein Genuss. Fahreindruck von AUTO BILD-Redakteur Andreas May: "Dass so ein Zwei-Tonnen-Koloss sich so handlich und nahezu ohne Wankbewegungen durch die Kurve scheuchen lässt, erstaunt immer wieder. Sie haben alles am EV6 straff ausgelegt, Fahrwerk, Lenkung, im Sportmodus auch die Gaspedal-Kennlinie. Wenn du es darauf anlegst, kommt dir das Auto in jeder Situation eine Nummer kleiner vor."
Im Innenraum bietet der Kia jede Menge Platz
Gar nicht so klein dagegen ist das Platzangebot im Innenraum: 2,90 Meter Radstand! Davon profitieren vor allem die hinteren Passagiere, sie können die Beine über Kreuz schlagen, ihr Handy via Kabel mit dem Vordersitz oder der Mittelkonsole verbinden oder die 220-Volt-Steckdose nutzen. Sechs Ladebuchsen haben wir gefunden.
Dank eingebauter Schuko-Steckdose dient der EV6 als Stromquelle
Zur Not betreibt der EV6 auch ein Elektrogerät oder lädt das E-Bike: Per Steckdosen-Adapter dient der EV6 als Stromquelle. Einfach einen Adapter in die Ladebuchse, und die Draußen-Stromversorgung steht – diesen Service bietet allerdings nur die teuerste Ausstattungsstufe.
Beim Laden macht sich die aktuelle Technologie bemerkbar: Bis zu 180 kW Ladeleistung ist möglich. Hängt der EV6 an einer potenten DC-Ladesäule, füllt sie in zehn Minuten Energie für 166 km in seinen Akku. Nach einer halben Stunde beträgt die Reichweite 330 km.
Andreas May urteilt: "Der neue Kia EV6 ist kein Sonderangebot, aber sein Angebot ist Sonderklasse. Er lädt doppelt so schnell wie die VW-Konkurrenz, fährt sportlich-straff, hat richtig viel Platz."
▶︎ Mehr E-Auto als der Mercedes EQS geht nicht
Neben der technischen Basis fährt Mercedes mit dem EQS auch optisch neue Wege. Langer Radstand, kurze Überhänge und eine beinahe schon vanartige Dachlinie. Lautloser Luxus! Kein Wunder. Was die S-Klasse kann, will der EQS-Kunde natürlich auch haben.
Der Daimler begeistert als Premium-Flaggschiff
Unterm Kuppeldach erwartet daher jede Menge Komfort die Passagiere des 5,22-Meter-Premium-Flaggschiffs, im Cockpit beeindruckt unter anderem die Displaylandschaft mit 1,41 Meter Breite.
Was die S-Klasse kann, das erwartet die anvisierte Kundschaft auch vom Mercedes EQS.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Dazu der rekordverdächtige Luftwiderstand: Mit einem cw-Wert von 0,20 lutscht der stromlinienförmige Mercedes bis zu 753 Kilometer Reichweite aus seinem 118-kWh-Akku (seit der Modellpflege 2024 sind es 10 kWh mehr). An der Front zeigt sich das mittlerweile bekannte "EQ-Gesicht" mit angedeutetem Grill, an den sich die Scheinwerfer nahtlos anschließen.
Auch bei der Ladeleistung führt Elektro-S-Klasse
Bis zu 200 kW Ladeleistung schafft der EQS. Damit liegt er zwar noch 20 Prozent unter dem aktuellen Model S von Tesla, ist aber im Vergleich zu vielen anderen Elektroautos voll auf der Höhe. Umgerechnet bedeutet das: Für zehn Minuten an der Ladesäule gibt's eine Reichweite von 175 km. Nach 31 Minuten am OPC-Schnelllader fährt der EQS wieder 441 km weit.
Hier die Fahrerfahrung von AUTO BILD mit dem EQS 580: "Er fährt sich geschmeidig, geradezu spielerisch. Die Hinterachse lenkt um zehn Grad mit, was den mehr als 2,5 Tonnen schweren Brummer leichtfüßig um die Kurve eilen lässt."
Trotz des hohen Leergewichts (2,3 bis 2,7 Tonnen, je nach Modell) ist der EQS zu schnellen Sprints fähig. In 4,3 Sekunden beschleunigt der allradgetriebene EQS 580 mit 524 PS und 855 Nm aus dem Stand auf 100 km/h. Der auf Reichweite optimierte EQS 450+ braucht auch nur 6,2 Sekunden dafür. Beide Varianten werden bei 210 km/h abgeregelt.
Mit Drive-Pilot-System läutet er die nächste Stufe des automatisierten Fahrens ein! Damit kann nach Level 3 "hoch automatisiert" gefahren werden. Das heißt konkret, bis Tempo 60 darf der Fahrer seine elektrische S-Klasse auf den meisten deutschen Autobahnen unbeaufsichtigt fahren lassen. Und klar, preislich spielt der EQS ebenfalls in der höchsten Liga.
▶︎ Was den Hyundai Ioniq 5 technologisch auszeichnet
Auch der Markenbruder des Kia EV6 beeindruckt mit ausgefallenem Design – und auf Wunsch mit Performance. Er lädt ebenso blitzschnell wie sein Plattform-Kollege, auch bei ihm stehen zwei Batterien (63 bzw. 84 kWh) und Leistungsstufen von 170 bis 325 PS zur Auswahl. Spitzenmodell ist der 5N mit 650 PS, für ihn steht ebenfalls der 84 kWh große Akku zur Verfügung.
Intelligent gemachter Hyundai Ioniq 5
Zu den herausragenden Eigenschaften des Ioniq 5 zählt seine intelligente Machart. Der flache Wagenboden und die locker arrangierte Mittelkonsole bereiten ein tolles Raumgefühl, die Sitze sind üppig gebaut und weich gepolstert.
Das Cockpit wirkt dank der zwei großen Bildschirme modern und luxuriös, aber auch eigenständig. Hinten geht auch Ladung ordentlich rein: 527 bis 1587 Liter fasst der Kofferraum, unter der Motorhaube findet sich noch ein kleines Staufach mit 57 Litern (24 Liter bei Allradmodellen).
Der Hyundai Ioniq 5 überrascht mit abgefahrenen Details, zum Beispiel einem optionalen Solardach.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Dazu baut Hyundai Details ins Auto ein, die sonst eher selten sind: Im digitalen Fahrerdisplay helfen Videobilder, den toten Winkel abzudecken; dank 230-Volt-Steckdose lässt sich der Laptop aufladen, oder es lassen sich kleine Elektrogeräte betreiben. Auf Tastendruck im Schlüssel (Aufpreis) rangiert das Auto ebenso lautlos wie eigenhändig aus engen Parklücken heraus.
Eine Wärmepumpe gibt's beim kleinen 170-PS-Modell nur gegen Aufpreis (ab 1200 Euro oder im "Technik-Paket"), in allen höheren Ausstattungsstufen ist sie inklusive. Der Hyundai lädt fast so schnell wie ein Tesla, mit maximal 240 kW. Das bieten aktuell nur wenige HPC-Charger, z. B. Ionity, Allego und die Tesla-Supercharger, die für Fremdmarken geöffnet sind. Die nächstgrößere Motorisierung bietet 229 PS, das Topmodell hat 325 PS und Allradantrieb.
Das Testurteil zum Elektro-Hyundai
Urteil von AUTO BILD-Tester Jan Horn: "Als Elektroauto sehr ordentlich, dazu gibt es souveräne Fahrleistungen. Dank 800 Volt Spannung im System ist der Hyundai sehr schnell aufgeladen. Kleine Schwächen im Umgang macht er über Originalität wieder wett."
▶︎ Darum ist der Audi Q4 e-tron ein Raumwunder
Elektromobilität mit vier Ringen? Die bietet der Audi Q4 e-tron! Er basiert auf dem VW-Elektrobaukasten MEB und ist damit ein Schwestermodell von ID.4 und Skoda Enyaq. Der relativ lange Radstand kommt vor allem der Beinfreiheit im Fond zugute. Sie liegt in etwa auf dem Niveau eines aktuellen Q7. Das bedeutet für die zweite Reihe echte Langstreckenqualität.
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Audi Q4 e-tron
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36.474,00 EUR
Technik-Brüder: Audi Q4 e-tron, Skoda Enyaq iV und VW ID.4
Noch etwas schicker ist der Q4 e-tron als Sportback mit flachem Heck. Er kostet dann allerdings 2000 Euro Aufpreis und hat weniger Kofferraumvolumen. Der Q4 e-tron ist weitgehend identisch mit VW ID.4 und Skoda Enyaq iV. Das Cockpit wirkt sehr technisch, was nicht zuletzt am neuen Audi-Lenkrad liegt. Der Pralltopf trägt erstmals die Audi-Ringe in 2-D-Optik.
Dafür können beide Karosserievarianten auch schnell sein, die Topversion 55 quattro sprintet in 5,4 Sekunden auf Tempo 100 km/h – bei maximal 180 km/h wird aus Reichweite-Gründen abgeregelt.
Und auch beim Laden sprintet der Q4 e-tron: Mit bis zu 135 kW Ladeleistung werden sogar im Basismodell 45 e-tron die Pausen am Schnelllader kurz. Zehn Minuten an der Leitung bringen 127 km Reichweite, nach einer Stunde sind es 261 km. Die beiden größeren Modelle 45 e-tron quattro und 55 e-tron quattro beherrschen sogar 175 kW Ladeleistung, damit füllt man den Akku von 10 auf 80 Prozent in minimal 28 Minuten.
Audi Q4 e-tron überrascht beim Fahren
Seit Anfang 2024 ist nur noch eine Akkugröße (76,6 kWh) erhältlich, und zwar in zwei Leistungsstufen (286 und 340 PS) und bis zu 562 Kilometer Reichweite. Wie er fährt? Zwar wiegt er bereits ohne Gepäck und Menschen an Bord über zwei Tonnen, ist aber dennoch wendig wie ein Kleinwagen.
Das Gewicht des Akkus (rund 500 Kilogramm!) verteilt sich flach und sorgfältig ausgebreitet auf dem Bodenblech des Kompakt-SUV, sorgt also für einen optimal tiefen Schwerpunkt. Entsprechend fahrstabil fühlt sich der Q4 an. Zugleich federt das Auto (auch dank der optionalen Stoßdämpferregelung) so sanft, satt und gleichmütig wie eine robuste Reiselimousine.
Fazit von AUTO BILD-Tester Jan Horn: "Eine Mischung aus Raumwunder und Sprint-Überraschung – der Q4 e-tron ist gelungen. Er fährt sich tadellos."
▶︎ Ideen-Feuerwerk auf vier Rädern: Skoda Enyaq
Der Skoda Enyaq ist eines der klügsten E-Autos! Das ist kein Scherz, ihn unterscheiden viele Details, die das Autofahrerleben leichter machen, von der Konkurrenz. Sieergänzen das klasse Design, ordentlich Platz und angenehme Fahreigenschaften. Natürlich ist der tschechische Raumgleiter vor allem praktisch und geräumig, folgt damit ganz der Skoda-Markenphilosophie.
Mit Abmessungen von 4,65 Meter Länge und 1,88 Meter Breite fährt das E-SUV zwischen Karoq und Kodiaq.
Skoda in mit Front- oder Allradantrieb verfügbar
Typisch für ein Elektroauto sind der lange Radstand von fast 2,80 Metern und die extrem kurzen Überhänge. Aktuell gibt es ihn entweder mit 286 PS, als frontgetriebener Enyaq 85 oder Allrad-Elektro-SUV 85X, sowie als Hochleistungs-SUV RS mit bis zu 340 PS an beiden Achsen.
Typisch Skoda: Die Tschechen bieten mit dem Enyaq ein besonders vernunftbetontes E-Auto an.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Der größere der beiden orderbaren Akkus (59 - 77 kWh) ermöglicht bis zu 563 Kilometer im Enyaq 85 (im Coupé dank Aerodynamik-Vorteil der abfallenden Dachlinie sogar 573 km) Reichweite. Die Ladeleistung liegt im Basismodell bei 135 kW, die beiden höherwertigen Varianten laden mit 175 kW, das langt für ordentliches Tank-Tempo. In zehn Minuten füllt man umgerechnet 112 km in den Akku, nach einer halben Stunde sind es 261 km. Auch die Topspeed wurde angehoben, die elektronische Grenze begrenzt den Vortrieb bei 180 km/h (vorher 160). Großes Plus: Eine Wärmepumpe haben alle Enyaq serienmäßig an Bord. Die Batterie lässt sich über das Display vor dem Laden vorheizen, damit der Enyaq bei kalten Temperaturen schneller lädt.
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Skoda Enyaq
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Clevere Skoda-Extras
Clevere Extras (wie z. B. Regenschirm in den Vordertüren) haben alle Skoda an Bord. Eine weitere, schlaue Besonderheit ist der mitgelieferte Kabelreiniger für das Ladekabel. Das hat sonst keiner!
Das Cockpit wirkt sehr luftig und aufgeräumt. Nur das Tacho-Display fanden unsere Tester recht klein geraten. Wer mehr Fahrinformationen im Blickfeld haben will, der muss das optionale Head-up-Display ordern (für die Modelle 85 und 85X im Paket "Advanced" für stolze 7940 Euro, in der höherwertigen Version Sportline kostet es 2250 Euro extra).
Praktisch: Die Heckscheibe steht vergleichsweise steil, was zu einem gut nutzbaren Kofferraum beiträgt, mit leichter Einschränkung beim Coupé.
Der Skoda Enyaq ist im Volkswagen-Dreigestirn (mit VW ID.4 und Audi Q4 e-tron) das Elektromodell für Rechner. Er bietet das größte Platzangebot und dazu einen relativ günstigen Einstiegspreis.
▶︎ Aus einer anderen Welt: Genesis GV60
Mit diesem Auto hat sich Genesis, die Premium-Marke von Hyundai, selbst übertroffen. Es ist schon bemerkenswert, wie viele aufregende Hightech-Features in das Elektro-SUV GV60 hineingesteckt wurden. Angefangen mit dem Zugang: State of the Art ist heute üblicherweise ein Funkschlüssel (Keyless Go), einige haben schon die Schlüssel-App – doch den GV60 schaut man einfach nur freundlich an, und er öffnet sich! Hintergrund ist eine Gesichtserkennungs-Software, die den Fahrer identifiziert und das Fahrzeug entriegelt. Natürlich gibt es auch weiterhin einen Schlüssel, falls man den Genesis mal verleiht.
Genesis hat bei der Konstruktion des Elektroautos allgemein auf maximalen Komfort geachtet. Das fängt beim Akku-Laden an: Mit einer Ladeleistung von maximal 350 kW zählt der GV60 zu den Superschnellladern unter den E-Autos der neuesten Generation. Unter optimalen Bedingungen füllt sich am HPC (High Power Charger) sein 77-kWh-Akku in 18 Minuten. Fast zu schnell für eine Kaffeepause! Doch selbst auf Langstrecken fallen solche Pausen nicht allzu oft an: Die WLTP-Reichweite beträgt bis zu 470 km.
So schnell der GV60 lädt, so schnell fährt er auf Wunsch auch: Die Topversion "Sport Plus" mit 436 PS an beiden Achsen beschleunigt gewaltig, die $(LC20409637:gelbe mobilisiert noch 54 Extra-PS, dann fegt das Elektro-SUV in 4,0 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Schluss ist erst bei Tempo 235. Damit lässt er die meisten aktuellen E-Autos buchstäblich weit hinter sich. Von AUTO BILD ALLRAD erhielt der GV60 bereits die Auszeichnung "Auto des Jahres 2022".
Natürlich gibt es noch weitere Komfort-Gadget an Bord: Etwa eine integrierte Schuko-Steckdose im Innern, mit der sich unterwegs ein Laptop, eine Heizdecke oder auch eine Kaffeemaschine betreiben lässt – so wird das Elektroauto zum Energiespeicher für externe Verbraucher. Spaß machen auch die Ambientebeleuchtung mit wahlweise 64 Farben oder die drei auswählbaren Außengeräusche.
▶︎ Neustart nach dem Facelift: Tesla Model Y
Tesla erfreut sich großer Beliebtheit auf dem Markt. Das belegen nicht nur die Zulassungszahlen. Es zeigt sich auch auf der Autobahn: Wer dort spaßeshalber auf die amerikanischen E-Fahrzeuge achtet, der entdeckt neben Tesla Model S und Model 3 auch jede Menge Model Y.
Das SUV basiert auf dem Model 3 und glänzt wie seine Markenbrüder in jeder Hinsicht als Minimalist. Kürzlich hat der Elektro-Pionier aus den USA ein Facelift vorgestellt, wir haben es getestet und waren angetan. Seit März 2025 ist es nun erhältlich. Drei Versionen sind bisher im Programm. Das Basismodell kostet ab 44.990 Euro und hat Hinterradantrieb. Die nächstteurere Ausführung ist das Modell "Maximale Reichweite Hinterradantrieb" (LR RW), es kostet 49.990 Euro. Es soll und 622 Kilometer Reichweite nach WLTP haben und in 5,9 Sekunden von auf 100 km/h beschleunigen. Die Top-Version "Maximale Reichweite, Allradantrieb" schließlich kostet 52.990 Euro.
Der Vorwärtsdrang des Model Y ist mächtig
Der Tesla fährt unaufgeregter als die Konkurrenz – das hat ein AUTO BILD-Vergleichstest im Herbst 2022 ergeben. Und er betört mit einem erfreulich ruhigen Fahrwerk. Dennoch stürmt das Model Y in der reichweitenstarken Ausführung "LR" (Long Range) trotz knapp zwei Tonnen Gewicht mit 217 km/h Vmax immer noch ziemlich forsch vorwärts.
Die angegebene Batteriekapazität liegt beim Standard-Range-Modell nach Facelift bei 62,5 kWh, die größeren Versionen haben einen Akku mit 78,4 kWh Energieinhalt. Maximal kann mit 250 kW geladen werden. Eine Anhängerkupplung ergibt am Tesla Model Y Sinn, der Ami darf ungebremste 750 Kilo und gebremste 1,6 Tonnen hinter sich herziehen. Und bereits ins Auto passen bis zu 2158 Liter Gepäck.
Der Ami glänzt mit ordentlicher Reichweite
Ganze 665 Kilogramm können zugeladen werden. Der Spurt von auf 100 Sachen schafft die Einstiegsversion in 5,9 Sekunden. Das ist eine volle Sekunde mehr als vor dem Facelift. Als Reichweite gibt Tesla 466 Kilometer an – das sind überschaubare elf Kilometer mehr als bislang.
Mit dem 2025er-Facelift kehrt Tesla zurück zum klassischen Blinkerhebel – beim Model 3 und Cybertruck hatte Tesla zuletzt Knöpfe auf dem Lenkrad für die Bedienung des Fahrtrichtungsanzeigers vorgesehen, das führte zu Reklamationen. Am Heck hat der neue Tesla Y nun ein durchgehendes Lichtband. Die Front wurde so überarbeitet, dass sie eine Ähnlichkeit mit dem Cybertruck suggeriert. Der Parkplatzbedarf stieg um vier Zentimeter auf 4,79 m.
▶︎ Der Opel Astra Electric ist wohltuend normal
Lange haben wir auf den Kompakt-Opel mit Elektroantrieb gewartet. Besonders empfehlenswert ist Astra Electric als $(LC23493177:Elektro-Kombi . Das Auto hat schon beim ersten Test überzeugt. Als Elektroauto, das genauso gut ein Verbrenner sein könnte. Denn es fehlt der ganze Schnickschnack, der viele Elektroautos zu futuristischen Straßen-Spielzeugen macht. Er ist kaum anders als der Astra der Baureihe L, den es seit 2022 mit Benziner und Diesel schon gibt.
Astra Electric ist gut 100 Kilo leichter als der VW ID.3
Nur eben ist der flüsterleise Antrieb neu. 156 PS leistet er und liegt damit im Mittelfeld der Astra-Antriebe. Allerdings müssen die auch sein, um den bis zu 1785 schweren Kompakten komfortabel vom Fleck zu kriegen. Das ist er dem 50,8 kWh großen Akku schuldig, der den E-Astra um mehrere Hundert Kilo schwerer macht. Aber gar nicht mal SO viel schwerer: Der E-Astra ist gut 100 kg leichter als sein VW-Konkurrent, der ID.3. Und das macht sich bemerkbar.
In 30 Minuten Schnellladen ist der Akku wieder voll
In 9,2 Sekunden (Kombi: 9,3) beschleunigt sein Frontantrieb von auf 100 km/h, die Endgeschwindigkeit liegt bei 170 km/h an. Der Stromverbrauch ist im Schnitt gering genug, dass der an sich kleine Akku eine Reichweite von bis zu 418 km nach WLTP erlaubt. Apropos Akku: Die Ladeleistung zum schnellen Gleichstromladen unterwegs liegt mit 100 kW gerade noch im erträglichen Bereich. Das bringt den Stromspeicher in rund 30 Minuten wieder auf 80 Prozent. An der Wallbox lädt der Astra mit bis zu 11 kW Wechselstrom.
One-Pedal-Drive hat der Astra zwar nicht, aber am Lenkrad dient eine Schaltwippe zur Verzögerung beim Rekuperieren. Auch das ist durchdacht und lässt sich intuitiv gut bedienen. Dabei stört kaum ein Geräusch von außen, denn der Astra Electric ist gut gedämmt.
▶︎ Ganz anders als gewohnt: Smart #1
Smart teilte in den vergangenen Jahren dasselbe Schicksal wie Volkswagen in den 1950ern: ein One-Hit-Wonder. Wer einen Smart kaufte, der kaufte zumeist einen parkplatzaffinen Zweisitzer mit geringer elektrischer Reichweite. Damit ist nun Schluss: Von Smart kommen inzwischen im Rekordtempo weitere Modelle auf den Markt. Der erste neue Smart #1 ist ein Mini-SUV, hat mit 4,27 Meter Länge die Maße eines VW Golf oder eines Mini Countryman – und ist ein Viersitzer. Also nicht mehr viel übrig von der ursprünglichen Idee des verstorbenen Swatch-Königs Nicolas Hayek, ein maximal sparsames Miniauto für den Alltag anzubieten.
Doch das ist lange her, Smart wurde zu 50 Prozent an den chinesischen Autobauer Geely verkauft, und – tja, das Ergebnis kann sich fahren lassen. 272 PS hat die Basisversion "Pure", die bereits geht ab wie Hölle. In 6,7 Sekunden beschleunigt der Heckmotor über die Hinterachse von auf 100 km/h. Die Endgeschwindigkeit ist bei 180 km/h erreicht. Die Reichweite ist für den kleinen Kraftprotz dank seiner mit 66 kWh recht großen Batterie ordentlich: bis zu 310 km nach WLTP. Bereits bei der nächsthöheren Leistungsstufe "Pure+" steigt die Reichweite laut WLTP um 100 auf dann 420 km. Das ist kein Zaubertrick: Der nächst größere Akku hat locker ein Drittel mehr Kapazität, nämlich 66 kWh.
Brabus-Smart beschleunigt in 3,9 Sekunden von auf 100
Wem diese Fahrwerte nicht ausreichen: Es gibt bereits eine von Brabus hochgezüchtete Version des Smart #1 mit zwei Elektromotoren, die insgesamt 428 PS auf beide Achsen werfen. Das erlaubt einen Boost-Sprint von 3,9 Sekunden bis 100 km/h. Vmax bleibt gleich. Auch die Größe der Traktionsbatterie ist unverändert, somit sinkt die WLTP-Reichweite für den Brabus-Smart auf 400 WLTP-Kilometer – immer noch okay. Die Ladeleistung mit 150 kWh schaufelt unter optimalen Bedingungen so viel Strom in den Akku, dass er nach einer halben Stunde wieder zu 80 Prozent gefüllt ist – offenbar ein innerhalb der Industrie beschlossener Standard unter E-Autos der neuesten Generation.
Der Wagen sieht schon äußerlich gierig nach Tempo aus: keine Kanten, bündige Türgriffe, LED-Lichtbänder an Front und Heck. Die Arbeit des Mercedes-Designteams um Gorden Wagener. Material und Verarbeitung stehen europäischen Produkten in nichts nach (bzw. lassen Autos wie den VW ID.3 hinter sich). Auch Innenraum und Cockpit sind State of the Art. Gegen Aufpreis gibt es ein sehr präzises Head-up-Display. Der Kofferraum ist mit 323 Liter durchschnittlich groß, bei umgeklappter Rückbank bieten sich bis zu 986 Liter.
▶︎ Fast schon ein Klassiker: Tesla Model 3
Kaum ein Elektroauto erfreut sich weltweit solcher Beliebtheit wie das Tesla Model 3. Der Preis startet bei 39.990 Euro für das Modell mit Hinterradantrieb und 513 km Reichweite nach WLTP. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 201 km/h.
Seit 2019 fährt das Model 3 durch Deutschland. Typisch Tesla: Das Model 3 besticht mit minimalistischem Design, modernster Technik und einer großen Reichweite. Die Fließheck-Limo schnitt im Test bei AUTO BILD durchweg positiv ab und holte im offiziellen Crashtest volle fünf Sterne.
Diese Updates bekam das Model 3
2022 gab es einige Updates am Model 3: ein leistungsstärkerer Prozessor fürs Infotainment, eine Lithium-Ionen-Batterie fürs 12-Volt-System, eine Heckscheibe mit Akustikverglasung und eine sogenannte "Superhorn"-Hupe: Alarmanlage und Außenlautsprecher arbeiten jetzt kombiniert.
Die Ladeleistung liegt beim Model 3 bei etwa 170 kW. An einer OPC-Schnellladesäule füllt man seinen Akku damit in zehn Minuten mit 160 km zusätzlicher Reichweite, nach einer halben Stunde sind es 350 km. Starke Werte für das leistungsstarke Auto.
▶︎ Hat das Zeug zum Stadtmobil: Opel Corsa Electric
Der Opel Corsa Electric fällt positiv auf, indem er gar nicht auffällt. Der kleine E-Opel ist kein spaciges Raumschiff. Im Gegenteil: Die Elektro-Version kann man vom Verbrenner – zugespitzt gesagt – von außen praktisch nur am fehlenden Auspuff unterscheiden. Das ist eine Wohltat für konservative E-Mobilisten, die sich mit der Optik eines BMW i3 nie anfreunden konnten.
Flink unterwegs: der elektrische Corsa
Beim Fahren erfreut der elektrische Corsa mit sportlichem Talent. Der Schwerpunkt ist sechs Zentimeter niedriger als beim Verbrenner und die Karosserie 30 Prozent steifer.
Dazu kommen die zusätzlichen Kilos durch den Akku. So aufgestellt flitzt der E-Corsa herrlich flink um die Ecken. Seine 136 PS sorgen für ordentlich Schub. Im "Eco"-Modus (82 PS) bleibt er zudem nah dran am von Opel angegebenen Verbrauch.
Zurück in den Akku kommt die Energie mit bis zu 100 kW Ladeleistung. An einer Schnellladesäule holt sich der Corsa Electric somit in zehn Minuten Energie für 70 km. Nach 30 Minuten sind es 186 km.
Zwar ist der Kofferraum im Vergleich mit den Verbrenner-Brüdern kleiner, und sein Gewicht ist höher. Doch im direkten Vergleich sprach alles für den E-Corsa. Für Dynamiker gibt es inzwischen auch eine leistungsgesteigerte Version "GS". Sie hat 156 PS und schafft den Spurt von auf 100 km/h in 8,1 Sekunden.
▶︎ Warum der BMW i7 Standards setzt
Auf den BMW i7 sind die Münchner Automobilbauer ziemlich stolz sind, die Marketingabteilung lobt den elektrischen 7er in den höchsten Tönen. Immerhin: Die schönen Worte sind indes weit mehr als heiße Luft.
Der i7 kann Komfort wie kaum ein anderer. AUTO BILD maß noch kein Auto mit weniger Geräusch! Egal ob im Rollbetrieb, beim Durchbeschleunigen oder auf der Autobahn. Der BMW gibt nie mehr als ein Murmeln, ein Zischeln oder ein dezentes Rauschen von sich.
Der BMW i7 fährt unerreicht komfortabel
Und das bei bis zu 240 km/h. Bis dahin treiben die 544 PS den i7 ixDrive60 nämlich vorwärts. Traktionsprobleme gibt es dank Allradantrieb keine, die Bremswerte stimmen auch. Der BMW fließt geradezu durch den Verkehr und zieht auch auf der Autobahn fehlerfrei seine Linie.
Dabei hilft dem Bayern sein aktives Fahrwerk inklusive Hinterachslenkung, das bei jedem Hauch von Glätte sofort einen trittfesten Kurs konfiguriert. Obendrauf atmet die Federung auch unter herber Beanspruchung Unebenheiten sensibel weg.
BMW gibt die WLTP-Reichweite mit 608 Kilometern an. In der Realität bleiben davon 358 km übrig. Der Verbrauch liegt bei 31,9 kWh. Von auf 100 km/h sprintet der BMW in 4,6 Sekunden. 184 PS Dauerleistung sind möglich.
Die Einstiegs-Ausführung heißt eDrive 50 und hat immerhin noch 455 PS. In Kombination mit demselben Akku – 101,7 kWh nutzerbaren Energieinhalt hat er – langt das für bis zu 611 km. Die Höchstgeschwindigkeit wurde dafür gedrosselt, ist aber mit 205 km/h noch ziemlich abgehoben.
▶︎ Würdiger Bulli-Erbe: VW ID.Buzz
Seit September 2022 der VW ID.Buzz in Europa unterwegs. Der E-Bulli orientiert sich mit seinen kurzen Überhängen, der Zweifarblackierung und dem großen Front-Logo am Sympathieträger VW T1.
Erfreulich: Die Fensterflächen sind groß, das erhöht die Übersichtlichkeit. Zusätzlich zum familienfreundlichen Kombi gibt es eine Lastversion namens "Cargo". Zuletzt kamen die Power-Version GTX und eine Basisversion für unter 50.000 Euro hinzu.
Der Buzz ist ein typischer ID-VW
Im Vergleich zum aktuellen VW Multivan fällt der ID.Buzz kürzer und niedriger aus. Der Einstieg ist angenehm hoch. Wer schon mal einen Wagen der ID-Familie von VW gefahren ist, der findet sich im Innenraum ohne Probleme zurecht.
Auch der ID.Buzz kommt mit dem Multifunktionslenkrad mit Touchflächen. Im Fond des ID.Buzz sitzt es sich wie in einem Minivan. Der Kofferraum ist üppig dimensioniert. Wer noch mehr Platz benötigt: Seit Ende 2023 gibt es auch eine Langversion vom Elektro-Bulli mit insgesamt sechs Sitzplätzen (plus Fahrer). Mittlere und letzte Sitzreihe lassen sich natürlich ausbauen. Der lange E-Bus hat einen größeren Motor mit 296 PS, der auch den elektrischen Oberklasse-VW ID.7 antreibt.
VW ID.Buzz schafft bis zu 450 Kilometer Reichweite
Beim Fahren überrascht der kurze ID.Buzz mit seinem elf Meter kleinen Wendekreis. Die neue Basisversion Pure mit 59 kWh-Akku und 170 PS Motorleistung kommt bis zu 331 km weit. Die nächstgrößere Variante "Pro" wurde Ende 2024 mit dem 286 PS starken neuen Standard-Elektromotor von VW ausgerüstet.
In Kombination mit dem neuen 79-kWh-Akku im Wagenboden soll das nun für 461 Kilometer Reichweite gut sein. Die Langversion (ebenfalls Pro) hat den großen Akku mit 86 kWh und ebenfalls den neuen Hochleistungsmotor APP550 mit 286 PS. Er verschafft dem großen Buzz eine Reichweite von 487 km nach WLTP-Prüfnorm. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt im Pure 145, in den größeren Ausführungen 160 km/h.
Am oberen Ende der E-Bus-Skala kommt seit Kurzem der Buzz GTX 4motion als leistungsstärkstes Modell der Baureihe mit einer Systemleistung von 340 PS und Allrad – sowohl in der Lang- wie in der Kurzversion. Die Reichweite wird mit 423 (Kurzversion) bzw. 475 km (Langversion) angegeben. Der stärkste Buzz kann eine Anhängelast von bis zu 1800 kg ziehen, bei langem Radstand bis zu es 1600 kg.
Die Ladeleistung liegt bei jeweils 185 kW, die Langversion kann jeweils sogar 200 kW schlucken. In der Praxis muss man davon wahrscheinlich 20 Prozent abziehen. Aber dann ist der Wert noch immer sehr ordentlich. Die Wechselstrom-Ladeleistung liegt nur bei 11 kW, also reicht eine kleine Wallbox aus. Das Fahrwerk hat VW stimmig ausbalanciert, der ID.Buzz schwebt sanft über den Asphalt.
▶︎ E-Auto in seiner Bestform: BMW i5
"Der i5 ist zurzeit das Maß der Dinge in der Elektromobilität", so das Urteil eines Kollegen aus der Testredaktion. Oha! Das wird für BMW ja anstrengend, wenn sie die Neue Klasse bringen, denn die muss ja noch besser werden. Aber vorläufig gibt es eben den BMW i5. Technisch ist der nicht mehr und nicht weniger als die Elektroversion des 5er. Sowohl die Plattform wie auch die Karosserie sind identisch. Nur der Kofferraum ist kleiner: Der Akku frisst Platz, doch 490 Liter bleiben für Gepäck, also 30 Liter weniger als beim Verbrenner. Daher empfehlen wir den i5 als Touring, der zu einem geringen Aufpreis ein Plus an Laderaum mit sich bringt.
Der BMW i5 Touring bietet deutlich mehr Laderaum als die elektrische 5er-Limousine.
Bild: BMW Group
Bis zu 601 PS im Peak beim BMW i5 M60 xDrive
Vor allem, was unterm Blech ist, macht den BMW i5 besonders: Es gibt die Basisversion i5 eDrive 40 mit 143 PS starkem Elektromotor an der Hinterachse. Der beschleunigt die Limousine auf bis 193 km/h. Einen Stromstoß der besonderen Art verpasst die allradgetriebene Spitzenversion i5 M60 xDrive: Hier kommen 173 PS auf die Straße. Im Peak sind allerdings bis zu 601 PS möglich. Damit sprintet der Elektro-M in 3,8 Sekunden los von auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 230 km/h erreicht.
Das Meisterstück der Fahrkultur gleitet über die Straße: Verfügbar sind elektronische Dämpfer, eine Wankstabilisierung, Allradlenkung sowie Luftfederung. Die Energie zum ungebändigten Vorwärtsdrang kommt aus einer 81,2 kWh dicken Unterflur-Batterie. Deren Kraft wird am elegantesten per Boost-Paddel am Lenkrad entfesselt, insbesondere der Zwischensprint hat die AUTO BILD-Tester bereits bei der Basisversion begeistert. Übrigens wird es 2024 auch einen i5 Touring geben – der erste Elektro-Kombi von BMW also.
Akku in 30 Minuten am Schnelllader wieder voll
Ist der Energiespeicher leergeheizt, wird er am Schnelllader blitzschnell wieder voll, denn BMW stattet den i5 mit üppiger Ladeleistung von 205 kW aus. Heißt: 30 Minuten Kaffeepause, und die Hatz kann weitergehen. Wer über Land verschärft Strom sparen möchte, schaltet in den Effizienz-Modus "MaxRange". Der dimmt Klima, Heizung und erlaubt nur noch Tempo 90, fürs entspannte Ankommen mitunter nützlich.
Was verbraucht so eine spannungsgeladene Sportlimousine? Nach WLTP gar nicht mal so viel: 18,9 kWh wird für die Basisversion angegeben, der M60 kommt auf 20,6 kWh. Übrigens braucht man Strom auch im Stand: Dann kann die versammelte Besatzung 20 Spiele im Bordcomputer mit den gekoppelten Smartphones spielen, die auf dem großen Bildschirm abgebildet werden. Fast so schön wie Fahren.
▶︎ Was den MG4 zum VW-Konkurrenten macht
Der MG4 ist ein direkter Konkurrent zum elektrischen Golf-Nachfolger VW ID.3, das erste Auto der chinesischen Tochtermarke von SAIC. Von den glorreichen britischen MG-Zeiten schweigen wir mal, die einzige Gemeinsamkeit ist das Emblem an der Front.
Der kompakte MG4 ist elf Zentimeter länger als der ID.3 und wird in mehreren Ausführungen angeboten: Die Basisausstattung hat einen 51 kWh großen Akku, der einen 170 PS starken Motor mit Energie versorgt. Der Hinterachsantrieb bringt den MG4 auf 160 km/h, die Reichweite liegt nach WLTP bei 350 km. Die Ladeleistung liegt bei 135 kW – ein guter Wert (der ID.3 liegt, je nach Modell, zwischen 50 und 170 kW). Damit füllt sich die Batterie an der Schnellladesäule im Idealfall in etwa 35 Minuten bis auf 80 Prozent.
Wer weiter kommen will (sprich: öfter mal die Langstrecke fährt und keine Zeit mit langen Ladepausen vertrödeln will), der sollte die nächstgrößere Version mit 64 kWh großer Batterie nehmen. Bei der handelt es sich um einen hochwertigen Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt-Akku (das Basismodell hat nur den preisgünstigeren Eisenphosphat-Stromspeicher), der mehr Energiedichte mitbringt – das verspricht bis zu 450 km Reichweite nach WLTP. Dementsprechend leistet der Motor bei diesem Modell 204 PS, ebenfalls auf der Hinterachse.
Inzwischen gibt es auch noch eine dritte Ausführung mit 245 PS und 77 kWh großem Akku, die sogar 520 km WLTP-Reichweite bietet. Ihre Endgeschwindigkeit liegt mit 180 km/h etwas höher.
Für die Leistungsträger unter den E-Auto-Fahrern bietet MG den 4XPower mit zwei Motoren, die mit insgesamt 435 PS beide Achsen drehen. Er ist 200 km/h schnell, hat den mittelgroßen Akku und kommt dementsprechend auf eine Reichweite von lediglich 385 km. Egal in welcher Version man fährt: Es fühlt sich immer geräumig an. Die Batterie ist mit elf Zentimeter Höhe besonders flach, das kommt dem Innenraum zugute. Der Kofferraum ist mit 363 Liter ebenfalls ordentlich, die Ladekante niedrig.
▶︎ Der Volvo EC40 ist ideal zum Cruisen
Die tolle Verarbeitung und die gelungene Abstimmung des Volvo EC40 sind ein Genuss. Allerdings stört der hohe Verbrauch (31 kWh im AUTO BILD-Test), auch wirken die über 400 PS im SUV-Coupé etwas übertrieben.
Starten ohne Startknopf
Das Elektro-SUV gibt es als "Single Motor Ultimate" (231 PS) oder mit je einem Antrieb an Vorder- und Hinterachse (408 PS). Das Starten ohne Startknopf verläuft intuitiv: Einsteigen, Fuß auf die Bremse, Wählhebel auf D ziehen – und ab geht die Fahrt. Geladen wird mit bis zu 150 kW Gleichstrom, damit ist der Akku in 37 Minuten zu 80 Prozent wieder voll.
Mit nur einem Fuß durch den Verkehr
Überragend wirkt die Antriebsabstimmung. Bewegungen am Fahrpedal setzt das System so fein dosiert um, dass es ein Genuss ist, den EC40 mit dem rechten Fuß durch den Verkehr zu dirigieren. Die Inneneinrichtung ist ein weiteres Beispiel für stilvolle Gestaltung durch die Schweden. Weiterer Pluspunkt: Das elektrische SUV darf 1500 Kilogramm schwere Anhänger ziehen, mit Twin Motor sogar 1800 Kilo.as die Volvo-typische abfallende Dachlinie für die Optik bringt, kostet sie allerdings an Platzangebot. Spätestens ab 1,85 m Körpergröße wird es hinten eng, auch der Einstieg zwischen ausladenden Radhäusern und flachem Dachholm fällt etwas schwer. Der Konzernbruder EX40 bietet auf den Rücksitzen mehr Platz.
Für E-Auto-Muffel wird die Luft dünner, das Angebot an hervorragenden E-Autos wächst. Die Auswahl ist groß zwischen stadttauglichen Fahrzeugen und zugkräftigen Überland-Elektromobilen mit großer Zugkraft. Auch das Schnellladen wird immer besser. Diese 20 E-Autos kann man gut kaufen!